Folgen falscher Ernährung
Übergewichtige Hunde
Mehr als 30% im westlichen Europa gelten als zu dick, wie aufgrund von Untersuchungen belegt ist. Bereitet man das Futter für seinen Hund selbst zu, so sollte man auf die Zufuhr der richtigen Nährstoffe im Futter achten. Eine Überfütterung seines Vierbeiners lässt sich vermeiden, wenn man nicht nur die Angaben der Futtermittelhersteller auf ihren Produkten berücksichtigt, hier wird die Futtermenge pro Kilo Körpergewicht angegeben, sondern darüber hinaus mit einbezieht, wie viel sich der Hund täglich bewegt. Desweiteren spielt das Geschlecht, Alter und Veranlagung eine Rolle ( Rüden verbrennen mehr ), oder ob es sich z.B. um einen Junghund oder eine säugende Hündin handelt. Welpen, Junghunde und säugende Hündinnen benötigen doppelt soviel Nahrung am Tag.
Durchfall und Erbrechen durch falsches Futter
Eine zu schnelle Umstellung des Futters ist immer zu vermeiden und kann Durchfall verursachen. Stattdessen sollte man bei einer Futterumstellung das neue, noch ungewohnte Futter nach und nach dem gewohnten Futter beimischen. Auch zu heisses bzw. zu kaltes Futter, Nahrung, die verunreingt ist, Laktose- und Kohlehydrate reiches Futter und Futter mit zuviel ungespaltenem Zucker können Durchfall verursachen. Wie Menschen, können auch Hunde auf zuviel psychischem Stress mit Durchfall reagieren. Wenn klar ist, dass der Durchfall aufgrund von falscher Fütterung entstanden ist, sollte man dem Hund für einen Tag das Futter entziehen und den entstandenen Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust mit Kamillen- oder schwarzem Tee ( abgekochtes und leicht gesalzenes Wasser verwenden ) oder einer Elektrolytlösung ersetzen. Erbricht Ihr Liebling zusätzlich, sollte jedoch auch die Aufnahme von Flüssigkeit für einige Stunden vermieden werden. Nachdem der Hund einen Tag gefastet hat, kann er dann mit kleinen Portionen an Hafer- oder Reisschleim, Hüttenkäse, Quark oder Joghurt mehrmals am Tag wieder gefüttert werden. Ein paar Tage später kann man dann im weiteren Verlauf Reis und gekochtes, helles Fleisch verfüttern. Klingen die Durchfälle dann nicht ab, sollte man aber unbedingt einen Tierarzt zur Rate ziehen, um eine Austrocknen des Vierbeiners zu verhindern bzw. weitere krankhafte Ursachen des Durchfalls zu diagnostizieren.
Übergewicht und Diabetis beim Hund
Durch Übergewicht werden nicht nur Herz und Kreislauf, sondern auch der gesamte Bewegungsapparat belastet. Hier sind insbesondere grosse Hunde für Kreuzbandrisse im Kniegelenk anfällig. Übergewicht kann auch eine Stoffwechselstörung bewirken und z.B. Diabetis mellitus verursachen.
Zinkmangel
Zinkmangel kann eine Ursache für Haarausfall sein. Zunächst bekommt der Hund ein stumpfes, trockenes Fell. Es entstehen Dermatitiden mit Verkrustungen, Schuppen und hyperkeratonischen Placken auf der Haut, die den Haarausfall verursachen. Oftmals erscheinen diese Krankheitssymtome in den ersten Lebensmonaten vor Einsetzen der Geschlechtsreife. Besonders anfällig für dieses Krankheitsbild sind Hunde grosser Rassen wie z.B. Schäferhund, Rhodesian Ridgeback, Dänische Dogge oder Retriever. Ursache ist eine falsche Ernährung im Welpenalter. Es hilft eine Therapie mit Zinksulfat oder Zinkmethionin, die in Abstimmung mit dem Tierarzt eingeleitet werden sollte.
Futtermittelallergie
Manche Hunde vertragen bestimmte Komponenten im Futter einzeln oder auch zusammen mit anderen Stoffen nicht. Hierbei handelt es sich zumeist um Stoffe wie Kohlehydrate, Proteine, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Emulgatoren und Konservierungsstoffe. Die Futtermittelallergie äussert sich durch Hautprobleme, wie z.B. Juckreiz. Tauchen diese Krankheitssymtome auf, sollte man dem Ausschlussprinzip füttern, um der Ursache auf den Grund zu kommen.
Diät gegen Futtermittelallergie
Eine Diät gegen Futtermittelallergie kann folgendermassen aussehen : Zunächst gibt man über einen Zeitraum von drei Wochen selbst gekochtes Lammfleisch, Reis, Pute und Hüttenkäse. Schmeckt dem Hund das Lammfleisch nicht, kann man hier auch lammfleischhaltige Babynahrung verwenden. Diese Futterdiät darf keine weitern Zutaten enthalten. Wenn der Juckreiz in dieser Zeit verschwindet, kann man von einer Futtermittelallergie ausgehen. Nun gibt man jede Woche sukzessive eines der früher verwendeten Futtermittel hinzu und wartet ab, ob sich erneut eine allergische Reaktion zeigt. Die verwendeten Futtersorten sollte man sich genau aufschreiben. So erhält man schnell Klarheit darüber, welche Futtesorten/mittel der Hund verträgt und wo eine allergische Reaktion einsetzt. Es können auch auch Vitamin- und Mineralstoffmischungen ohne Fleischmehl und Weizenkeimzusätze beigemischt werden, wobei dies individuell mit dem Tierarzt abgesprochen werden sollte.
Knochen – ein Zuviel ist schädlich
Vom Verzehr von Knochen in grossen Mengen wird unbedingt abgeraten: Ein Zuviel an Knochen kann durch den Stuhlgang nicht ausgeschieden werden. In diesem Fall sollte man sofort einen Tierarzt konsultieren. Grundsätzlich sollten nur Kalbsknochen in grossen Stücken verfüttert werden. Verboten sind Geflügelknochen, da sie splittern und den Verdauungsapparat verletzen können.