Der ideale Familienhund – Harmonie zwischen Kind und Hund


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Kinder erlernen mit dem Familienhund ein gesundes Sozialverhalten.

Idealerweise wachsen Kind und Hund gemeinsam auf: Im Umgang mit dem Familienhund lernen Kinder Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Wichtig ist, dass dem Hund die Rangordnung in der Familie von Anfang an klar ist.

Zwischen Hund und Kind entwickelt sich oft ein wundervolle Beziehung, die sogar zu einer innigen Freundschaft führen kann. Kinder können im Umgang mit einem Hund viel lernen, vor allem soziale Kompetenz. Ihr Verhalten wird weniger aggressiv, aktiver und gleichzeitig geduldiger. Eine unschöne Tatsache ist jedoch, dass ungefähr die Hälfte aller Bissverletzungen durch Hunde bei Kindern vorkommen.Zu den Ursachen für Bissverletzungen zählen oft falsches Verhalten der Eltern (z.B. keine klare Rangordnung im Familienrudel) sowie der Kinder (z.B. das Ziehen an Schwanz und Ohren). Säuglinge und Kinder bis zu sieben bis acht Jahren sollten nie allein mit dem Hund zusammen sein, auch wenn der Hund bislang lieb und friedlich war und als „Familienhund“ gilt. In einer Hundeschule können Kinder und Erwachsene einen artgerechten Umgang mit dem Hund lernen. Der Welpe oder der erwachsene Hund ist ein soziales Lebewesen mit eigenem Charakter und Bedürfnissen, der Schmerz, Ausgeschlossensein und Eifersucht spüren kann. Bei der richtigen Hundeerziehung sind aber Kind und Hund ein fröhliches, unzertrennliches Gespann.

Welche Hunderasse ist als Familienhund besonders geeignet?

Golden Retriever haben eine ideale Eignung als Familienhunde.

Der friedliche und kinderliebe Golden Retriever wird immer wieder an erster Stelle genannt, wenn es um den idealen Familienhund geht. Aber auch Hunde anderer Hunderassen eignen sich sehr gut al Familienhunde.

Wie sieht nun der ideale Familienhund aus ? Eine Familie kann einen Welpen kaufen oder einen erwachsenen Hund aufnehmen. Ideal ist es, wenn Kind und Hund zusammen aufwachsen. Wurde der Hund schon im Welpenalter (Prägephase) mit guter Welpenerziehung und entsprechender Sozialisierung an Kinder gewöhnt, kann die Integration zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen. Bei Kindern ist von Gebrauchshunden mit einer hohen Spezialisierung, wie z.B. Jagd- und Hütehunden abzuraten. Bestimmte Fangspiele könnten ein Jagdverhalten auslösen. Manchmal wird vergessen, dass auch Kleinhunde (Terrier) zu den Jagdhunden zählen und ihre Zähne gerne einsetzen. Ein idealer Familienhund ist z.B. der friedliebende Golden Retriever, der gerne in Bewegung ist. Hunde können jedoch entsprechend des Alters des Kindes ihr Verhalten ändern und Jugendlichen mit stärkerem Dominanzverhalten begegnen. Damit es nicht zu den zum Teil gefährlichen Beißverletzungen kommt, muss Kindern früh Verständnis für die natürlichen Bedürfnisse eines Hundes sowie die richtigen Verhaltensweisen beigebracht werden. Es wäre schade, wenn Angst gegenüber Hunden entsteht, statt sie als Freunde des Menschen wahrzunehmen. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass bei guter Welpenerziehung und dem frühzeitigen Gewöhnen des Hundes an Kinder viele Hunderassen als Familienhund geeignet sein können. Entscheidender als die Hunderasse für die Eignung als Familienhund ist somit oftmals die positive Prägung bereits im Welpenalter.

Kind und Hund gemeinsam aufwachsen lassen – auf was muss geachtet werden?


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Der Kauf eines Familienhundes einzig, damit das Kind beschäftigt ist, sollte vermieden werden.

Stürmische Umarmungen sollten vermieden werden: Nicht jeder Familienhund reagiert so gelassen, wie dieser Golden Retriever. Kinder sollten lernen, dass auch Hunde in ihrer Persönlichkeit respektiert werden wollen.

