Bayerischer Gebirgsschweißhund – Ein ausdauernder Gebirgsjäger

Die „Bracke“ zeichnet sich durch eine feine Nase und einen großen Bewegungsdrang aus


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Der Bayerische Gebirgsschweißhund hat Hängeohren und einen stabilen Körpoerbau.

Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist bei den Jägern in Bayern und Tschechien besonders beliebt. Auch als Familienhund ist er gut geeignet.

Der Bayerische Gebirgsschweißhund – auch als Bavarian Mountain Dog bekannt – ist ein engagierter Jagdhund, der für den Einsatz in den Bergen gezüchtet wurde und im Prinzip auch dort hingehört. Er zählt zu den Laufhunden und wird beinahe ausschließlich von Jägern oder Förstern hierzulande sowie in der Slowakischen Republik und Tschechien geführt. Auch als Familienhund findet er Verwendung. Schon die Germanen entwickelten eine Methode, um die Blutspur des verletzten Wildes nicht zu verlieren, indem sie Laufhunde mit schwerem Knochenbau und feiner Nase züchteten.Zudem besaßen diese Hunde Hängeohren und einen breiten Fang, waren ruhig, mittelgroß und arbeitseifrig. Diese Hunde gelten als „Urtypen“ der heutigen Schweißhunde und wurden bzw. werden immer noch als „Bracken“ bezeichnet.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Bayerischer Gebirgsschweißhund

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 217
  • Widerristhöhe: Rüden 47-52 cm, Hündinnen 44 – 48 cm
  • Gewicht: 25 bis 35 kg
  • Verwendung: Schweißhund
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Sektion 2: Schweißhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Ende des 19. Jahrhunderts kreuzte man den Hannoverschen Schweißhund mit Bracken aus den Tiroler und bayerischen Alpen, weil man in den Gebirgen wendigere Hunde haben wollte. Heraus kam ein guter Jagdhund, der zudem ein idealer Familienhund war. 1912 gründete man den Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde mit Sitz in München. Kurz darauf war diese Hunderasse in Österreich aber auch in Ungarn sehr begehrt. In Frankreich hingegen wurde der Bayerische Gebirgsschweißhund erst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Lothringen und im Elsass bekannt. Der Bayerische Gebirgsschweißhund wird als Jagdgebrauchshund gezüchtet und vom Zuchtverband Deutschland bzw. einem Bayerischer Gebirgsschweißhund Hundezüchter lediglich an Jäger weitergegeben, die als Schweißhundeführer agieren.

Die Schweißarbeit: und Einarbeitung mit dem Fährtenschuh

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Erscheinungsbild

Er trägt die FCI-Standardnummer 217. Dabei gehört er der Gruppe 6, Lauf-, Schweißhunden und verwandte Hunderassen, an. Ferner zählt der Bayerische Gebirgsschweißhund zur Sektion 2 – Schweißhunde. Ursprungsland ist Deutschland. Der bis zu 12 Jahre alt werdende Hund hat eine Widerristhöhe von 45 bis 52 cm sowie ein Gewicht von 25 bis 35 kg. Das Fell dieser Hunderasse ist dicht, glatt anliegend und mäßig rau. Er ist in den Farben Rehbraun, verschiedene Rotvarianten, Fahlgelb sowie schwarz- und rotgestromt zugelassen. Hin und wieder hat der Bayerische Gebirgsschweißhund einen dunkleren Rücken sowie dunklere Ohren. In den seltensten Fällen ist er komplett dunkel gefärbt. Als typischer Bayerischer Gebirgsschweißhund gilt jedoch der rotbraune Hund mit schwarzer Maske. Vom Körperbau her kann man ihn als mittelgroß sowie gut bemuskelt mit langgestrecktem Leib und kräftigen Läufen bezeichnen. Der Schädel ist relativ breit und flach gewölbt. Er hat Hängeohren. Die mittellange Rute trägt der Bayerische Gebirgsschweißhund abwärts oder aber waagerecht.

Wesen/Charakter des Bayerischen Gebirgsschweißhund


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Der Bayerische Gebirgsschweißhund fühlt sich insbesondere im Gebirge wohl.

Der Bayerische Gebirgsschweißhund arbeitet sehr selbstständig bei der Jagd auf Reh- und Rotwild. Eine gute fachmännische Ausbildung ist jedoch Vorraussetzung für ein eingespieltes Team von Jäger und Bracke.

Diese Hunderasse entwickelt eine sehr enge Beziehung zu ihrem Menschen und ist sehr umgänglich im Zusammenleben wie auch in der Zusammenarbeit. Da der Bayerische Gebirgsschweißhund als Jagdhund ausgebildet wird, bedarf er einer entsprechenden, fachmännischen Hundeerziehung. Er benötigt genügend Platz zum Laufen und Spielen. Dabei kann er sowohl in einem großen Garten als auch in einem – artgerechten – Zwinger gehalten werden. Als reiner Begleithund ist er keinesfalls zu halten.

Dieser Hund ist sehr wendig, ausdauernd, schneidig und eifrig und bedarf unbedingt der entsprechenden Arbeit als Jagdhund, was man bedenken sollte, wenn man einen Hund kaufen will.  Dabei ist es seine Aufgabe, so schnell wie möglich die Blutspur des angeschossenen Wildes aufzunehmen. Dabei muss er stets an einer entsprechenden Schweißleine geführt werden. Jäger und Hund sind bei der Jagd ein eingespieltes Team, obwohl der Hund sehr selbstständig arbeitet. In erster Linie wird der Bayerische Gebirgsschweißhund bei der Jagd im Gebirge auf Gämsen, Rot- und Rehwild eingesetzt. Am wohlsten fühlt er sich dort, wo er ursprünglich herkommt – im Gebirge – denn hier stimmen Klima und Voraussetzungen für ihn.

Auslauf/Pflege

Das Fell des Bayerischen Gebirgsschweißhundes benötigt keine besondere Pflege. Ab und zu sollte man es bürsten, um die losen Haare aus dem Fellkleid zu entfernen. Zudem kann man damit besser auf den Parasitenbefall reagieren, welcher leicht vorhanden ist, da diese Hunderasse aufgrund ihrer Jagdtätigkeit viel durch Gestrüpp geht. Auch sollte er täglich auf Zeckenbefall untersucht werden. Ferner benötigt der Bayerische Gebirgsschweißhund genügend Auslauf, er ist also keineswegs ein Stadthund. Er muss gefordert werden, was am besten artgerecht bei der Jagd geschieht. Dabei wird der Hund an der langen Leine geführt. Während der Jagdzeit sollte er fettreiches Hundefutter zugefüttert bekommen, um die nötige Kalorienzufuhr zu gewährleisten.

Hunde in Not

Manchmal kann es vorkommen, dass ein Jäger oder Schweisshundführer seine Tätigkeit aufgibt  oder in der Stadt tätig wird. So passiert es, dass auch diese Hunde in Not kommen können und im Tierheim abgegeben werden. Wahrscheinlicher ist es aber, dass Bracken Welpen in Not geraten und sehnsüchtig auf ein neues Zuhause in einer Auffangstation warten.