Der Islandhund – ein Hütehund mit ausgesprochener Hundesport Eignung

Der temperamentvolle Islandhund ist schnell, geschickt und selbstsicher


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 Der Islandhund ist die einzige Rasse, die ursprünglich aus Island stmmt

Der Islandhund, auch Iceland Sheepdog oder Iceland Spitz bzw. Islandspitz genannt, ist ein nordischer Hüte-Spitz und die einzige Hunderasse, deren Ursprungsland Island ist. Heutzutage ist der selbstsichere, lebhafte, beinahe mittelgroße Isländer besonders in Großbritannien ein sehr beliebter Hund. Bei uns hingegen ist er nach wie vor noch relativ unbekannt.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Islandhund

  • Ursprungsland: Island
  • Standardnummer: 289
  • Widerristhöhe: Rüden: bis 46 cm, Hündinnen: bis 42 cm
  • Gewicht: Rüden: 4 bis 6 kg, Hündinnen 3,5 bis 5 kg
  • Verwendung: Hütehund
  • FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion 3: Nordische Wach- und Hütehunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Im 7. Jahrhundert wurde Island sowohl von keltischen als auch von germanischen Stämmen besiedelt, welche aus Irland, Skandinavien sowie Schottland kamen. In den anschließenden beiden Jahrhunderten kamen Bauern aus Norwegen hinzu. All diese Siedler brachten ihre Hunde mit auf die Insel, und im Laufe der Zeit entwickelte sich so ein neuer Hundetyp, der dem heutigen Islandhund entspricht.
Diese Hunde passten sich hervorragend den örtlichen sowie klimatischen Verhältnissen an und wurden unentbehrliche Helfer der damaligen Bauern. Ihre Arbeit bestand unter anderem im Zusammentreiben sowie Bewachen des Viehs, vor allem der großen Islandpferde-Herden. Beinahe wären diese Hunde im 19. Jahrhundert durch die Staupe ausgerottet worden, was besonders für die Schafbesitzer Islands eine Katastrophe gewesen wäre. Dank eines Restbestandes an gesunden Tieren konnte die Rasse jedoch überleben. Und als gar vor etwa 60 Jahren in Island ein besonders hohes Aufkommen des für die Tiere gefährlichen Bandwurms auf den Plan trat, stand die Rasse der Islandhunde abermals kurz vor der Vernichtung. Doch auch dieser Gefahr konnten einige robuste Tiere standhalten. Übrigens wurde 1898 der erste Standard festgelegt, welcher sich jedoch nicht durchsetzte, weil vor allem das Interesse hierfür fehlte- Erst 74 Jahre später konnte der Versuch erfolgreich erneuert werden. Obwohl es nur relativ wenige Exemplare dieser Rasse gibt, scheint sie dennoch nicht vom Aussterben bedroht zu sein, vielmehr steigt sie in den letzten Jahrzehnten auf der Beliebtheitsskala nach oben.

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Erscheinungsbild

Der Islandhund ist ein vom größten kynologischen Dachverband, dem Fédération Cynologique Internationale, anerkannter Rassehund, der die FCI-Standard-Nummer 289 trägt. Dabei ist er der Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp – sowie der Sektion 3 – Nordische Wach- und Hütehunde – zugeordnet. Rüden werden bis zu 46 cm groß, Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe von 42 cm. Ihr Gewicht liegt bei 4 bis 6 kg beziehungsweise bei 3,5 bis 5 kg. Dabei wird dieser, in Island beheimatete Hütehund durchschnittlich 12 Jahre alt. Das Fell des Islandhundes ist dicht und extrem wetterfest. Man unterscheidet zwischen zwei Varianten: dem kurzhaarigen Hund mit mittellangem, ziemlich rauem Deckhaar und dichter, weicher Unterwolle, sowie dem langhaarigen Islandhund, welcher sich durch sein längeres Deckhaar von Ersterem unterscheidet. Bezüglich der Farbe sind nahezu alle Schattierungen erlaubt. Jedoch sollte eine Farbe vorherrschen. Die dominierenden Farben sind Grau, Schwarz, Schokoladenbraun, von Cremefarben bis hin zu rötlichem Braun sowie Schattierungen von Loh. Neben diesen Tönen kommt stets Weiß vor, was sich in erster Linie als Blesse, in Teilen des Gesichts, als Kragen an der Brust, an den Fesseln oder an der Rutenspitze bemerkbar macht. Der nicht ganz mittelgroße Islandhund übertrifft in seiner Körperlänge seine Widerristhöhe, was ihm eine rechteckige Körperform verleiht. Typisch für ihn sind seine dreieckigen Stehohren sowie seine geringelte Rute, die er über dem Rücken trägt. Wegen seiner besonders guten Augen wird er in seiner Heimat Island gerne daraufhin abgerichtet, wilde Lachse in den eiskalten Flüssen zu jagen. Dabei schützt ihn sein besonders robustes und wetterfestes Haarkleid vor der Kälte.

