Hundeblog

Hunderassen

Hunderassen – eine faszinierende Vielfalt treuer Vierbeiner

Der vom Wolf abstammende Haushund (Canis lupus familiaris) wird besonders im europäischen Raum als loyaler Gefährte des Menschen geschätzt. Die Zahl der durch Zähmung und Züchtung entstandenen Hunderassen wird auf weltweit 800 geschätzt. Bei den Haushunden geht man von ca. 100 unterschiedlichen Rassen aus. Hunderassen_Chihuahua_DoggeDie Bezeichnung Hunderasse sollte nur verwendet werden, wenn diese als Rasse offiziell anerkannt ist. Jede Hunderasse, die meist vom Zuchtverband festgelegt wird, besitzt unterschiedliche Wesenspezifika (z.B. Gutmütigkeit, Gelehrigkeit) und ein charakteristisches Aussehen. Wie präsent der Hund in unserem Kulturkreis ist, zeigen auch die Sprichworte „Hundeleben“ und der berühmte „innere Schweinehund“. Ein artgerechtes Zusammenleben mit einer bestimmten Hunderasse wird dadurch erleichtert, dass sie zur Individualität, den Rahmenbedingungen und Lebensgepflogenheiten des Besitzers passt.

Verschiedene Hunderassen – welche Wahl ist richtig?

Wenn sich auch die unterschiedlichen Hunderassen anhand biologischer Merkmale wie Größe, Fellfärbung und Kopfform sowie Gewicht beschreiben lassen, ist für den potentiellen Käufer in der Regel das Aussehen und Wesen des Hundes wichtig. Die Palette reicht vom größten Hund, dem Irish Wolfhound (FCI-Nr.160) mit einer Widerristhöhe von ca.96 Zentimeter bis zu einem Chihuahua (FCI-Nr.218) von 20 Zentimetern. Hunde wie z.B. der Jack Russel sind optisch sehr possierlich, aber ihr Naturell ist das eines Jagdhundes. Große Hunde wie z.B. der Dobermann oder die Bordeaux Dogge sollten nur von erfahrenen Hundebesitzern erworben zulegen möchte. Wichtig ist, vor dem Kauf eines Hundes zu wissen, zu welchem Zweck oder warum man sich einen Hund zulegen möchte. Für einen Wachhund oder einen Hund als Begleiter beim Joggen kommen andere Hunderassen in Frage, als wenn es ein Schoßhund sein soll. Wer sich mit den verschiedenen Hunderassen schwer tut, dem erleichtert die Durchsicht der verschiedenen FCI-Gruppen die Auswahl. (die Gruppen werden von dem FCI festgelegt, es gibt Jagdhunde, Gebrauchs- und Begleithunde, Kleinhunde) Ein heiterer, treuer Begleithund, der die menschliche Gesellschaft schätzt, ist der Dalmatiner. Aufgrund seiner Schnelligkeit und Schönheit besitzt Afghane (Afghanischer Windhund) den Ruf eines Luxushundes.

Die Züchtung verschiedener Hunderassen

Hunderassen entstehen mit einem bestimmten Züchtungsziel (Fähigkeiten, Wesensmerkmalen). Es werden Hunde mit bestimmter Größe und Körperform und Eigenschaften wie z.B. Wachsamkeit, Gelehrigkeit gepaart, damit die positiven Eigenschaften an die daraus entstehenden Welpen weitergegeben werden. Der Husky zählt zu den Hunderassen, die noch eine große Ursprünglichkeit besitzen. Die Hunderassen der Doggen wurden früher gezüchtet, um das Weidevieh vor Wölfen und Bären zu schützen. Heute sind die Züchtungsziele eher Kinder- und Familienfreundlichkeit und Wachsamkeit oder die spezifischen Fähigkeiten der Gebrauchshunde. Eine besondere Kategorie von Hunderassen sind die als gefährlich eingestuften Kampfhunde, die sogenannten „Listenhunde“ (z.B. Mastiff, Bullterrier, Rottweiler). Die Züchtung von Mischlingshunden (sogenannte „Promenadenmischungen“), aber besonders die der Hunderassen birgt das Risiko von genetischen Defekten, die sich auf die Gesundheit der Hunde auswirken können. Bei einem Hundekauf sollte man sich vorab gut über den Züchter informieren.

Jede Hunderasse besitzt ein unterschiedliches Naturell

Auch unterschiedliche Zuchtlinien können Hunde mit unterschiedlichen Wesensmerkalen hervorbringen. Ein Beispiel dafür ist der Schäferhund, eine Hunderasse mit großer Beliebtheit. Der Deutsche Schäferhund oder auch der Langhaarschäferhund sind in vielen Ländern bekannt. Weniger geläufig sind der Weiße Schäferhund (Ursprungsland Schweiz) und der graue Schäferhund. Manche Hunde müssen auch mit Klischees leben, wie der Einschätzung, dass alle Kleinhund-Rassen nervös, aufgedreht und „Kläffer“ sind. Wer diese Eigenschaften nicht schätzt, aber nur einen kleinen Hund halten möchte oder kann, für den können Mops, Japanspitz oder Malteser geeignet sein. Wer für sein Leben gerne joggt oder läuft, für den ist der bewegungsfreudige Labrador ein idealer Begleiter.

Neue „Hunderassen“ für moderne Anforderungen

Der Goldendoodle, mit Anteilen von Golden Retriever und Pudel, gilt als neue „Hunderasse“. Diese Züchtung wurde noch nicht als eigenständige Rasse anerkannt. Mit dem Goldendoodle können sich auch Allergiker und Asthmatiker den Traum vom eigenen Hund erfüllen. Der Pudel steuert dabei eine Haarstruktur bei, die nicht oder kaum allergieauslösend wirkt. Mit dem beigen oder goldbraunen lockigen Fell sind diese Hunde das, was man als „knuffig“ empfindet. Bei der neuen Variante des „Elo“ (auch Eloschabora), deren Hundeeltern Bobtail und Eurasier sind, stand die Kinderfreundlichkeit im Vordergrund. Es verschwinden auch Hunderassen wieder, wie z.B. der Bullenbeißer des alten Roms. Die Entscheidung für einen Hund sollte sorgfältig geschehen und sich nicht nach Modeerscheinung (z.B. beliebte Film- und Werbehunde) richten.

Die FCI – ein internationaler kynologischer Dachverband für Hunderassen

Der FCI wurde im Jahr 1912 in Belgien gegründet und hat sich die Systematisierung von Hunderassen, die Unterteilung in Gruppen und Sektionen, zur Aufgabe gemacht. Unter Kynologie versteht man die Lehre von den Hunderassen, der Zucht, der Haltung sowie den Krankheitsanfälligkeiten. Die FCI legt die rassenspezifischen Merkmale, die Ähnlichkeiten in den äußeren Merkmalen, wie z.B. Körpergewicht, Widerristhöhe, Fellvarianten) fest. Da nicht bei allen Hunderassen Klarheit über deren Abstammung besteht, ist die FCI-Systematik im Bereich Hund vor allem von organisatorischem Nutzen. Die Widerristhöhe, ein charakteristisches Rassemerkmal, ist bei gesenktem Kopf des Hundes der höchste Punkt und eine Standard-Messstelle.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Gesponserte Links