Rating: 4.3. From 6 votes.
Please wait...

Der Alaskan Malamute – Der State Dog Alaskas

Ein Hund mit ausgeprägtem Bewegungsdrang – der Alaskan Malamute ist kein Stadthund


Anzeige
Bereits seit 2000 Jahren zieht der Alaskan Malamute Lasten und Schlitten in der Arktis

Wird gelegentlich mit dem Siberian Husky verwechselt: Der Alaskan Malamute hat im Gegensatz zum Husky keine blauen Augen.

Der aus den Vereinigten Staaten stammende Alaskan Malamute ist offizieller „State Dog“ Alaskas. Gezüchtet wird er in erster Linie zum Ziehen schwerer Lasten, und so wundert es auch nicht, dass dieser Rassehund als einer der stärksten und größten aller Schlittenhunde gilt. Als weiteres Superlativ steht dem Alaskan Malamute das Prädikat zu, „einer der ältesten arktischen Hunderassen“ zu sein. Gelegentlich wird er mit dem Siberian Husky verwechselt, allerdings unterscheidet ihn die Tatsache, dass er keine blauen Augen besitzt.

Geschichte und Herkunft

    Steckbrief Alaskan Malamute

  • Ursprungsland: Vereinigte Staaten von Amerika
  • Standardnummer: 243
  • Widerristhöhe: Rüden: ca. 63,5 cm, Hündinnen: ca. 58,5 cm
  • Gewicht: 34 bis 38 kg
  • Verwendung: Schlittenhund
  • FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion 1: Nordische Schlittenhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Seinen Namen hat der Alaskan Malamute in Anlehnung an den Inuit-Stamm der Malmemut erhalten. Dabei handelt es sich hier nicht nur um die älteste arktische Hunderasse sondern auch – zumindest bis ins 19. Jahrhundert – um die einzigste Hunderasse der nördlichen Arktis. Bereits seit über 2000 Jahre wird dieser Hund zum Ziehen von Schlitten in der Arktis genutzt, um den Menschen beim Transport seiner Güter zu unterstützen. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wurde der Alaskan Malamute durch den Schlittenhundesport bekannt. Wegen der Kreuzung mit anderen Hunderassen stand er einst kurz davor, bald nicht mehr zu existieren. Zum Glück jedoch begann man 1926 wieder mit der Reinzucht.

VDH Info zur Rasse des Alaskan Malamute

Erscheinungsbild

Der Alaskan Malamute hat die FCI-Standardnummer 243, wobei er zur Gruppe der Spitze und Hunde vom Urtyp (Gruppe 5) sowie der Sektion 1 (Nordische Schlittenhunde) gehört. Bei einer Widerristhöhe von 58 bis etwa 64 cm – andere Quellen sprechen gar von bis zu 71 cm – gehört der Alaskan Malamute auf jeden Fall zu den eher großen Hunden. Gewichtsmäßig liegt er zwischen 34 und 38 kg, große Exemplare gar bei bis zu 56 kg. Dabei ist seine Lebenserwartung bei 12 bis 14 Jahren anzusetzen. Das Fell des Alaskan Malamutes ist aufgrund seiner ursprünglichen Heimat sowie seiner eigentlichen Aufgabe extrem wetterfest. Das rührt zum einen von dem relativ kurzen, jedoch dafür dichten Deckhaar sowie vom weichen, fettigen, 3 bis 5 cm langen Unterfell. Dabei sind verschiedene Farbvarianten zu finden: Schwarz mit weißen Abzeichen, braun, wolfsgrau, rot sowie seltener weiß. Der Kopf dieses Hundes ist recht breit, wobei er eine massive Schnauze und mandelförmige, leicht schräg gestellte, braune Augen und relativ kleine, dreieckige Ohren hat.

Wesen/Charakter des Alaskan Malamute


Anzeige
Alaskan Malamutes sollten im Rudel gehalten werden.

