Lahme Ente oder schnell wie ein Blitz: So läuft Ihr Hund schneller


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Mit Spaß bei der Sache: Agility-Training fordert Hund und Mensch gemeinsam.

Zu zweit ein starkes Team: Beim Agility-Training arbeiten Hund und Mensch zusammen. Bildquelle: Juha Saastamoinen – 586028846 / Shutterstock.com

Hunde wollen sich bewegen. Bekommt ein Hund zu wenig Auslauf, wird er träge, unglücklich und kommt eventuell auf dumme Gedanken. Viele Hunde die sich unterfordert fühlen, suchen sich in ihrem Zuhause einen Ausgleich. Das kann das Sofakissen sein, aber auch die Stehlampe. Agility-Training kann helfen, Ihren Hund aktiv zu fördern und sogar an Höchstleistungen zu gewöhnen. Und das Beste: Sie sind ein Team, denn Agility funktioniert nur zu zweit. Ja, der Hund soll Spaß daran haben, schnell zu laufen, Hindernisse zu überwinden und verschiedene Parcours zu meistern. Aber: Ein Hund darf niemals überfordert werden. Beim Agility-Training geht es nicht darum, eine möglichst schnell rasende Maschine zu schaffen, sondern um das, was für Mensch und Tier gleichermaßen wichtig ist:

  • Bewegung
  • Spaß
  • Teamgeist
  • Motivation

Sind all diese Punkte erfüllt, steht dem gemeinsamen Training nichts mehr im Wege.

Wie schnell können Hunde laufen?

Wie schnell ein Hund laufen kann, hängt natürlich von der Rasse ab. Ein gemütlicher Labrador-Retriever kann natürlich nicht so schnell flitzen wie ein Border Collie. Dennoch kann grundsätzlich jeder Hund mit dem richtigen Training das maximale Potenzial herausholen. Bei Hunderennen zum Beispiel, wo eine Strecke von 480 Metern gelaufen wird, werden nicht selten bis zu 70 km/h erreicht. Noch schneller kann ein Greyhound laufen. Diese Art gilt als die Formel 1 unter den Windhunden. Er erreicht bis zu 80 Stundenkilometer und ist damit der schnellste Hund der Welt.
Dabei ist es nicht unbedingt wichtig wie schnell ein Hund läuft, sondern wie lange er vom Start bis zum Ziel benötigt. Das ist tatsächlich ein Unterschied, denn lässt sich ein Hund auf der Strecke ablenken, braucht er eben länger bis er im Ziel ist.

Wie läuft das Training ab?


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Sie können die Ausdauer und den Spaß an der Sache auch mit dem Fahrrad trainieren. Während Sie fahren, läuft der Hund neben Ihnen her. Lassen Sie ihn dabei selbst das Tempo vorgeben und halten sich etwas weiter hinter ihm zurück. Dann verfällt er in einen für ihn angenehmen Trab und hält lange durch. Achten Sie jedoch darauf, zur richtigen Zeit zu trainieren. Bitte nicht in der Mittagshitze oder im Winter auf vereisten Untergründen. Wenn Sie das Fahrrad nutzen, bietet es sich ebenfalls an, einen Hundeanhänger dabei zu haben. Sollte Ihr vierbeiniger Freund einmal schlapp machen, kann er sich darin erholen.
Beim klassischen Agility ist ein Parcours von 12 bis 20 Hindernissen aufgebaut. Diese müssen in richtiger Reihenfolge bewältigt werden. Die Länge der Strecke beträgt zwischen 100 und 200 Meter. Ohne Hilfsmittel, also ohne Halsband und Leine, soll der Hund nur durch die Stimme und Gestik seines Herrchens durch den Parcours geführt werden. Die Strecke unterteilt sich noch in unterschiedliche Klassen, die auch in unterschiedlicher Zeit bewältigt werden müssen. Das Team mit den wenigsten Fehlern gewinnt. Kommen mehrere Teams ohne Fehler ins Ziel, gewinnt das Team mit der besten Zeit. Für Fehler gibt es Strafpunkte:

  • Schwerwiegende Fehler (Auslassen eines Hindernisses, drei Verweigerungen oder das Misshandeln des Hundes) führen zur sofortiger Disqualifikation.
  • Hindernisfehler, Verweigern, berühren eines Hindernisses durch Hund oder Hundeführer führen zu 5 Strafpunkten.
  • Bei mehr als 26 Strafpunkten ist der Wettbewerb für das betreffende Team beendet.

Training für Anfänger

Zu Beginn wird das so genannte Gehorsam geübt. Ein Hund muss aufs Wort gehorchen, um den Parcours fehlerfrei zu meistern. Daher übt das Team Mensch/Hund zunächst mit Leine, später geht es ohne. Sprunghindernisse werden am Anfang niedrig eingestellt, damit der Hund nicht überfordert ist. Außerdem können so auch junge und kleinere Hunde die Hindernisse überwinden.

Wie kann man Agility lernen?

Beherrscht der Hund schon die wichtigsten Kommandos wie „Platz“, Sitz“ oder „Komm“, dann ist er auf einem guten Weg. Vor allem, wenn man sich mit seinem Hund einem Verein anschließt, hat das viele Vorteile:

  • Die Geräte müssen nicht selbst gekauft werden.
  • Das Training wird von erfahrenen Menschen geleitet.
  • Ihr Hund und Sie können an Turnieren teilnehmen.
  • Es gibt meist weitere Hundesportarten.

Viele Hundesportvereine bieten Schnupper-Kurse an, bei denen man sich zunächst einmal informieren kann. Auch Teilnahme an Probetrainings sind vielerorts möglich.

Schnelle Hunde: Warum fliegen sie nicht aus der Kurve?

Bei den Olympischen Spielen sieht man es ganz deutlich: Die Läufer auf der inneren Bahn müssen einen geringeren Kurvenradius überwinden, als die Läufer auf den Außenbahnen. Je enger die Kurve aber ist, desto größer ist die Zentripetalkraft. Diese muss ein Läufer aufbringen, um durch die Fliehkraft nicht aus der Kurve getragen zu werden. Um das auszugleichen muss der Mensch in einer Kurve mehr Schritte einsetzen, also häufiger auftreten. Dadurch wird er langsamer.
Hunde brauchen das nicht. Sie können auch in Kurven unvermindert schnell laufen, ohne dafür mehr Schritte zu benötigen. Woran liegt das? Ganz einfach daran, dass sie vier Beine haben. Die hinteren Beine liefern den Antrieb, die vorderen Beine tragen das Körpergewicht. In einer Kurve sorgen Hunde also durch verdrehen des Beckens und Strecken des Rückens für Vortrieb, ohne langsamer zu werden.