Der Australian Kelpie – ein Hütehund mit Temperament

Australian Kelpies wollen viel beschäftigt werden – idealerweise mit Agility


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Austarlian Kelpies brauchen viel BeschäftigungDer Australian Kelpie, auch kurz Kelpie oder Barb genannt, hat seinen Ursprung in Australien, wo er auch heute noch zur Arbeit bei größeren Schafherden eingesetzt wird. Außerhalb dieses Kontinents ist die Rasse noch weitgehend unbekannt. Den Namen „Kelpie“ erhielt er von der Hündin, die 1872 einen Hütehundwettbewerb gewann. Außerhalb seiner Heimat ist der Australian Kelpie praktisch unbekannt. In Australien jedoch ist er weit verbreitet.

Geschichte und Herkunft

    Steckbrief Australian Kelpie

  • Ursprungsland: Australien
  • Standardnummer: 293
  • Widerristhöhe: Rüden: 46-51 cm, Hündinnen: 43-48 cm
  • Gewicht: 11 bis 20 kg
  • Verwendung: Hütehund
  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)

Seinen Ursprung hat der Australian Kelpie wahrscheinlich in den black-and-tan-farbigen Collies, die um das Jahr 1870 von einer Einwandererfamilie namens Rutherford von England nach Australien gebracht wurden. Wegen ihrer guten Arbeit fanden sie hohen Anklang bei den dortigen Farmern, und man begann sie mit anderen – meist englischen – Hütehunden zu kreuzen. Zwar wird häufig behauptet, Verpaarungen mit Dingos seien ebenfalls an der Entwicklung der Australian Kelpie beteiligt, was jedoch nach neuesten Kenntnissen so gut wie ausgeschlossen ist. 1873 gewann eine Hündin namens Kelpie einen Hütehundwettbewerb, womit die Namensgebung der Rasse ihren Geburtszeitpunkt hatte. In früheren Zeiten teilte man die Hunde in zwei Rubriken: In die schwarzen, die man Barb nannte, sowie die andersfarbigen Kelpies. Heute trifft man diese Unterscheidung nicht mehr, die Farmer in Australien jedoch nennen ihre schwarzen Kelpies weiterhin Barbs. Mittlerweile verrichten zwischen 70.000 und 80.000 Kelpies bei den unbeschreiblich großen australischen Schafherden unter teils schwersten Bedingungen ihre Arbeit.

Kelpie: Australian und Working Kelpie

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Erscheinungsbild

Die Rasse der Australian Kelpies ist eine vom FCI anerkannte Hunderasse mit der Standardnummer 293. Dabei wird sie der Gruppe 1 – Hüte- und Treibhunde – sowie der Sektion 1 – Schäferhunde – zugeordnet. Die Rüden dieses in Australien beheimateten mittelgroßen Schäferhundes erreichen eine Widerristhöhe vom maximal 51 cm; die Höhe der Hündinnen liegt zwischen 43 und 48 cm. Dabei bringen sie eine Gewicht von 11 bis 20 kg auf die Waage. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. Das Haar des Kelpies ist absolut wasserdicht, kurz und kann mit oder ohne kurzer sowie dichter Unterwolle sein. Dabei schützt es nicht nur gegen Nässe, sondern auch gegen extreme Kälte und Wärme. Die Färbung des Haarkleides kann unterschiedlich sein: Schwarz, Schwarz-Tan, unterschiedliche Blauschattierungen, Rot, Rot-Tan, Falb, Falb-Tan oder Crème. Dabei können verschiedene Abzeichen vorkommen. In der Mehrzahl jedoch ist der Kelpies unifarben. Australian Kelpies sind muskulöse Hunde mit einem fuchsähnlichen Kopf, einem klar gezeichneten Fang, mandelförmigen Augen sowie einer leicht bogenförmigen, nach unten hängenden Rute mit Bürste. Die leicht gebogenen Fesseln sowie die Pfoten mit breiten und robusten Ballen sind auf seine große Lauffreudigkeit beim Arbeiten hin ausgerichtet.

Wesen/Charakter des Australian Kelpie


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Der Australian Kelpie liebt Hundesportarten wie Agility Bei dieser Rasse handelt es sich um einen sehr agilen, aufmerksamen sowie intelligenten, selbstsicheren, temperamentvollen, ausdauernden und furchtlosen Hund, der einen ausgeprägten Hüte-Instinkt besitzt und sehr bellfreudig ist. Will man ihn in der Familie halten, so muss unbedingt Sorge getragen werden, dass er ausreichend Beschäftigung bekommt – am besten wäre Hundesport wie Agility. Erhält er nicht genügend Beschäftigung, so verkümmert er und es kann zu schweren Störungen kommen. Fremden begegnet der Australian Kelpie in der Regel zunächst mit einem gewissen Misstrauen. Der eigenen Familie gegenüber ist er anhänglich, treu und folgsam. Er mag Kinder und ist sehr menschenbezogen. Zwar ist er wachsam, kann jedoch nicht als reiner Schutzhund angesehen werden. In der Regel verträgt er sich sehr gut mit anderen Hunden. Was seine Erziehung anbelangt, so bedarf er einer konsequenten Ausbildung, die er in der Regel in Hundeschulen sowie von erfahrenen Hundebesitzern erhält.
Aufgrund seiner Herkunft und seiner Bestimmung bevorzugt es der Australian Kelpie unter freiem Himmel zu schlafen. Man kann ihn keineswegs zum „Schoß- und Sofahund“ umerziehen. Zwingerhaltung ist bei diesem freiheitsliebenden Tier ebenso wenig angebracht.

Auslauf/Pflege

Hunde dieser Rasse benötigen enorm viel Auslauf, daher sollten sie neben einer sinnvollen Beschäftigung auch ausgiebige Spaziergänge angeboten bekommen. Sie gehören keinesfalls in eine Stadtwohnung, vielmehr sollte ihnen ein Garten mit freiem Auslauf zur Verfügung stehen. Er sollte keinesfalls eingesperrt werden. Was die Fellpflege anbelangt, so reicht regelmäßiges Bürsten vollkommen aus, um Dreck und Staub aus seinem Haarkleid zu entfernen. Gerade weil diese Rasse viel im Freien ist, sind regelmäßige Wurmkuren sowie Parasitenbehandlungen unumgänglich. Auch sollten die Ballen sowie die Gliedmaßen regelmäßig untersucht und gepflegt werden, da sie aufgrund der vielen Bewegung ganz besonders in Anspruch genommen werden.

Sonstiges

Der Australian Kelpie kann mehr als 60 Kilometer pro Tag bei der Arbeit zurücklegen. Das geschieht, indem er die Tiere ständig umkreist und dahin führt, wohin er will oder soll. Dabei ist es nicht selten notwendig, dass er die Schafe überholen muss, was er geschickt dadurch bewerkstelligt, dass er einfach auf dem Rücken der Tiere läuft.