Langhaardackel, Kurzhaardackel, Rauhaardackel…

Der Dackel ist ein beliebter Jagd- und Familienhund


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Dackel Teckel Hund

Der Dackel, auch Dachshund oder in der Jägersprache Teckel genannt, ist ein beliebter Jagd- wie auch Familienhund. Besonders ältere Menschen und Alleinstehende neigen dazu, sich einen Dackel anzuschaffen. Früher waren die Kurzhaardackel beliebter, während heute eher die Rauhaardackel gefragt sind.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Dackel

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 148
  • Widerristhöhe: 20 bis 26 cm
  • Gewicht: bis ca. 9 kg
  • Verwendung: Jagdhund
  • FCI-Gruppe 4: Dachshunde
  • Sektion 1: Dachshunde. Mit Arbeitsprüfung

Der Dackel, welcher zu den kurzläufigen Zwerghunden gehört, wurde als solcher schon in frühesten Zeiten erwähnt. Bereits in altägyptischen Gräbern wie auch in Spuren vorkolumbianischer Zeiten sind Hunde gleichen Aussehens zu finden. Man geht davon aus, dass es derartig kleine Hunde mit kurzen, krummen Beinen sowie einem ausgeprägten Jagdinstinkt bereits im Mittelalter bei uns in Deutschland gab. 1560 wurde in einem Buch von Hunden erzählt, die in Fuchs- oder Dachsbauten krochen. 1840 waren im ersten deutschen Hundestammbuch 54 Dackel eingetragen, und 39 Jahre später stellte man die ersten Hunderasse kennzeichen auf. 1888 gründeten die Herren Klaus Graf Hahn sowie E. Ilgner den ersten Deutschen Teckelclub. Seit einigen Jahrzehnten werden Dackel in den unterschiedlichen Haarvarianten gezüchtet.

Video zur Rasse des Dackel

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Erscheinungsbild

Der Dackel erhielt von der FCI die Standardnummer 148. Er zählt mit der Gruppe 4 zu den Dachshunden, wobei er selber in der Sektion 1 als Dachshund betitelt wird. Den Dackel gibt es in sehr vielen verschiedenen Varianten. Er wird unterteilt in den Dachshund – oder auch Teckel -, den Zwergdachshund oder Zwergteckel sowie den Kaninchen-Dachshund oder Kaninchenteckel. In jeder dieser drei Varianten herrschen die Kurzhaar-, Langhaar und Rauhaardackel vor. Allen gemein ist der niedrige, kurzläufige, lang gestreckte Körper. Trotz seiner geringen Größe ist der Dackel sehr muskulös. Sein Gesichtsausdruck – woher auch der Ausdruck “Dackelblick” stammt – ist ein treuer, liebenswerter. Die Ohren des Dackels hängen herunter. Seine verkürzten Beine, die eigentlich eine standardisierte Fehlbildung sind, ist das Ergebnis einer gezielten Selektion. Der Dackel unterscheidet sich durch seine Größe sowie die Fellvariante. Die Langhaar-, Rauhaar- und Kurzhaardackel gibt es in vielen Farbvarianten sowie mehrfarbig und gestromt. Der FCI-Standard schließt schwarze Dackel ohne Brand sowie weiße aus. Der “normale” Teckel hat einen Brustumfang von über 35cm, der Zwergteckel misst 30-35cm und der Kaninchenteckel bis zu 30cm. Die Gewichtsobergrenze des Dackels beträgt 9kg.

Wesen und Charakter des Dackel


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Der Dackel ist bekannt für sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, was auch gemeinhin mit “Sturheit” bezeichnet wird. Diese Charaktereigenschaft ist bei der Jagd besonders wichtig, denn beim Stellen des Dachses in seinem Bau muss er ganz alleine Entscheidungen für sich treffen. Aufgrund dieser Eigenart sind die Hundeerziehung sowie die Ausbildung des Dackels in erfahrene Hände zu legen, und man sollte so früh wie möglich damit beginnen. Wenn man einen Hund kaufen will, kann man also getrost auch gleich das Abo in der Hundeschule mitbestellen. Dieses Selbstbewusstsein, dieser “Eigensinn” kann dazu führen, dass dieser kleine Hund größeren Artgenossen gegenüber nicht genügend Respekt zeigt und schon mal in Konfrontation gerät. Auch seinem Besitzer gegenüber versucht er immer wieder, seinen Willen durchzusetzen. Heute noch werden die Teckel häufig zur Jagd verwandt. Sie sind ideale Stöberhunde. Drückjagden sowie das Wundfährten Finden oder gar das Totsuchen sind die optimalen Einsatzgebiete für den Dackel. Auch als Begleithund ist der Teckel gut zu gebrauchen. Die meisten Hunde jedoch werden nicht als Gebrauchshunde gehalten. Dackel sind extrem anfällig für eine spezielle Form des Bandscheibenvorfalls, nämlich die Dackellähme. Das bedeutet, dass Nerven abgeklemmt werden und der Teckel die Kontrolle – meist über seine Hinterbeine – verliert. Dackellähme kann nicht geheilt, nur gemildert werden. Präventiv kann man wirken, indem man Übergewicht vermeidet sowie für ausreichende, richtige Bewegung sorgt.

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Auslauf/Pflege

Dackel Teckel Hunderasse Der Dackel ist ein quirliger kleiner Kerl, der sich gerne bewegt und der ebenso gerne spielt. Daher sollte man ihm genügend Auslauf, sprich ausreichend Spaziergänge anbieten. Er kann sowohl in Stadtwohnungen als auch im ländlichen Bereich gehalten werden. Da er einen ausgeprägten Jagdinstinkt hat, sollte man bedenken, dass er – wenn er nicht richtig erzogen ist und von der Leine gelassen wird – durchaus auch schon mal abhauen und wildern kann. Je nach Fell bedarf der Dackel die unterschiedliche Intensität an Pflege. Während die Kurzhaar- und Rauhaardackel lediglich ein einmaliges Bürsten pro Woche benötigen, sollte man die Langhaardackel täglich kämmen, um Verfilzungen vorzubeugen. Selbstverständlich sind regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt sowie Impfungen anzuraten.

Dackel in Not

Da der Dackel gerade in der Stadt auch bei Senioren recht beliebt ist, kommt es des Öfteren vor, dass Dackel in Not geraten, weil ein  Hundebesitzer schon ein Alter erreicht hat, in dem er für seinen Hund nicht mehr in vollem Umfang sorgen kann, bzw. in ein Altenheim muss oder selber pflegebedürftig wird. In Tierheimen findet man aber auch immer wieder Dackel Mischlingswelpen vor. Dabei können je nach weiterer eingekreuzter Rasse interessante Mischlingshunde entstehen. Hinsichtlich der ausgewachsenen Größe und des Körperbaus kann es immer wieder eine Überraschung sein, einen Welpen in Not aufzunehmen, worüber man sich bewusst sein sollte.