Wesen/Charakter des Islandhund


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Islandhunde brauchen viel Auslauf und Beschäftigung.Islandhunde besitzen besonders viel Temperament, sind schnell, geschickt, wendig, resolut, selbstsicher, robust und haben einen eisernen Willen. Des Weiteren können sie als verspielt, freundlich, fröhlich, neugierig und keineswegs ängstlich bezeichnet werden. Ferner kann man ihnen die Eigenschaften Sanftmut, Intelligenz sowie Fröhlichkeit zuordnen. Leider bellen sie auch sehr gerne und häufig.
Ihr ideales Betätigungsfeld liegt im Treiben und Hüten von Vieh auf den Weiden, wobei sie sich in Bergregionen besonders wohl fühlen. Das Aufspüren verlorener Tiere bereitet ihnen keinerlei Probleme. Wenn der Islandhund ausreichend Aufgaben und Auslauf – wie etwa beim Hüten und Bewachen – bekommt, erweist er sich auch als anpassungsfähiger, liebevoller Familienhund, der sich ebenfalls im Umgang mit Kindern sehr verträglich, sanft und umgänglich zeigt. Seiner Familie gegenüber ist er anhänglich und treu, Fremde begrüßt er stets freudig erregt. Aggressivität wie auch Jagen sind ihm normalerweise fremd. Anderen Hunden gegenüber zeigt er sich dominant, was nicht immer leicht beim Spaziergang mit ihm ist. Seinen ursprünglichen Aufgaben als Hütehund kommt er immer noch gerne nach, man kann diesen agilen, intelligenten Hund aber auch für unterschiedliche Arten von Hundesport gewinnen.

Auslauf/Pflege

Aufgrund seiner Geschichte benötigt der Islandhund ausreichend Platz, um sich richtig austoben zu können. Somit ist er keineswegs ein Hund für eine Stadtwohnung, vielmehr sollte man ihm ein Haus mit Garten sowie reichlich Aufgaben bieten können. Da er sich sehr gerne im Freien aufhält, wäre eine eigene Hundehütte im Garten ideal. Wasser sowie auch Schnee und Berge liebt er besonders. Längere Wanderungen nimmt er mit Begeisterungen auf. Nach längeren Wanderungen sowie nach getaner Arbeit sollte er regelmäßig nach Zecken und anderen Parasiten hin untersucht werden. Regelmäßiges Bürsten aber auch gelegentliche Nagelpflege sowie Augen- und Ohrenkontrolle sollten zudem auf dem Plan stehen.

Sonstiges

Wie es sich für einen noch ursprünglichen Hund aus Island gehört, liebt der Islandhund Fisch, den man ihm daher auch auf die Speisekarte setzen sollte. Ansonsten ist er recht unkompliziert, was das Fressen anbelangt, vielmehr frisst er beinahe alles, was sich nicht selten auch darin äußert, dass er Mülleimer leert. Will man ihm sein Futter wegnehmen, so kann er durchaus auch mal „sauer“ reagieren.

Bildnachweise Pixelio.de (von oben nach unten )
Foto 2: © Anita Stöwesand @pixelio.de