Der Bolonka Zwetna – das „bunte Schoßhündchen“

Bolonka Zwetnas sind treu, anhänglich und verschmust


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Der Bolonka Zwetna ist sehr anhänglich und verschmust.

Der Bolonka als solcher lässt sich in drei Typen einteilen: In den weißen Bolonka Franzuska (den französischen Bichon) , in den farbigen Bolonka Zwetna sowie in den jüngeren Deutschen Bolonka, welcher seit 2003 als Reinzucht existiert. Kurze Beine, treuer Blick, wuscheliges Fell, so lässt sich der Bolonka Zwetna mit wenigen Worten beschreiben. Der kleine, eher ruhige Hund – auch unter der Schreibweise „Tsvetnaya Bolonka“ zu finden – stammt aus Russland, wo er die Bezeichnung Zwetnaja Bolonka trägt, was übersetzt so viel wie „buntes Schoßhündchen“ bedeutet. Auch hierzulande wird er dem Typ Bichon, aus dem Französischen kommend für „Schoßhund“, zugeordnet. Seine Haltung ist recht einfach, da er nur wenig Platz benötigt, dafür aber umso mehr Liebe und Aufmerksamkeit.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Bolonka Zwetna

  • Ursprungsland: Russland
  • Standardnummer: 999
  • Widerristhöhe: 24 bis 26 cm
  • Gewicht: 3 – 4 Kg
  • Verwendung: Gesellschaftshund
  • FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde, Rasse ist nicht FCI anerkannt Vom VDH national anerkannte Rasse

Sowohl der Bolonka Franzuska als auch der Bolonka Zwetna stammen aus Russland und wurden zunächst nur dort sowie anschließend in der ehemaligen Sowjetunion gehalten. Dennoch vermutet man, dass ihr Ursprung im Europa des frühen 18. Jahrhunderts zu suchen ist. Damals nämlich waren kleine weiße, malteserartige Schoßhunde am französischen Königshof anzutreffen. Diese wiederum wurden als kostbares Geschenk sowohl an den russischen Zaren als auch an den russischen Adel übergeben, wo sie weitergezüchtet wurden und eine kleine Hunderasse entstand, die dem heute existierenden Bichon à poil frisé sehr ähnelte, allerdings viel kleiner war. Somit war der Bolonka Franzuska geboren. Während man früher in Russland lediglich Arbeitshunde züchtete, begann man nach dem Ende des 2. Weltkrieges das Interesse auch auf kleine Begleithunde zu fokussieren. Allerdings hieß es die damalige Sowjetherrschaft nicht für gut, Hunde aus anderen, nicht befreundeten Ländern einzuführen, sodass man in der Region um Moskau und St. Petersburg die bereits bestehende Rasse des Bolonka Franzuska mit unterschiedlichen Kleinhunden wie dem Shih-Tzu, dem Lhasa-Apsos, dem Pekingesen und zahlreichen anderen kreuzte. Ergebnis war der farbige Bolonka Zwetna.Erst in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kamen die ersten Bolonkas in die ehemalige DDR, wo man auch gleich begann, sie zunächst heimlich zu züchten. Kurz nach der Wiedervereinigung, also 1990, wurden alle ehemaligen DDR Hundezüchter des VKSK vom deutschen FCI-Dachverband übernommen, und ab diesem Zeitpunkt gab es auch Bolonkas mit offiziellen Papieren. Während der russische FCI-Dachverband 1997 die Rasse anerkannte, erkennt der größte internationale kynologische Dachverband, der FCI, diese Hunderasse nicht an. Seit 2011 jedoch findet der Bolonka Zwetna hierzulande wenigstens vom VDH als internationale Rasse Anerkennung, und die deutschen Hundezüchter organisierten sich im Verband deutscher Kleinhundezüchter.

Erscheinungsbild

Der FCI hat den Bolonka Zwetna bislang nicht als eigene Hunderasse anerkannt. Der russische RKF jedoch sprach seine Anerkennung aus, gab ihm die Standardnummer 999 und teilt den Bolonka Zwetna in die -Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde – ein. Der kleine, etwas langgestreckte, kräftige „Schoßhund“ hat eine Widerristhöhe von 24 bis 26 cm. Sein Fell ist üppig, dicht, lang, gut gewellt mit meist großen Locken und seidig glänzend mit Unterwolle. Die Farbe des Haarkleides ist unterschiedlich, wobei Reinweiß nicht erwünscht ist. Seine Lebenserwartung liegt bei 9 bis 15 Jahren. Der Bolonka Zwetna hat einen verhältnismäßig mittelgroßen Kopf mit hoch angesetzten, glatt oder mit leichter Falte hängenden Ohren, deren Spitzen dicht am Kopf liegen. Ferner sind mittelgroße, runde, dunkle Augen sowie eine hoch angesetzte, sich ringelnde Rute, welche seitlich oder auf dem Rücken getragen wird, typisch für diese Rasse.

Wesen/Charakter des Bolonka Zwetna


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Der Bolonka Zwetna ist auch für die Haltung in der Stadtwohnung geeignet.

Die Haltung des Bolonka Zwetna ist nicht kompliziert. Der kleine, mäßig aktive, gutmütige sowie ausgeglichene und freundliche Hund braucht vor allem viel Liebe und Aufmerksamkeit von seinen Besitzern, um glücklich zu sein. Hat er die, kann er auch problemlos in der Familie, sowie in der Wohnung gehalten werden. Was der Bolonka Zwetna gar nicht mag, ist allein zu sein. Aufgrund seiner geringen Größe jedoch, kann man ihn durchaus auch beinahe überall mit hinnehmen. Wer ihn dennoch hin und wieder ein paar Stunden alleine lassen möchte, muss dies mit ihm zuvor ausgiebig trainieren.Trotz seines ausgeglichenen Wesens benötigt auch er im Kontakt zu seinem Menschen regelmäßige Spaziergänge sowie Kuschel- und Spieleinheiten. Fremden gegenüber sind die Bolonka Zwetnas freundlich jedoch eher zurückhaltend. Seiner Familie jedoch ist er stets ein anhänglicher, treuer und verschmuster Hund, der sogar versucht, diese zu bewachen. Unbedingt sollte er mit Artgenossen in Kontakt kommen dürfen. So lässt er sich auch aufgrund seines geselligen Wesens gut mit anderen Hunden sowie mit Katzen halten. Selbst Kinder stellen für ihn kein Problem dar. Bolonka Zwetnas sind sehr gelehrig, so dass man mit ihnen Hundesport wie etwa Agility oder Clickertraining betreiben kann.

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Auslauf/Pflege

Wie alle Hunde, benötigt auch der kleine Bolonka Zwetna genügend Auslauf und Unterhaltung in Form von gemeinsamen Spaziergängen und Spielen. Da es sich dabei um eine sehr anpassungsfähige Rasse handelt, kann man sagen, dass dieser Hund genauso viel Auslauf braucht, wie ihm sein Besitzer gibt. Das bedeutet, dass er sowohl mit älteren Menschen als auch mit aktiven Sportlern glücklich leben kann – vorausgesetzt, man bezieht ihn in sein Leben mit ein. Dennoch ist zu bedenken: Ein bis zwei Stunden tägliche Bewegung tun Mensch und Hund gut.Ein Bolonka haart nicht, allerdings sollte das wunderschöne Fell möglichst täglich gekämmt oder gebürstet werden, um seinen Glanz zu erhalten sowie einer Verknotung der Locken entgegenzuwirken. Rund zweimal im Jahr sollte zudem das Haarkleid geschnitten werden, was man entweder selber kann, oder aber man begibt sich in die Hände eines Profis.