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Barsoi

 

 

Geschichtliches:

 

Der Name der Rasse kommt vom russischen Adjektiv "borzij" , das heißt schnell , flink . Der älteste Hinweis des Ursprungs der Rasse führt uns zum Großfürsten von Moskau. Der Barsoi wurde im 16.Jahrhundert zu repräsentativen Hetzjagden verwendet . Hauptwild waren Hasen und Füchse , aber auch Wölfe . Aufgrund seiner Schönheit war der Barsoi beim Adel sehr beliebt . Durch die Kriegs- und Revolutionswirren in Russland 1917 wurde die Rasse fast ausgerottet . Die Entwicklung des Barsoi ist eng verbunden mit der Ausdehnung des russischen Zarenreiches . 1874 gab es in Moskau erste Zuchtschauen nach englischem Vorbild . So kamen verschiedene Rasseschläge hervor , die sich an den Jagdanforderungen maßen . Dadurch geht man davon aus , dass der Barsoi einer der jüngsten Windhundrassen ist . 

 

Auszüge aus dem Rassestandard:

 

Eingruppierung Im FCI: Windhund

 

Widerristhöhe: Rüden von 70 bis 82cm und mehr , Hündinnen etwa 65 bis 75cm .

Gewicht: Rüden 46 - 65 kg, Hündinnen etwa 7 - 9 kg weniger.

Fell: halblang, seidig, leicht gewellt oder gelockt, weiß dominiert ansonsten sind alle Farben zulässig.

Körperbau: Der Kopf ist lang, schmal und gut proportioniert und hat kaum einen Stop. Die Augen sind dunkel mit klugem und lebhaftem Ausdruck. Die Ohren liegen rassetypisch nach hinten an und sind fein, klein und spitz. Die Brust ist schmal und tief gestellt. Die Rute ist lang und ziemlich tief angesetzt.

 

Haltung/Pflege und Erziehung/Charakter:

 

Einmal im Jahr verliert der Barsoi seine Unterwolle und sein dichtes langes Haar . Das Fell muss regelmäßig gebürstet werden und überschüssiges Haar zwischen den Fußballen muss abgeschnitten werden. Der Barsoi ist stolz, selbstbewusst, seinem Besitzer treu ergeben, ruhig im Haus, schwer zu durchschauen, sensibel, gutartig und ausgeglichen, unaufdringlich oder leicht distanziert. Er mag keine aufdringlichen fremden Menschen.

Erzogen wird auf der Basis von gegenseitigem Respekt. Von einem Barsoi darf man keine große Gehorsam erwarten. Aber mit viel Geduld und Liebe erlernt er den nötigen Grundgehorsam. 

Heute findet er hauptsächlich Verwendung als Gesellschaftshund, der nicht nur in Bahnrennen und Coursing als Jagdersatz eine prima Aufgabe gefunden hat, sondern auch in vielen Familien lebt. Beim Rennen erreicht ein gut trainierter Barsoi bis zu 50 km/h . Er muss gut trainiert werden. Am Fahrrad kann man ihn zwar für seine Kondition trainieren, aber um seinen täglich Bewegungsdrang Rechnung zu tragen, muss der Barsoi im Highspeed laufen, damit er ausgeglichen ist. Kommt man dieser artgerechten Haltung nach, ist der Barsoi ein super Familienhund mit bestehender Elegance. Auf Grund der Meutehaltung an den Jagdhöfen besitzt er ein gutes Sozialverhalten . Allerdings mag er keine zu rauhen Spiele. Daher eignet er sich nicht als Spielgefährte für Kinder. Für den Zwinger ist der Barsoi nicht geeignet. Er braucht unbedingt den Familienanschluss, ob gleich er im gut eingezäunten Garten seiner Lauflust gerne nachkommt.  Mit anderen Hunden ist der Barsoi auch gut verträglich. 

 

 

Nähere Informationen zu dieser Rasse finden Sie auch auf 

Bungenberg-Barsois

und Salukis in Österreich

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von 

Sabine Bungenberg

 

Frage zum Rasseportrait:

Wodurch wurde der Barsoi fast ausgerottet ?