Rassehund oder Mischling – nicht zuzletzt eine Herzentscheidung


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Kreuzung aus Border Collie und Labrador Retriever

Eine Kreuzung mit großem Charme: Hier ein Mischling aus Border Collie und Labrador Retriever. Es ist anzunehmen, dass sich hier auch die positiven Charaktereigenschften des Border Collie ( Intelligenz ) mit denen des Labardors ( Fiedfertigkeit, Familientauglichkeit ) vereinen.

Wenn man sich einen Hund kaufen oder anschaffen möchte,  stellt sich oft als erste Frage, ob es ein Rassehund oder ein Mischling sein soll. In Deutschland zählt der Hund zu den Lieblingshaustieren. Daher gibt es es eine große Auswahl an Hunderassen und Mischlingen (Zwei- oder Mehrrassenhunde). Mischlinge können zum einen verschiedene Rassehunde als Eltern haben oder die beiden Elternteile können ebenfalls Mischlinge sein. Dabei können sich die positiven Eigenschaften beider reinrassiger Elternteile im Mischling vereinen, aber auch die problematischen Anteile. Manche Menschen, die den Mischlingshund etwas despektierlich als „Promenadenmischung“ bezeichnen, sollten nicht vergessen, dass selbst die klassischen Rassehunde dies nicht von Geburt auf sind.Sie wurden zu Rassehunden aufgrund starker Ortsgebundenheit oder durch Züchtung. Mischlinge gelten als robuster als Rassehunde und leben oft länger. Einige Besitzer halten auch die Hundeerziehung von Mischlingen für einfacher. Ein Border-Collie-Labrador Mischling z.B. bezaubert durch seinen gelehrigen „Border-Blick“ und kann vom Labrador Retriever das schwarze Fell geerbt haben. Jeder Mischlingshund ist einmalig und wird oft von seinem Besitzer sowie der Familie innig geliebt. Jeder, der sich für einen Mischlingshund entscheidet, sollte auch einfach mal im Tierheim vorbeischauen, vielleicht ist unter den Hunden in Not ja auch einer dabei, der einem ans Herz wächst.

Mischlingshunde – eine beliebte Alternative zu Rassehunden

Mischlingshunde können eine robustere Gesundheit aufweisen.

Kennt man die Eltern eines Mischlings nicht, kann es bezüglich der endgültigen Größe des Hundes Überraschungen geben. Die Größe der Pfoten des Welpen ist entgegen der landläufigen Meinung kein Indiz für die zukünftige Größe des Hundes. Man kann eher von Folgendem ausgehen: Wenn der Welpe im Alter von zwei Monaten ca. 20 – 28 Zentimeter groß ist, wird er als erwachsener Hund ca. 40 – 48 groß sein. Ist der Welpe zu diesem Zeitpunkt schon größer, wird er ausgewachsen mindestens eine Schulterhöhe von 50 Zentimetern erreichen. Ein Welpe der unter 20 Zentimetern im Alter von 2 Monaten ist, wird ein kleiner Hund bleiben.

Von Hunden, die mit dem Menschen in Häusern und Wohnungen leben, sind ca. dreißig bis sechzig Prozent Mischlingshunde. Sie sind das Ergebnisse einer Kreuzung aus dem Zufall heraus. Bei den Hundeeltern kann es sich um Rassehunde oder Mischlinge handeln. Rassehunde (z.B. Deutscher Schäferhund, Mops, Yorkshire Terrier) gelten aufgrund ihrer zur Züchtung ausgewählten Merkmale und Eingenschaften als berechenbarer als Mischlinge. Für den Besitzer von Mischlingen ist es schwerer einzuschätzen, welche Merkmale und Talente ihr Vierbeiner entwickeln wird. Kennt er nicht die Eltern seines Mischlings, kann man die endgültige Größe nur erahnen. Ein Mischling ist in der Regel beim Erwerb etwas preisgünstiger, aber der Pflegeaufwand und die monatlichen Kosten für Tierarzt, Hundefutter sowie Hundehaftpflichtversicherung und Hundekrankenversicherung entsprechen dem finanziellen Aufwand für Rassehunde. Auch ein Mischling sollte nach den eigenen Vorlieben und den Voraussetzungen für eine hundegerechte Haltung ausgesucht werden. Ein Besitzer mit aktiver Sportlichkeit kann sich, anstatt von einem Rassehund, auch von einem lauffreudigen Mischlingshund begleiten lassen. Es ist die ureigene Entscheidung des zukünftigen Hundebesitzers, ob er von der Faszination einer Hunderasse schwärmt oder den Charme eines Mischlings bevorzugt.

