Wie sieht die Arbeit eines Rettungshundes aus?

Die meisten Hunde sind in einer Rettungshundestaffel „organisiert“


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Rettungshunde des DRK gemeisam mit Hundeführer

Rettungshunde bei der Arbeit mit ihrem Hundeführer: Mehrere Teams organisieren die Rettungsarbeit in einer sog. „Rettungshundestaffel“.

Der Rettungshund – auch als Suchhund bekannt – ist ein speziell ausgebildeter Hund, der zuvor eine Rettungshundeprüfung absolviert haben muss. Dabei arbeitet er stets gemeinsam mit seinem eigenen Hundeführer im Team. Finden sich mehrere solcher Teams zusammen und wird die Arbeit organisiert, so bezeichnet man die „Mannschaft“ als Rettungshundestaffel. Mehrere Organisationen wie beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Technische Hilfswerk (THW), die Johanniter, die Feuerwehr oder die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bedienen sich solcher Staffeln. Zum Einsatz kommen die Rettungshundeteams in Einzelsituationen aber auch in Katastrophenfällen.

Geschichte des Rettungshundes

Der Berhardiner war einer der ersten Rettungshunde

Der Bernhardiner – als einer der ersten Rettungshunde wurde er bereits im 17.Jahrhundert eingesetzt.

Historisch betrachtet kann man sagen, dass der Einsatz von den heutigen Rettungshunden ein eher modernes Betätigungsfeld auf dem Gebiet der Hundearbeit ist. Dennoch sehen viele Menschen den Bernhardiner, welcher Mitte des 17. Jahrhunderts im Hospiz auf dem Großen Sankt Bernhard gezüchtet wurde und laut Bericht dort mehreren Verirrten den Weg durch den Schnee wies, beziehungsweise verschüttete Menschen rettete und zum Kloster führte, als Vorläufer der heutigen Rettungshunde.

Ausbildung  zum Rettungshund – Welche Hunderassen sind geeignet?

Zum Rettungshund kann im Prinzip beinahe jede Hunderasse ausgebildet werden. Die typische Hunderasse für einen Rettungshund existiert also nicht. Wichtig ist alleine, dass der Hund gesund, menschenfreundlich und aufgeschlossen ist und der Mensch mit ihm gut und geduldig im Team zusammenarbeiten kann. Wer sich entschließt, die Rettungshundeprüfung mit seinem vierbeinigen Freund machen zu wollen, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein hoher Zeitaufwand für Hundeerziehung, Training und später für den Einsatz notwendig ist. Ferner sollte man wissen, dass es harte Arbeit ist und kein Spiel, also kein Hundesport. Dabei muss nicht nur der Hund körperlich wie geistig fit sein, vielmehr trifft dieses auch auf den Hundeführer zu. Eine hohe Belastbarkeit sowie ein großes Verantwortungsbewusstsein sind weitere Voraussetzungen. Während der Mensch mindestens 18 Jahre aber auch nicht zu alt – je nach geistiger und körperlicher Verfassung – sein sollte, müsste der Hund idealerweise im Alter von 6-12 Monaten zur Ausbildung herangezogen werden. Dabei sind Wesensfestigkeit, mittlere Größe sowie nicht allzu viel Körpergewicht wichtig. Sehr häufig kommen Mischlingshunde, der Deutsche Schäferhund, Terrier oder auch der Border Collie in die Ausbildung.

Aufgaben des Rettungshundes


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Einsatz eines Rettungshundes bei Verschütteten

Auch in Erdbebengebieten bei der Suche von Verschütteten kommen Rettungshunde wie dieser Golden Retriever zum Einsatz.

Der Rettungshund kommt in verschiedenen Aktionen zum Einsatz und dementsprechend müssen auch seine Fähig- und Fertigkeiten sein.Einsatzgebiete sind die Flächensuche, bei der der Hund in meist unwegsamem Gelände auf der Suche ist. Bei der Trümmersuche muss er beispielsweise in eingestürzten Häusern nach Überlebenden suchen; häufige Einsatzorte sind dabei Erdbebengebiete. Die Lawinensuche verlangt vom Rettungshund, die Überlebenden unter meterhoher Schneedecke aufzuspüren. Ertrinkende oder Menschen, die aufgrund unvorhersehbarer Wassermassen in Not geraten sind, muss ein Rettungshund bei der Wasserrettung bergen. Beim Mantrailing sucht der Hund aufgrund des Geruches beispielsweise eines Kleidungsstückes, nach dessen Besitzer. Leichensuche und Wasserortung dienen der reinen Aufklärung von Verbrechen.

Rettungshunde richtig ausbilden – so sieht die Grundausbildung aus

Wie aber sieht nun die Ausbildung eines Rettungshundes aus? In der Regel beginnt diese mit einer Art Schnuppertraining, um sowohl dem Trainer als auch dem Hundeführer die Möglichkeit zu geben, zu erkennen, ob eine derartige Ausbildung auch wirklich möglich ist. Anschließend erfolgt die Grundausbildung mit folgenden Schwerpunkten für den Hund:

  • Geländegängigkeit, um das Begehen auch schwer zugänglichen Terrains zu üben
  • Gerätearbeit. Das umfasst das Überqueren oder Durchlaufen von Röhren, Leitern etc.
  • Gehorsamsarbeit, was unabdingbar ist, um im Team gut miteinander arbeiten zu können
  • Anzeigeübungen, in denen der Hund lernt, wie er seinem Führer signalisiert, dass er fündig geworden ist
  • Sucharbeit, welche die Flächen- sowie die Trümmersuche beinhaltet

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Ausbildung des Hundeführers

Der Hundeführer erhält eigene Ausbildungsschwerpunkte, als da sind:

  • Sanitätsdienst-Ausbildung
  • Erste Hilfe am Menschen und Hund
  • Organisation und Einsatztaktik
  • Lagebeurteilung
  • Sprechfunkverkehr Karten- und Kompasskunde
  • Statik, Trümmerkunde und Bergung
  • Suchtechnik des Hundes
  • Sicherheit im Einsatz
  • Grundwissen in der Kynologie

Die Rettungshundeausbildung beinhaltet zunächst eine 6-Monatige Probezeit, in deren Anschluss sich Hundeführer und Hund einem Eignungstest unterziehen müssen. Nach Bestehen der Prüfung wird der Hundeführer in die Rettungshundestaffel aufgenommen und es kann bereits während der Ausbildung zur Teilnahme an Einsätzen kommen.