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Bernhardiner

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Der Bernhardiner  – ein anhänglicher Hunderiese mit Retter-Image

Allgemeines über den Bernhardiner

Immer noch weckt der Anblick eines Bernhardiners (offiziell St. Bernhardshund) bei vielen die Assoziation mit einem Lawinenhund in den Schweizer Alpen. Doch längst ist der Bernhardiner mit seiner imposanten Statur mehr Begleit- und Familienhund, als Rettungshund.Hunderasse_Bernhardiner1 Der aufgrund seiner Massigkeit manchmal etwas tollpatschig wirkende Hunderiese ist ein intelligenter, wachsamer und anhänglicher Begleiter. Neue Anhänger fand die Großhunderasse des Bernhardiners auch durch den Familienfilm „ein Hund namens Beethoven“. Der Bernhardiner besitzt die FCI-Standard-Nr. 61 und gehört zur Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen; Sektion 2 Molossoide). Der Bernhardiner, mit seinen etwas traurig wirkenden Augen, ist ein besonderes Exemplar von Hund und sollte eher von einem erfahrenen Hundehalter gewählt werden. Von klein auf an Kinder gewöhnt, ist der Bernhardiner mit seiner Kombination aus Spielfreude und Verantwortungsbewußtsein ein idealer Sparringspartner.

Geschichte und Herkunft des Bernhardiner

Barry – der berühmteste Bernhardiner als Lebensretter – Das Heimatland des Bernhardiners ist die Schweiz. Wenn man es dem Bernhardiner auch nicht mehr anmerkt, er ist ein Nachkomme der römischen Molosser (Kampfhunde), die vor ca. zweitausend Jahren mit den Truppen Cäsars in die Alpenregion kamen. Die Mönche des Hospizes auf dem Großen St. Bernhard haben im 17.Jahrhundert mit der Zucht des „ursprünglichen“ Bernhardiners begonnen. Sie haben haben die guten Eigenschaften durch Kreuzung verstärkt und die Ergebnisse waren kleinere und leichtere Exemplare, die als Lawinen- und Bergführerhunde sowie zur Rettung von Alpenbesuchern eingesetzt wurden. Der Bernhardiner wurde auch überall in der Schweiz als Hirten- und Bauernhund eingesetzt.

Vom Rettungshund zum kinderlieben Familienhund – Im Jahr 1850 bewirkte der Schweizer Heinrich Schumacher mit seiner Zucht, dass die Bernhardiner als eigene Hunderasse Anerkennung fanden und auch offiziell Bernhardiner genannt wurden. Um die Gefahren der Inzucht zu umgehen, wurden Neufundländer und Mastiff eingekreuzt. Dies hatte jedoch zur Folge, dass die Bernhardiner wesentlich massiger wurden und nicht mehr als Rettungshunde im Schnee einsetzbar waren. Auch die Lebenserwartung senkte sich dadurch auf 10 bis 11 Jahre. Der aktuelle Züchtungstrend hat wieder leichtere, agilere Bernhardiner mit geschlossenen Lefzen zum Ziel. Bis dahin können wir die schwergewichtigen Großhunde mit ihrem würdevollen Gang und meist freundlichem Naturell bestaunen.

Erscheinungsbild

Beim Bernhardiner besteht auch für den Laien kein Zweifel, dass es sich um einen Großhund handelt. Die Schulterhöhe beträgt beim Rüden zwischen 70 und 90 Zentimeter, bei der Hündin zwischen 65 und 80 Zentimeter. Der Bernhardiner kann ein Gewicht von 80 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Es gibt den liebenswerten Riesen in der Lang- und in der Kurzhaar-Version, mit glattem oder leichtgewelltem Haar mittlerer Länge. Die Fellfarbe ist meist weiß und rotbraun oder weiß und braungelb. Mit seinem massigen Kopf auf einem stabilen Hals und dem kräftiger Körper ist der Bernhardiner eine imposante Hunderasse.

Wesen/Charakter des Bernhardiner

Gute Führung – Voraussetzung für einen Großhund – Der Bernhardiner ist in der Regel ein freundlicher, anhänglicher und sehr kinderlieber Hund. Aber nicht alle Vertreter dieser Hunderasse werden der ihnen zugeordneten Gutmütigkeit gerecht. Wichtig ist, dass der Bernhardiner früh lernt, sich unterzuordnen. Eine konsequente Erziehung sollte bereits bei den kuscheligen Welpen beginnen. Der Bernhardiner ist mit seinem Revierinstinkt ein guter Wachhund. Der Bernhardiner hat einen ausgeprägten Bezug zum Menschen und einen großen Beschützerinstinkt. Er ist anhänglich, kann sich aber auch energisch verhalten und einen erstaunlichen Eigensinn an den Tag legen.

Ein kinderlieber Hunderiese mit Beschützerinstinkt – Wer den Bernhardiner im mit Kindern beobachtet hat, wird bestätigen, dass der Bernhardiner zu den kinderliebsten Hunderassen zählt. Der Bernhardiner besitzt eine große Ausdauer und verhält sich sehr zuverlässig. Hunderasse_Bernhardiner2Er ist alles andere als ein „großes Hundebaby“ und manchmal schimmern die Eigenschaften seiner Vorfahren, der Hirten- und Bauernhunde durch. Der Bernhardiner ist ein Rudeltier und braucht Familienanschluss. Er zeigt sich umgänglich mit Artgenossen und anderen Hunden.

Auslauf/Pflege

Für einen so großen Hund ist das Laufbedürfnis moderat. Aber der Bernhardiner braucht regelmäßige Bewegung und liebt längere Spaziergänge, besonders im Schnee. Eine Stadtwohnung ist für einen Bernhardiner kein geeignetes Domizil. Auch das Treppensteigen ist nichts für seine Gelenke. Der Bernhardiner braucht Bewegungsspielraum im Grünen. Gerne bewacht er Haus und Garten. Eine größere Hundehütte im eingezäunten Garten ist ein gutes Ausweichquartier bei Wohnungshaltung, besonders wenn der Bernhardiner mit zunehmendem Alter nicht mehr ganz stubenrein bleibt. Eine konsequente Führung verhindert, dass der kräftige Bernhardiner „mit seinem Besitzer an der Leine“ spazieren geht.

Nicht ganz preiswert – die Verpflegung des Bernhardiners – Es ist ausreichend, einmal in der Woche das Fell des Bernhardiners zu bürsten. Dabei sollte es nach Flöhen und Zecken abgesucht werden. Aufwändiger ist das Befüllen des Freßnapfes, was einiges an Folgekosten mit sich bringt. Auch eine regelmäßige Impfung (z.B. gegen Staupe, Tollwut) sowie eine Kontrolle der Zahnsteinbildung ist anzuraten. Die Gutmütigkeit des Hundes erleichtert die Pflege. Der Bernhardiner ist ein liebenswertes Kraftpaket, das seine Besitzer oft mit einer unerwarteten Sensibilität überrascht.

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