Erstmal sollte man auf allzu stürmische Umarmungen verzichten. Kind und Hund teilen die Freude am Spielen und Herumtollen. Der Hund lockt auch ein Kind nach draußen, das vom Computer und Fernsehen nicht lassen kann. Dabei wird oft vergessen, dass besonders kleine Kinder bedrohlich auf den Hund wirken können. Sie bewegen sich grobmotorisch, was der Hund als schwer einschätzbar und damit als unberechenbar interpretiert. Fühlt sich der Hund überfordert, neigt er eher zu unliebsamen Reaktionen. Kinder können oft nicht verstehen, dass ihr Hund von zärtlichen, engen Umarmungen gar nicht begeistert ist und diese für ihn eher eine Bedrohung darstellen. In dieser Situation kann es vorkommen, dass der Hund nach dem Kind schnappt. Besser ist es, den Hund erstmal an unkritischen Stellen wie Rücken und den Flanken berühren, bis der Hund Vertrauen gefasst hat und anzeigt, wo er gestreichelt werden möchte.

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Hund und Familie – Verantwortung für die Eltern

Wichtig: Kinder müssen akzeptieren, dass der Fressnapf des Familienhundes tabu ist.

Der Fressnapf des Hundes sollte, auch wenn er noch ein Welpe ist, für das Kind tabu sein. Ebenso gilt es, dem Kind klar zu machen, dass auch der Familienhund seine Liegeplätze, wie das Körbchen oder eine Decke, braucht und dort ungestört sein möchte.

Nehmen Sie sich Zeit für Kind und Hund! Da das Leben des Hundes oft über das Interesse des Kindes an ihm hinausgeht, sollten die Eltern bereits beim Hundekauf einen Hund wählen, den sie in diesem Fall auch selbst gerne betreuen würden. Einem Kind einen Hund zu kaufen, weil man zu wenig Zeit für das Kind hat und es sich nicht einsam fühlen soll, ist keine akzeptable Lösung. Die Erwachsenen (Eltern) sind für den Hund die höherrangigen Rudelleittiere, die das Zusammenspiel von Hund und Kind regeln sollten.Kinder müssen lernen, dass der Liegeplatz des Hundes, sein Freßnapf und Spielzeug für sie tabu sind. Kindern sollte erklärt werden, dass sie sich dem Hund gegenüber nicht erzieherisch und disziplinierend verhalten sollten, da er nur auf die „Rudelführer“ hört. Man sollte auch ein Kind unter acht Jahren nicht allein mit dem Hund zum Gassigehen schicken. Ein Kind darf auch nicht seinen Frust, vielleicht weil es sich unbeachtet fühlt, am Hund auslassen.

Hund und Baby – langsame Annäherung

Der Familienhund sollte bei der Ankunft eines Babys auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Lebt der Hund bereits in der Familie und ein Baby wird erwartet, sollte der Hund gut auf den Neuankömmling vorbereitet werden. Der Hund kann z.B. durch den „Duft“ des Babys an den neuen Mitbewohner gewöhnt werd, in dem man ihm bereits vor der Ankunft des Babys zuhause ein getragenes Kleidungsstück des Babys mitbringt.

Manchmal überlegen sich werdende Eltern, ob sie den Hund abgeben müssen. Dies ist aber nicht nötig, wenn der Hund behutsam auf den Neuankömmling vorbereitet wird.
Einfacher ist es, wenn sich der Hund bereits vorher in die Rangordnung des Familienrudels eingefügt hat. Dann wird er das Baby nicht für seine „neue Behandlung“ verantwortlich machen. Sinnvoll ist es, schon im Vorfeld dem Hund zu zeigen, dass er nicht immer im Mittelpunkt steht. Wichtig sind aber viele Streicheleinheiten, die dem Hund signalisieren, dass seine „heile“ Welt trotz Veränderung erhalten bleibt. Der Hund darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, wenn das auch bei Stress und Schlafmangel durch das Baby schwerfällt. Der Hund könnte mit Eifersucht reagieren und versuchen sich an dem kleinen „Störenfried“ zu rächen. Wichtig ist auch die Konfliktsignale des Hundes, z.B. Knurren, zu beachten, mit dem der Hund sich gegenüber dem Kind abgrenzt. Der Vierbeiner hält in der Regel den Zweibeiner für etwas, das er beschützen muss. Dadurch kann er eine Helferrolle annehmen und Veränderungen (z.B. beim Baby) melden.