Die Deutsche Bracke – einer der ältesten Jagdhunde überhaupt

Die Deutsche Bracke ist ein passionierter Jagdhund


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Die Deutsche Bracke eignet sich bei genügend Auslastung auch als Familienhund.

Deutsche Bracke von Rumo. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons.

Bracken allgemein gelten als die Vorfahren der Jagdhunde mit Hängeohren und sind eine der ältesten Jagdhunde überhaupt. Die Deutsche Bracke wird auch heute noch – ihrem einstigen Hauptverbreitungsgebiet entsprechend – als „Olper Bracke“, „Westfälische Bracke“ oder „Sauerländer Bracke“ bezeichnet.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Deutsche Bracke

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 299
  • Widerristhöhe: 40 – 53 cm
  • Gewicht: bis etwa 30 kg
  • Verwendung: Laufhund
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Sektion 1,3: Kleine Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Bereits zu Zeiten der Germanen hielten sich die Menschen diese Hunde und nutzten sie für die Jagd. Ihre spätere Verbreitung fand nicht nur bis hin zu den Alpenregionen sondern auch bis nach Skandinavien sowie nach Übersee statt.
Früher gab es hierzulande etliche unterschiedliche Brackenrassen. 1896 wurde dann in der Stadt Olpe der Deutsche Bracken Club gegründet, der schließlich die nordwestdeutschen Brackentypen zusammenfasste. Seit 1900 gibt es bei Hundezüchtern und Hundekennern für den Einheitstyp die offizielle Bezeichnung „Deutsche Bracke“. In der Bevölkerung jedoch werden Hunde dieser Rasse immer noch entsprechend ihrer Herkunft als Sauerländer, Westfälische oder Olper Bracke bezeichnet.

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Erscheinungsbild

Die Deutsche Bracke ist eine von der Fédération Cynologique Internationale anerkannte Hunderasse mit der Standard-Nummer 299. Sie zählt zu der Gruppe 6, zu den Lauf- und Schweißhunden, sowie zur Sektion 1 – Laufhunde – und der Untergruppierung 1.3 – Kleine Laufhunde. Diese aus Deutschland stammende Hundeart wird auch unter dem Alternativnamen „Westfälische Bracke“ geführt. Sie erreichen bei einem Gewicht von etwa 30 kg eine Schulterhöhe von 40 bis 53 cm. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 14 Jahren. Bei der Deutschen Bracke handelt es sich um einen mittelgroßen, kräftig gebauten und dennoch elegant wirkenden Hund, dessen Fell kurz, hart, sehr dicht und fast stockig ist, wobei selbst der Bauch gut behaart ist. Er ist in den Farben Rot bis Gelb, mit schwarzem Mantel sowie den typischen weißen Bracken-Abzeichen an Fang, Bauch, Hals, Lauf und Rutenspitze zu finden. Dabei ist die Deutsche Bracke hochläufig, und ihre Kopfhaltung kann als stolz bezeichnet werden. Sowohl die gut anliegenden, unten abgerundeten Ohren als auch die relativ dicke Rute sind verhältnismäßig lang.

Wesen/Charakter der Deutschen Bracke


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Hunde dieser Rasse gelten als wesensfest, anhänglich und sensibel. Als passionierter Jagdhund zeichnen ihn vor allem seine feine Spürnase, sein unermüdlicher Spurwille sowie die uneingeschränkte Spursicherheit und der extrem gute Orientierungssinn aus. Dennoch ist dieser typische Jagdhund bei entsprechender Auslastung ebenso gut als Familienhund zu halten: Er ist kinderlieb und im Haus ein eher ruhiger Vertreter. Im Wald jedoch – und bei der Jagd – ist er kaum zu bremsen und kann sogar über viele Stunden hinweg eine Spur verfolgen. In der Mehrheit der Fälle wird die Deutsche Bracke bei uns zur Stöberarbeit auf Schalenwild herangezogen. Die Erziehung dieses Hundes ist einfach, da er gelehrig sowie seinem Besitzer gegenüber treu ergeben ist. Auch lässt er sich gut sozialisieren. Selten ist die Deutsche Bracke dominant. Man sollte jedoch nie vergessen, dass es sich bei dieser Rasse um einen Jagdhund handelt, der beschäftigt und bewegt sein will und muss. Kommt man diesem Bedürfnis nicht zur Genüge nach, so entwickelt er sich sehr schnell zu einem gestörten Tier, dessen Haltung durchaus nicht einfach ist.

Auslauf/Pflege

Während der Pflegeaufwand relativ gering ist – regelmäßiges Bürsten und eventuelle Krallenpflege sind angeraten -, ist die Anforderung an den Zeitaufwand, was die Bewegung und Beschäftigung angeht, umso höher. Deutsche Bracken benötigen unbedingt sehr viel Auslauf, daher ist auch die reine Haltung in einer ausgesprochenen Stadtwohnung nicht geeignet. Ideal ist ein Haus mit großem Garten. Regelmäßige – lange – Spaziergänge sind ein Muss. Aber auch die geistige Beschäftigung muss stimmen. Optimal ist eine Kombination aus körperlicher sowie geistiger Anforderung, was man beispielsweise mit der Fährtenarbeit gut erreichen kann.