Der Deutsche Jagdterrier – eine Jagdhund mit extremen Bewegungsdrang

Deutsche Jagdterrier sind bei konsequenter Erziehung gelehrig und besonders gehorsam


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Deutscher JagdterrierDer recht kleine Deutsche Jagdterrier ist ein typischer Jagdgebrauchshund mit hohem Bewegungsdrang, der bereits seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts bei den Jägern großen Anklang fand. Er entstand aus dem Foxterrier sowie weiteren originären Terriern. Dabei wollte man einen robusten, spurlauten und wasserbegeisterten Hund züchten, was durchaus mit dem Deutschen Jagdterrier auch gelang. Bis heute wird er lediglich auf Leistung jedoch nicht auf Schönheit hin gezüchtet. Diese Rasse zeichnet sich durch einen extremen Bewegungs- und Freiheitsdrang sowie einen gewissen Grad an Hartnäckigkeit und Schärfe aus.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Deutscher Jagdterrier

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 103
  • Widerristhöhe: 33 – 40 cm
  • Gewicht: Rüden: 9 – 10 kg, Hündinnen: 7,5 – 8,5 kg
  • Verwendung: Jagdhund, Stöberhund (Wildschweinjagd)
  • FCI-Gruppe 3: Terrier
  • Sektion 1: Hochläufige Terrier. Mit Arbeitsprüfung

Mit Ende des 1. Weltkrieges begannen einige Jäger damit, einen Foxterrier ähnlichen Hund zu züchten, der ausschließlich die optimalen Bedingungen für die Jagd vereinen sollte: Er sollte wendig, spurlaut, robust sowie wasserliebend sein. Und so kam es, dass die Jagdkynologen Carl-Erich Grünewald, Rudolf Frieß und Walter Zangenberg den Entschluss fassten, einen schwarz-roten Jagdhund zu züchten, der auch für die Arbeit unter der Erde, also im Bau, geeignet war. Zur gleichen Zeit schenkte der bekannte Hamburger Zoodirektor Lutz Heck/Hagenbeck Walter Zangenberg 4 schwarz-rote Terrier aus edler Foxterrierabstammung. Hiermit war die Zucht des Deutschen Jagdterriers geboren. Schließlich gelang es durch Zuhilfenahme des altenglischen rauhaarigen Ur-Terriers und des Welsh Terriers beinahe das Idealbild eines Jagdterriers zu erhalten.
Die Gründung des Deutschen Jagdterrier-Clubs fand schließlich 1926 statt.

Der Deutsche Jagdterrier

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Erscheinungsbild

Der Deutsche Jagdterrier ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse mit der Standard-Nummer 103. Dabei wurde er in die Gruppe der Terrier – Gruppe 3 – sowie in die Sektion der Hochläufigen Terrier – Sektion 1 – eingeteilt.
Mit einer Widerristhöhe von 33 bis 40 cm und einem Gewicht von 7,5 bis maximal 10 kg gehört diese Rasse zu den kleineren Hunden. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 14 Jahren. Dieser gut proportionierte, kräftig bemuskelte Jagdgebrauchshund ist von kräftiger Statur. Er besitzt ein kurzes, glänzendes, dichtes, glattes oder auch raues Haarkleid in den Farben Schwarz, Dunkelbraun oder Schwarzgrau meliert mit scharf abgegrenzten, rotgelben Abzeichen. Bei seinen hoch angesetzten Ohren handelt es sich um leicht anliegende Kippohren. Seine dunklen, ovalen Augen zeugen stets von Achtsamkeit sowie Entschlossenheit. Die eher kräftig zu nennende Rute ist etwas angehoben und darf keineswegs über dem Rücken getragen werden. Bei vielen Deutschen Jagdterriern besteht die Gefahr einer genetisch bedingten Linsenverlagerung, was zum Grünen Star führen kann.

Wesen/Charakter des Deutschen Jagdterrier


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By Christian Lohner (Eigenes Werk (own work) from Christian Lohner) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Dem Deutschen Jagdterrier können sowohl Mut und Arbeitsfreude als auch Zielstrebigkeit und Überlegenheit attestiert werden. Dabei ist er – vor allem, wenn er sich bei der Arbeit befindet – zuverlässig, enorm ausdauernd, temperamentvoll und lebhaft sowie führig. Deutsche Jagdterrier sind jedoch keinesfalls als aggressiv und scheu zu bezeichnen. Ihre Gelehrigkeit, ihr großer Gehorsam und ihre Intelligenz lassen ihre Erziehung jedoch keinesfalls einfach erscheinen. So weiß dieser Hund – wie fast alle Terrier – die ihm zugestandenen Freiheiten auch schnell auszunutzen. Er bedarf also unbedingt einer konsequenten und starken Hand bei der Erziehung sowie die nötigen Angebote bezüglich des Jagens und Stöberns. All das deutet darauf hin, dass der Deutsche Jagdterrier nur in die Hände erfahrener Hundebesitzer beziehungsweise Jäger gehört. Wird er artgerecht gehalten und genießt auch die entsprechende Führung, so kann man sich durchaus einen treuen Freund und Begleiter heranziehen. Als reiner Familien- und Begleithund taugt der Deutsche Jagdterrier nicht.
Gezüchtet wurde er für die Baujagd, die er auch hervorragend meistert. Jedoch eignet er sich ebenso gut für die Stöberarbeit – vor allem auf Wildschweine -, für den Einsatz als Schweiß- und Apportierhund sowie für die Arbeit bei der Wasserjagd.

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Auslauf/Pflege

Der Pflegeaufwand ist relativ gering: Der Deutsche Jagdterrier sollte hin und wieder gebürstet werden.
Was den Auslauf betrifft, so muss man hier schon unbedingt wesentlich mehr Zeit investieren. Als extrem bewegungsfreudiger Jagdhund benötigt er mehr als nur längere Spaziergänge; ihm müssen außerdem unbedingt (Stöber- und Spür-)Aufgaben zuteil werden.