Das Rudel geht über alles: Ähnlich wie Huskys sollten auch die geselligen Alaskan Malamutes entweder im Rudel gehalten werden, oder zumindest Anschluß an eine Familie als „Rudelersatz“ haben.

Vom Wesen her ist der Alaskan Malamute ein sehr ausgeglichener, freundlicher sowie verspielter Hund, der viel Zuwendung braucht. Wobei dieser intelligente Hund keineswegs ängstlich, dafür jedoch sehr selbstbewusst und zumeist sogar ein wenig eigensinnig und dominant ist. Typisch ist sein enormer Bewegungsdrang. Das impliziert allerdings, dass er sehr viel Auslauf benötigt, was ihn somit keinesfalls für die Stadthaltung eignen lässt. Dieser sehr gesellige, freiheitsliebende sowie arbeitsfreudige Hund kann gut mit weiteren Artgenossen gehalten werden. Besser noch: Man kommt ihm und seiner Mentalität entgegen, indem man ihn nicht alleine hält. Wenn man einen Hund kaufen möchte, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man nicht gleich ein Brüderchen oder Schwesterchen mitanschafft. Der Alaskan Malamute besitzt ein ausgeprägtes Rudelverhalten. Selbst Fremden gegenüber zeigt er sich weniger misstrauisch. Das macht ihn als Wachhund ungeeignet. Im Ernstfall verteidigt er seinen Besitzer allerdings recht furchtlos. Der sehr selbstbewusste, teils sture Charakter des Alaskan Malamutes verlangt nach einer besonders konsequenten Hundeerziehung. Anders als der Husky wurde der Alaskan Malamute nicht auf Geschwindigkeit sondern auf das Ziehen schwerer Lasten hin gezüchtet. Um diesem natürlichen Bewegungsdrang gerecht zu werden, sollte man ihm hin und wieder eine derartige Aufgabe zukommen lassen.

Auslauf/Pflege

Wie bereits erwähnt, ist der Alaskan Malamute ein sehr bewegungsfreudiger Hund, der viel Platz benötigt. Deshalb sollte man ihm mindestens zweimal täglich einen größeren Auslauf gewähren. Körperliche Arbeit, wie das Ziehen von Lasten, unterstützt die artgerechte Haltung des Tieres. Eine Stadtwohnung ist keinesfalls der geeignete Ort, um einen Alaskan Malamute zu halten. Was die Fellpflege anbelangt, so reicht ein regelmäßiges Bürsten. Klar ist, dass ein Alskan Malamute, der auch für Schlittenhunderennen eingesetzt wird, einen stärkeren Bedarf an Kohlehydrate haltigem Hundefutter hat, als andere Hunderassen, was gerade auch zu berücksichtige ist, wenn man Barfen möchte, da in Rohfutter alleine oft zuwenig Kohlehydrate enthalten sind.

Alaskan Malamute in Not

Man wird es bei diesen wunderbaren Hunden nicht für möglich halten, aber gelegentlich gerät auch ein Malamute  in Not. Ursache ist oft eine nicht artgerechte Haltung der ( ähnlich wie Huskies ) sehr stark rudelbezogenen Hunde. Wird ein Alaskan Malamute alleine gehalten und muss länger als ein paar Stunden ohne seinen Rudelführer auskommen, kann es schon mal passieren, dass die Wohnungseinrichtung zerlegt wird. Leider berücksichtigen diesen Umstand manche Hundehalter nicht und die Konsequenz ist, dass der Hund im Tierheim landet. Bevor man einen Alaskan Malamute Hundezüchter aufsucht, kann es Sinn machen, einige Tierheime oder Pflegestellen zu besuchen. Vielleicht freundet man sich auch mit einem Welpen in Not an, in der Regel werden das jedoch eher Mischlingswelpen, als reinrassige Welpen sein.

Rating: 4.3. From 6 votes.
Please wait...