Der Designer-Hund

Ein Modetrend, der aus den Vereinigten Staaten auch nach Deutschland kommt, sind die Designer Hunde. Bei den Designer Hunden handelt es sich um die zielgerichtete (nicht zufällige) Kreuzung von zwei verschiedenen Hunderassen. Die dabei ausgewählten Eigenschaften können zu sehr schönen und possierlichen Mischlingshunden führen. Es gibt keine anerkannte Studie, die den Mischlingen eine bessere Gesundheit zuspricht, da Erbkrankheiten Rassehunde wie Mischlinge treffen können.

Der Mischlingshund als Arbeitshund


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Auch als Therapie- und Rettungshunde sind Mischlinsghunde gut geeignet.

Auch als Rettungshunde und Therapiehunde werden gerne Mischlingshunde eingesetzt.

Manche Hundeeltern von Mischlingshunden wurden zu einem bestimmten Einsatzzweck gepaart. Zu diesen „Arbeits-Mischlingshunden“ zählen z.B. der Longdog und der Cathoula Bulldog, ein Hybridhund aus den USA, der vom FCI-Hunderasse verband nicht anerkannt wurde.Mischlingshunde sind auch als Rettungshunde und Sportbegleiter hervorragend einsetzbar. Auch unter den Tierstars im Fernsehen sowie als (Therapie-) Begleithund finden sich viele Mischlingshunde. Die Bereiche Jagd, Begleitung von Polizeieinsätzen und Hüteleistungen sind eher die Domäne von Rassehunden, die die dafür notwendige Veranlagung bereits mitbringen. Viele möchten einen Mischling als Familienhund ohne „Spezialisierung“ und lassen sich davon überraschen, welche Wesensart ihr Vierbeiner entwickelt. Oft zeigen Mischlinge ein sehr intelligentes Verhalten, eine im Vergleich zu einem Highend-Rassehund, realistischere Selbsteinschätzung und einen bezaubernden Charakter.

Kreuzungen aus Hund und Wolf

Der Saarloos Wolfhund ist eine Kreuzung zwischen Schäferhund und Wolf.

Auch der Saarloos Wolfhund ist eine Kreuzung zwischen Deutschem Schäferhund und Wolf. Der Niederländer Leendert Saarloos kreuzte den Wolf in die Hunderasse des Schäferhunds ein, um dem seiner Meinung nach zu stark degenerierten Deutschen Schäferhund „natürliche“ Eigenschaften zurückzugeben. Der Saarloos Wolfhund ist auch von der FCI als Hunderasse anerkannt. Saarloos Hunde gelten von ihrem Wesen her als eher scheu.

Zweifellos ist ein Mischling, entstanden aus der Kreuzung von Hund und Wolf, eine reizvolle Kombination. Die Idee, diese sogenannten Wolfshybride oder Wolfsmischlinge zu züchten, kommt ebenso aus den USA. Dabei sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass der Wolf immer noch ein nicht domestiziertes Wildtier geblieben ist. In der Wildnis ziehen sich die Wölfe eher vor den Menschen zurück. Daher sollte bei ihrer Haltung auf ausreichend Platz geachtet werden und dass sie als Rudeltiere ausreichend Gesellschaft haben. Diese „Halbwilden“ besitzen auch mit einem geringeren Wolfsanteil noch ein hohes Maß an Unberechenbarkeit und sie sind mit ihrem ursprünglicheren und intensiveren Verhalten nicht immer leicht zu handhaben. Die Wolfsmischlinge sind nicht agressiver, aber ihr anderes Verhalten kann vom Menschen missverstanden werden. Ziel der Hundezüchter ist es, Wolfsmischlinge mit dem Aussehen eines Wolfes zu züchten, der sich aber hundeartig verhält. Da diese Wolfsmischlinge unter das Artenschutzgesetz fallen, benötigt der Besitzer für die Haltung eines Wolfsmischlings eine Genehmigung. Weniger aufregend ist der Erwerb von Mischlingen mit domestizierten Hundeeltern. Aber da diese oft nicht bekannt sind, bleibt das Zusammenleben mit einem Mischlingshund ein spannendes Abenteuer.