Die Brandlbracke – ein Jagdhund mit hervorragendem Spürsinn

Brandlbracken gelten als leichtführig, sollten aber nur in die Hände eines erfahrenen Jägers kommen


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Die Brandlbracke verfügt über einen sehr guten Orientierungs- und Spürsinn.

Die Brandlbracke ist eine aus Österreich stammende anerkannte Hunderasse, die sehr lauf- und kletterfreudig und demzufolge gut geeignet für die Jagd in den Hochalpen ist. Sie gilt ferner als geschätzter Partner zum Brackieren, also zum Treiben, von Hasen und Füchsen. Brandlbracken sind reine Jagdhunde und gehören auch nur in Jägerhände. Wegen seiner lohfarbenen Abzeichen über den Augen nennt man die Brandlbracke auch gerne „Vieräugl“. Früher sagte man, dass diese Flecken gegen böse Geister schützen sollten.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Brandlbracke

  • Ursprungsland: Österreich
  • Standardnummer: 63
  • Widerristhöhe: Rüden 50 – 56 cm, Hündinnen 48 – 54 cm
  • Gewicht: 20 bis 22 kg
  • Verwendung: besonders hochgebirgstauglicher Jagd- und Schweisshund.
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Sektion 1.2: Mittelgroße Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung (Brackier- und Schweißprüfung).

Die Brandlbracke gilt als Nachfahre der Keltenbracke, jedoch kann man bis ins mittlere 19. Jahrhundert keinen gesicherten Beweis dafür liefern. Die damaligen Keltenbracken verbreiteten sich dank der üblichen Völkerwanderung über nahezu ganz Europa. Vom Mittelalter ist auch bekannt, dass diese Hunde Könige bei der Jagd begleiteten und dass es in den unterschiedlichen Alpentälern verschiedene Schläge von Alpenbracken – auch Wildbodenhunde genannt – gab. Heute ist sie zudem unter dem Alternativnamen „Kärntner Bracke“ bekannt.Gleich wie, Mitte des 19. Jahrhunderts begann man mit der dokumentierten Reinzucht. 1884 fand die Brandlbracke erstmals ihren Eintrag in das Stammbuch des Österreichischen Hundezuchtbuches. Früher wurde sie nicht nur für die Fuchs- und Hasenjagd, sondern auch für die Saujagd eingesetzt. Schon sehr früh erkannte man, dass sie ein sehr ausdauernder, guter Schweißhund ist. Erst 1996 fand die Eintragung als Standard bei der Fédération Cynologique Internationale statt.

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Erscheinungsbild

Die Brandlbracke ist eine vom FCI anerkannte österreichische Hunderasse, der die Standardnummer 63 zugeordnet wurde. Sie wird ferner in die Gruppe 6 – Lauf- und Schweißhunde – sowie in die Sektion 1.2 – mittelgroße Laufhunde – eingeteilt.
Rüden haben eine Widerristhöhe von 50 bis 56 cm, Hündinnen von 48 bis 54 cm, wobei sie mit dem Idealgewicht von 20 bis 22 kg relativ leicht sind. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 9 bis 15 Jahren. Das Fell dieser Rassehunde ist pflegeleicht, kurz, dicht, fest anliegend in seidig glänzendem Schwarz mit scharf abgesetztem hell- bis dunkelbraunem Brand. Typisch sind die lohfarbenen Abzeichen über den Augen, denen der Hund den Beinamen „Vieräugl“ zu verdanken hat. Kleine weiße Abzeichen auf Kehle und Brust sind möglich. Was den Körperbau anbelangt, so kann man die Brandlbracke als muskulös und dennoch elegant beschreiben. Dieser mittelgroße Hund hat einen eher langgestreckten Körper mit einem breiten Brustkorb. Der breite Schädel mit dem flachen Hinterhauptbein weist einen eindeutigen Stop sowie klare, dunkelbraune und mittelgroße, hängende Ohren auf. Die lange Rute der Brandlbracke ist tief angesetzt, leicht gebogen und an der Unterseite mehr behaart. Es handelt sich hierbei um einen reinen, leidenschaftlichen Jagdhund, der aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten wie extrem feine Spürnase und große Geländegängigkeit, besonders für die Arbeit im Hochgebirge geeignet ist. Allerdings ist die Brandlbracke ebenso gut im Flachland als Schweiß- und Brackierhund tauglich.

Wesen/Charakter der Brandlbracke


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Als Wachhund ist die Brandlbracke nicht geeignet.

Bei der Brandlbracke handelt es sich um einen Rassehund mit einem sehr angenehmen Charakter: Sie ist pflegeleicht, widerstandsfähig und liebenswert. Ferner sind ihr die Eigenschaften Intelligenz, Ausdauer sowie Selbstständigkeit zuzuordnen. Die Brandlbracke ist nie aggressiv und selbst seinen Artgenossen gegenüber verträglich, sofern es sich um andersgeschlechtliche Hunde handelt.
Aufgrund seines sehr ausgeprägten Jagdinstinktes besitzt der Hund einen guten Orientierungs-, Geruchs- und Spürsinn. Selbst in schwierigem Gelände findet er seinen Weg stets alleine zum Hundeführer zurück. Die Brandlbracke sollte unbedingt jagdlich geführt werden. Dabei ist sie nicht nur mit aller Kraft und Ausdauer bei der Jagd dabei, sondern auch mit viel Gebell. Trotz der großen Leidenschaft fürs Jagen gilt die Brandlbracke als leichtführig und ordnet sich sofort und ohne zu zögern unter. Ihre Erziehung als solche besteht darin, dass dieser Hund zwar Aufgaben und Befehle annimmt, man jedoch nie vergessen darf, dass er als intelligenter Hund Probleme eigenständig löst. Daher gehört diese Rasse nur in erfahrene Hände.
Für die Zwingerhaltung, als Wachhund sowie als reiner Familienhund ist die Brandlbracke nicht geeignet. Die meisten Hundezüchter geben diesen Rassehund daher auch nur an Jäger ab. Dabei ist zu bemerken, dass er durchaus auch für Freizeitjäger mit Familie geeignet ist, da er ein sehr kinderfreundlicher, familienbezogener, treuer und sogar verschmuster Weggefährte ist.

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Auslauf/Pflege

Da es sich hier um einen reinen Jagdhund handelt, ist es selbstverständlich, dass die Brandlbracke für die Jagd eingesetzt wird, wo sie viel Bewegung hat. Außerhalb dieser Zeit sollten ihr zahlreiche Aufgaben auch ausgedehnte Spaziergänge angeboten werden. Die Brandlbracke ist weder ein Wohnungs- noch ein Stadthund. Ideal ist ein Haus mit großem Garten, wo sie genügend Auslauf hat. Beim Spazierengehen ist darauf zu achten, wann und wo sie von der Leine gelassen wird, da sie ansonsten sehr selbstständig auf die Jagd geht.
Das kurze Fell ist keinesfalls pflegeintensiv: Regelmäßiges Bürsten oder Kämmen ist angesagt. Den Hängeohren sollte man dabei besondere Aufmerksamkeit schenken, da sich hier gerne Dreck einnistet, was zu unangenehmen Entzündungen führen kann. Regelmäßige Reinigung ist notwendig.