Herzwurmkrankheit beim Hund


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Die Herzwurmkrankheit wird durch Mücken übertragen

Stechmücken übertragen die Herzwurmkrankheit – besonders gefährdete Regionen sind in Europa Spanien, Südfrankreich, Kanarische Inseln sowie  die italienische Po-Ebene.

Die Herzwurmkrankheit – auch Dirofilariose genannt – ist eine vorwiegend in Mittelmeerländern vorkommende Wurmerkrankung, die zudem in den USA sowie vereinzelt in Ungarn und im Tessin beheimatet ist. Ganz besondere Gefährdung besteht auf den Kanarischen Inseln, in Spanien, Südfrankreich sowie in der Po-Ebene. Verursacht wird die Dirofilariose durch einen – oder mehrere – bis zu 30cm lang werdenden Wurm – den Dirofilaria immitis -, welcher sich im Herzen sowie überwiegend in den der Lunge angrenzenden großen Blutgefäßen ansiedelt. Überträger sind Steckmücken. Das Fatale an der Hundekrankheit ist, dass zwischen Infektion und den ersten Symptomen rund 6 Monate liegen, so dass man häufig gar nicht an die Ursache denkt.

Symptome und Krankheitsverlauf

Aufgrund der Besiedelung von Lunge und Herz kommt es zu Funktionsstörungen dieser Organe. Daraus entsteht das wohl am häufigsten vorkommende Symptom, der chronische Husten. Atemnot, Gewichtsabnahme sowie Blutarmut resultieren ebenso daraus. Mit all dem geht eine Leistungsschwäche einher. Aufgrund von Herzsuffizienz kann der befallene Hund bei körperlicher Anstrengung in Ohnmacht fallen. Wird durch die Herzschwäche ein Nieren- oder Leberversagen ausgelöst, so verläuft die Herzwurmkrankheit zumeist tödlich.

Behandlung und Therapie


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Röntgen kann über eine Herzwurmerkrankung Aufschluss geben

Das Röntgen von Herz und Lunge beim Hund kann über eine Herzwurmerkrankung Aufschluss geben.

Die Behandlung von befallenen Hunden gestaltet sich sehr umfangreich und teilweise auch schwierig. Zunächst einmal muss sich der Tiermediziner ein Gesamtbild des Patienten verschaffen.Das heißt Untersuchungen, Krankengeschichte, Röntgen sowie EKG sind indiziert. Anschließend müssen die erwachsenen Würmer abgetötet werden. Dazu wird der Hund – der einen entsprechend stabilen Zustand vorweisen muss – zwei Tage lang intramuskulär injiziert. Dies geschieht am besten stationär, denn eine sorgfältige Beobachtung ist vonnöten, da eine hohe Trombosegefahr besteht. Nach erfolgter Behandlung muss darauf geachtet werden, dass der Hund über einen längeren Zeitraum hinweg nur einen eingeschränkten Auslauf bekommt. Zum Schluss erhält der Hund dann Medikamente, die das Ausscheiden der Mikrofilarien – der kleinen Würmer – bewirken. Sollten letztendlich alle Würmer erfolgreich abgetötet worden sein und auch die entsprechenden Tests keinen Nachweis mehr erbringen, muss mit der weiteren Vorbeugung begonnen werden.

Vorbeugung (Impfschutz)

In unserem Land bedarf es aufgrund des mangelnden Vorkommens dieser Hundekrankheit keinerlei Vorbeugemaßnahmen. Sollten jedoch Hundebesitzer ihr Tier mit in den Urlaub nehmen wollen, wo endemische Zustände herrschen, so ist dringend eine Prophylaxe anzuraten. Diese besteht entweder darin, ein entsprechendes Halsband anzuziehen, welches mit einem Wirkstoff versehen ist, der die Stechmücken abhält, oder aber ein ähnlich wirkendes Shampoo zu verwenden. Wesentlich effektvoller jedoch ist die direkte Vorbeugung mittels eines Medikamentes, das auf die Haut aufgetragen wird oder welches in Form von Tabletten verabreicht werden kann, das dem Wurmbefall entgegenwirken soll. In der Regel hält dieser Schutz etwa einen Monat vor.