Der English Springer Spaniel – einst eine der beliebtesten Rassen in England

English Springer Spaniel apportieren gerne und sind sehr wasserliebend


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Der English Springer Spaniel ist gelehrig und kinderlieb.
In seinem Heimatland England gehörte der English Springer Spaniel viele Jahre lang zu einer der beliebtesten Hunderassen überhaupt. Besonders in der Nachkriegszeit, in den Jahren 1946 bis 1948, bestand eine sehr große Nachfrage nach diesem possierlichen Allround-Hund. Bei uns hingegen ist die Anfrage erst seit Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts am aufsteigen.

 

Geschichte und Herkunft

Steckbrief English Springer Spaniel

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 125
  • Widerristhöhe: ca. 51 cm
  • Gewicht: 23 bis 25 kg
  • Verwendung: Stöber- und Apportierhund
  • FCI-Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Sektion 2: Stöberhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Die Entwicklung des als älteste Jagdhund-Rasse Großbritanniens geltenden English Springer Spaniels zog sich über viele, viele Jahre hinweg. Man nimmt an, dass die Urahnen des heutigen English Springer Spaniels bereits von römischen Eroberern auf die Insel eingeschleppt wurden, wo es dann zu Kreuzungen mit einheimischen Hunden kam. Offiziell in der Literatur erwähnt wurden Spaniels generell gegen Ende des 14. Jahrhunderts durch den Dichter Geoffrey Chaucer. Hunde des Typs English Springer Spaniel jedoch fanden erst 1570 durch Johannes Caius Erwähnung. Ferner gibt es bildliche Darstellungen aus dem Jahre 1803.
Weiterhin ist bekannt, dass ab 1800 eine Trennung der Springer Spaniel in unterschiedliche Schläge vonstatten ging, dabei soll der Norfolk Spaniel der direkte Vorfahre unseres heute lebenden English Springer Spaniels gewesen sein. 1885 kam es schließlich zur Gründung des ersten Spaniel Clubs, und 1902 kam es zur offiziellen Anerkennung dieser Rasse in England. Merkwürdigerweise war er jedoch in den USA schon vorher bekannt. Zu seiner ursprünglichen Aufgabe gehörten das Finden und Aufschrecken des Wildes bei der Netzjagd. Dies war als Vorbereitung für das Jagdbarmachen der Tiere für die Falken oder Greyhounds gedacht. Heute gebraucht man den English Springer Spaniel als Stöber- und Apportierhund und setzt ihn ebenfalls im Hundesport sowie als Familienhund ein.

English Cocker Spaniel: Charakter, Erziehung, Gesundheit

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Erscheinungsbild

Der English Springer Spaniel ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit der Standard-Nummer 125. Er zählt zur Gruppe 8, zu den Apportier-, Stöber- und Wasserhunden, sowie zur Sektion 2, zu den Stöberhunden.
Mit einer Schulterhöhe von rund 51 cm zählt diese Rasse zu den eher mittelgroßen Hunden. Ihr Idealgewicht sollte sich zwischen 23 und 25 kg belaufen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. Das seidige, leicht gewellte Haarkleid des English Springer Spaniels ist dicht, glatt, nie grob und vor allem wetterbeständig. Er trägt eine geringfügige Befederung an Behang, Vorderläufen, Hinterhand und Körper. Als ursprüngliche Farbe gilt braun-rot; heute jedoch ist er in den Schattierungen lederbraun-weiß, schwarz-weiß sowie in jeder dieser Farben mit Loh-Abzeichen zu finden. Von der Statur her ist er symmetrisch, kräftig sowie kompakt zu nennen. Dabei sticht sein edel wirkender, ausdrucksstarker Kopf mit den klaren Abgrenzungen der Blesse und den wachen, sanften Augen hervor. Typisch für den English Springer Spaniel sind jedoch seine langen Hängeohren.

Wesen/Charakter des English Springer Spaniel


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English Springer Spaniel lieben Bewegung jeder Art.Mit seinem treuen Blick sowie seinem freundlichen, arglosen Wesen erobert der English Springer Spaniel das Herz eines jeden Menschen im Sturm. In Wirklichkeit jedoch ist er keineswegs so „unschuldig“, wie er erscheint. Vielmehr neigt er zu einer auffälligen Dickköpfigkeit und einem ausgeprägten Jagdtrieb. Daher sind sowohl Einfühlungsvermögen als auch Konsequenz bei seiner Erziehung äußerst wichtig.
Fremden gegenüber ist er größtenteils distanziert, seinem Rudelführer gegenüber jedoch ist er ein äußerst treuer, anhänglicher sowie meist auch verschmuster Weggenosse, dem er am liebsten auf Schritt und Tritt folgt. Dessen Familie erkennt er ebenfalls an. Kindern gegenüber verhält er sich rücksichtsvoll und liebenswürdig. English Springer Spaniels sind gelehrig, anpassungsfähig, fröhlich und lebhaft und lieben Bewegung jeglicher Art, wobei sie über eine erstaunliche Ausdauer verfügen. Neben der Jagd bieten sich natürlich auch Such- und Apportierspiele für ihn an. English Springer Spaniels sind sehr wasserliebend.

Auslauf/Pflege

Hunde dieser Rasse benötigen extrem viel Auslauf, was im Klartext viele Stunden und mehrere Kilometer am Tag. Er tobt und tollt gerne herum, geht aber auch gerne jagen. Ideal sind sowohl ein Haus mit Garten als auch ausgedehnte Spaziergänge in Wald und Flur sowie Wandern, Joggen und Rad fahren. Er ist kein Stadthund. Er liebt es, gefordert zu werden, also sollte man mit ihm spielen und ihm Aufgaben geben. Ferner sollten ihm hin und wieder Gelegenheiten geboten werden, zu schwimmen, da er das Wasser zu jeder Jahreszeit liebt und ein hervorragender Schwimmer ist. Lässt man ihn im Garten, so ist unbedingt darauf zu achten, dass dieser ausreichend eingezäunt ist, da der English Springer Spaniel gerne ausbüxt und auf Jagd geht. An der Leine läuft er weniger gern, um so wichtiger ist es, dass er gehorsam ist, denn schnell nimmt er eine Spur auf, verfolgt diese und kehrt erst nach längerer Zeit wieder zurück. Das Haarkleid des English Springer Spaniels sollte am besten täglich gekämmt oder gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Auch verfangen sich gerne kleinere Pflanzenteile im längeren Fell, und wegen seines Stöberns im Unterholz neigt er zum Zeckenbefall. Besondere Pflege sollte den langen Ohren zukommen, da sich hier gerne Schmutz und Ungeziefer einnisten, was zu Entzündungen führen kann.

Sonstiges

Viele der English Springer Spaniels sind besonders anfällig für Ohreninfekte, weshalb regelmäßige Kontrolle mit Reinigung unabdingbar sind. Manchmal kann es zudem zu einem so genannten Springer Rage Syndrome – einer erblich dominanten Aggression – kommen. Dabei werden ohne ersichtlichen Grund ihnen bekannte Personen, teils aus der eigenen Familie, angegriffen und gebissen.