Tollwut bei Hunden


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Tollwut wird durch den Fuchs übertragen

Die Tollwut beim Hund wird fast ausschliesslich durch einen Biss vom Fuchs übertragen.
Die Inkubationszeit liegt bei 2-10 Wochen. Der Mensch kann sich über den Hund infizieren. Ausgelegte Fuchsköder, die den Tollwutimpfstoff enthalten, haben das Tollwut Risiko in unseren Breiten weitesgehend minimiert.

Die gefürchtete, aber bei uns nahezu bekämpfte Tollwut ist für alle Säugetiere – so auch für uns Menschen – eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Hierzulande wird das Tollwut-Virus – der Lyssavirus – auf den Hund fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Der Mensch wiederum infiziert sich über den Hund. Die Inkubationszeit kann 2-10 Wochen betragen, wobei gesagt werden kann, dass sich die Zeit verkürzt, je näher die Eintrittsstelle des Virus’ am Gehirn liegt. Der Verlauf selber dauert zwischen einem Tag und einer Woche und endet so gut wie immer mit dem Tod. Tollwut gehört zu den meldepflichtigen Seuchen und unterliegt der staatlichen Kontrolle. Bei tollwutkranken oder –verdächtigen Tieren ist eine Behandlung untersagt und die Tötung angeordnet. Dies kann auch gegen den Willen des Hundebesitzers geschehen. Das gilt nicht für nachweislich tollwutgeimpfte Tiere. Tollwutverdächtig ist übrigens bereits ein Tier, welches mit einem infizierten Tier in Berührung gekommen sein könnte. Tollwut ist weltweit verbreitet, auch wenn es in den letzten Jahren schon einige Länder gibt, die aufgrund von Vorsorgemaßnahmen nahezu tollwutfrei sind. Zu ihnen gehört auch Deutschland, das durch das Auslegen von so genannten Fuchsködern, die mit dem Tollwutimpfstoff versehen sind, große Erfolge erzielt hat.

Symptome und Krankheitsverlauf

Der Tollwut-Virus greift das zentrale Nervensystem an. Die Hundekrankheit beginnt nicht selten mit einer Wesensveränderung. Aggressivität sowie Lähmungserscheinungen sind weitere Symptome. Eine stets wachsende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen sowie Krämpfe und vielseitige Lähmungen sind weitere Hundekrankheitserscheinungen. Ausgelöst werden all diese Symptome durch eine akute Gehirnentzündung, da sich das Virus nach der Infektion über die Nervenfasern in die peripheren Nerven bis in das Rückenmark verteilt, bis es schließlich in das ZNS – das Zentrale Nervensystem – gelangt. Bei direktem Gelangen in die Blutbahn ist ein Erreichen des Endzieles – ZNS – schneller möglich. Generell kann man sagen, dass die Tollwut in drei Phasen abläuft: Zunächst einmal treten unspezifische Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit mit Durchfall und Erbrechen sowie evtl. Husten auf. Hierbei schließen die wenigsten Besitzer auf eine Tollwuterkrankung. Wesensänderung sowie die Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Wind schleichen sich allmählich ein. In der zweiten Phase beginnt das Akutstadium. Hierbei treten die bereits genannten Lähmungen und Muskelzuckungen sowie die Unruhen gepaart mit wechselnden Gemütszuständen auf. Wahrnehmung von Wasser ruft unnatürliche Reaktionen hervor. In der letzten Phase tritt eine fortschreitende Paralyse – eine Lähmung – auf. Der Hund fällt ins Koma und stirbt schließlich aufgrund der Atemlähmung.

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Behandlung und Therapie

Sobald das erste Symptom auftritt, kann man davon ausgehen, dass die Hundekrankheit tödlich endet. Eine Impfung sowie die Verabreichung eines Antiserums würden keinerlei Wirkung zeigen. Tollwut ist also nicht heilbar.

Vorbeugung (Impfschutz)


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Der Mehrjahresschutz gegen Tollwut sollte im Impfpass eingetragen werden

Heute gibt es für den Hund Mehrjahresimpfungen gegen Tollwut. Wichtig ist, dass der Tollwut-Impfschutz im Impfpass, dem EU-Heimtierausweis eingetragen wird, damit problemlose Reisen ins Ausland möglich sind.

Generell sollte man jeden Biss sorgfältig säubern und auswaschen. Eine Desinfektion ist ebenso ratsam. Impfte man lange Zeit jährlich gegen Tollwut, so hat eine Änderung der deutschen Tollwutverordnung nunmehr eine Drei- oder Vierjahresimpfung zugelassen. Diesen Tollwut Mehrjahresimpfstoff sollte der Tierarzt unbedingt in den EU-Heimtierpass eintragen, um einer – wie oben beschriebenen – unnötigen Tötung des Tieres im Verdachtsfall vorzubeugen. Wer seinen Hund mit ins Urlaubsland nehmen will, der muss auf jeden Fall eine Tollwutimpfung vorweisen.