Der Hovawart – ein Gebrauchshund mit Tradition

Bei konsequenter Hundeerziehung ist der Hovawart ein wachsamer und treuer Familienhund


Anzeige
Hovawart Hunde

Bei dem Hovawart handelt es sich um eine alte deutsche Gebrauchshunderasse, die ihre Verwendung in vielseitiger Hinsicht findet. Beachtenswert ist, dass der Rassestandard lediglich die Forderung nach Gesundheit und körperlicher Leistungsfähigkeit, nicht aber nach Aussehen stellt.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Hovawart

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 190
  • Widerristhöhe: Rüden: 63-70 cm, Hündinnen: 58-65 cm
  • Gewicht: Rüden: ca. 40 kg, Hündinnen: ca. 30 kg
  • Verwendung: Gebrauchshund
  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 2.2: Molossoide, Berghunde. Mit Arbeitsprüfung.

Der Name „Hovawart“ ist den mittelhochdeutschen Wörtern „Hova“ für Hof sowie „wart“ für Wächter entlehnt, was zugleich seine ursprüngliche Aufgabe umreißt. So nannte man bis Anfang des 19. Jahrhunderts allgemein Hofhunde „Hovawart“, erst Ende des 19. Jahrhunderts werden Haus- und Hofhunde beschrieben, die dem heutigen Hovawart äußerlich entsprechen. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Kurt Friedrich König auf die Idee, den aus dem Mittelalter entstammenden Bauernhund – den Hovawart – mit Neufundländern, Deutschen Schäferhunden, Leonbergern sowie dem Kuvasz zu kreuzen, um so nach und nach einen Hund zu erhalten, der dem Äußeren nach dem Ursprungshund durch seine Langhaarigkeit sowie den Hängeohren glich, dem Wesen nach aber eher ein Schutzhund war. 1937 dann wurde der Hovawart als eigenständige Hunderasse anerkannt, um erst 27 Jahre später die Anerkennung als Gebrauchshund zu erlangen.

Der Hovawart (Kynos kleine Hundebibliothek)

Preis: EUR 13,50

4.8 von 5 Sternen (5 Bewertungen)

45 ab EUR 13,50

Video zur Rasse des Hovawart

Erscheinungsbild

Der Hovawart gehört mit der Standardnummer 190 zur Gruppe 2 – Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde – und hierbei zur Sektion 2, den Molossoiden, welche wiederum unterteilt werden in Sektion 2.2 Berghunde. Er ist ein mittelgroßer, kraftvoller Hund mit einem kräftigen Kopf, breiter, gewölbter Stirn sowie kräftigen, rundlichen Pfoten. Kennzeichnend für den Hovawart sind die braunen Augen sowie die dreieckigen Hängeohren und das lange, leicht gewellte Haarkleid. In Ruhestellung liegen die Ohren flach, bei Aufmerksamkeit werden sie etwas nach vorne getragen. Seine buschig behaarte Rute trägt dieser Hund je nach Gemütszustand hoch geschwungen über dem Rücken oder gesenkt. Größe und Gewicht des Hovawarts variieren zwischen den Geschlechtern, so liegt die Widerristhöhe eines Rüden bei 63-70cm, die einer Hündin hingegen bei 58-65cm, wobei der Rüde rund 40kg, die Hündin lediglich 30kg auf die Waage bringt. Das kräftige, lange, leicht gewellte Haar des Hovawarts hat nur wenig Unterwolle. An Brust und Bauch sowie an den Rückseiten von Oberschenkeln und Vorderläufen ist das Haar länger. Gleiches gilt auch für die Rute. Den Hovawart gibt es in den drei Varianten Blond, Schwarz und Schwarzmarken. Nicht selten werden die Blonden Hovawarts mit den Golden Retriever verwechselt. Die Schwarzmarken haben ein schwarzes, glänzendes Fell mit mittelblonden Markenzeichnungen. Schwarze Hovawarts sind – wie der Name bereits verrät – schwarz glänzend mit manchmal kleinen weißen Flecken beziehungsweise Einzelhaaren. Der Blonde Hovawart ist mittelblond glänzend und wird zum Bauch sowie den Läufen hin immer heller. Auch hier sind einzelne weiße Flecken oder Haare zulässig.

Wesen und Charakter der Hovawart Hunde


Anzeige
Hovawart Hunderasse
Der Hovawart ist ein Hund mit einer starken Persönlichkeit und bedarf daher auch einer strengen, konsequenten, aber liebevollen Hundeerziehung. Besitzer dieser Hunderasse sollten viel Zeit in ihren Hund investieren. So sollten beispielsweise seine natürliche Intelligenz sowie seine Energie und seine hohe Lernbereitschaft gefördert und in die richtigen Bahnen gelenkt werden, indem er regelmäßig Beschäftigung – wie etwa im Hundesport vorzufinden – erhält. Wird er nicht gefordert und beschäftigt, so kann es vorkommen, dass er sich eigenmächtig „Beschäftigungen“ sucht, die dem Besitzer nicht immer Recht sein müssen. Er kann sowohl beim Joggen als auch beim Radfahren oder beim Reiten mitgenommen werden, denn er zeigt große Ausdauer.Als Rettungs-, Fährten- und Schutzhund ist er gut zu gebrauchen. Ferner ist der Hovawart ein sehr wachsamer, anhänglicher, sensibler wie auch geselligkeitsbedürftiger Hund. Dieses sind alles Charaktereigenschaften, die ihn dazu prädestinieren, eine besondere Bindung zu seinem Besitzer aufzubauen. Man kann sagen, er ist ein idealer Familienhund, denn seine starke Bindung zum Menschen lässt ihn wachsam und treu sein.

Der Hovawart: Das Rasse-Handbuch

Preis: EUR 19,95

5.0 von 5 Sternen (19 Bewertungen)

57 ab EUR 19,95

Auslauf und Pflege

Der Hovawart ist ein Gebrauchshund mittleren Temperaments und bedarf des reichlichen Auslaufs. Ideal sind lange Wanderungen sowie Begleitungen beim Joggen, Radfahren, Reiten oder auch Agility. Er hat es besonders gerne, wenn er so viel wie möglich an Familienaktionen teilhaben darf. Seine besondere Vorliebe gehört dem gemeinsamen Spiel. Bei dieser Hunderasse handelt es sich um einen recht pflegeleichten Hund. Abgesehen von den Zeiten des Fellwechsels muss er nicht täglich gebürstet werden, dennoch sollte man ihm eine regelmäßige Fellpflege zukommen lassen. Nicht zuletzt sollte er natürlich die vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt sowie die nötigen Impfungen bekommen. Hunde kaufen: Besuchen Sie doch mal den Hundemarkt auf Hunde-fan.de!

Hovawart in Not

Wie kann es passieren, dass auch Hunde dieser Rasse in Not geraten? Nun, letztlich ist, wie immer, der Mensch verantwortlich, wenn ein Hovawart in Not gerät. Ein Hovawart ist ein durchaus anspruchsvoller Hund. Wer als Hundehalter nicht bereit ist, täglich mindestens ein bis zwei Stunden Zeit in seinen Hund zu investieren, sollte sich lieber keinen Hovawart anschaffen. Bevor man zu einem Hovawart Hundezüchter geht, sollte man aber ein paar Tierheimen einen Besuch abstatten, denn es könnte sein, dass sich dort ein Hovawart auf ein neues Zuhause wartet. Mancher Hund braucht dann eine gewisse Phase der Resozialisierung, dabei kann der Besuch einer Hundeschule behilflich sein.