Der Langhaar Collie – seit „Lassie“ weltberühmt

Langhaar Collies gelten als sehr anhänglich und empathisch


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Der Langhaar Collie ist sehr intelligent und baut eine starke Beziehung zum Menschen auf.Collies gelten allgemein als eine der schönsten, treuesten, freundlichsten sowie intelligentesten Hunde. Sie haben zu ihren Besitzern eine sehr starke Bindung und reagieren extrem empathisch. Der Langhaar Collie ist ebenso unter den Bezeichnungen „Rough Collie“ oder „Schottischer Schäferhund“ zu finden und wird in zwei unterschiedliche Rassen eingeteilt: Britischer sowie amerikanischer Langhaar Collie, wobei lediglich der englische von der Fédération Cynologique Internationale anerkannt ist. Einen weiteren langhaarigen Collie findet man im australischen Collie.

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Geschichte und Herkunft

Steckbrief Langhaar Collie

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 156
  • Widerristhöhe: Rüden: 56 bis 61, Hündinnen: 51 bis 56 cm
  • Gewicht: 20 bis 25 kg
  • Verwendung: Hütehund
  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1: Schäferhunde ohne Arbeitsprüfung

Den Ursprung dieser britischen Hunderasse nimmt man in der Römerzeit an. Es wird gemutmaßt, dass die Römer bei ihren Zügen über die Alpen nach Gallien und Germanien eigene Hüte- und Treibhunde in ihren Truppen mit sich führten, die sich dann mit anderen – europäischen – Hunden vermischten.
Auf den britischen Inseln lebten diese Hunde schließlich aufgrund der abgelegenen Höfe sowie der weiten Landschaft meist vereinzelt und wurden den Anforderungen entsprechend gezüchtet und gehalten. Bedingung: Sie mussten hüten können und weithin sichtbar sein.
Die wirkliche Existenz der heutigen Langhaar Collies lässt sich bis auf das 13. Jahrhundert zurückverfolgen, wo diese Hunde hauptsächlich in den schottischen Hochmooren zum Hüten eingesetzt wurden. Daher rührt auch ihr Name „Schottischer Schäferhund“. Die Bezeichnung „Collie“ kommt von den dortigen Schafen mit schwarzen Beinen und Köpfen, die „Colley“ genannt wurden. Die Hunde hießen somit „Colley Dogs“, was zum späteren „Collie“ wurde.
Mittels Handelsschiffen kamen die Langhaar Collies schließlich nach Übersee – in die heutigen USA sowie nach Australien -, was wiederum zur Rasse der amerikanischen Langhaar Collies führte.
Die britische Königin Victoria (1819-1901) war von diesen Rassehunden begeistert und verschenkte nicht selten Langhaar Collies an Königshäuser sowie Diplomaten verschiedener europäischer Nationen. 1840 wurde in England der „Collie Club“ gegründet, und 18 Jahre später setzte sich die Anerkennung als Rasse durch. Schließlich kam es 1881 zur ersten Festlegung des Rassestandards.
Von seiner ursprünglichen Arbeit als Hütehund entfernte sich der Langhaar Collie immer mehr. Mitte des 19. Jahrhunderts war seine hauptsächliche Aufgabe eher die eines Ausstellungs- und Begleithundes. Wegen seiner großen Intelligenz kam er in den beiden Weltkriegen als Sanitäts- und Meldehund in der britischen Armee zum Einsatz.
Der wohl berühmteste Langhaar Collie aller Zeiten dürfte der Fernsehhund „Lassie“ sein, der in der gleichnamigen Fernsehserie (1954–1973) die Herzen aller Zuschauer im Sturm eroberte. Schlagartig wurde der Langhaar Collie einer der beliebtesten Familienhunde, allerdings wurde seine Popularität in den letzten Jahren von anderen Rassen – wie etwa den Border Collies – verdrängt.

Video zur Rasse des Langhaar Collie

Erscheinungsbild

Der Langhaar Collie existiert in zwei Varianten – der britischen sowie der amerikanischen -, die sich sowohl in ihrem Äußeren als auch in ihrem Verhalten unterscheiden. Jedoch nur der englische Langhaar Collie ist eine von der FCI anerkannte Rasse. Er bekam die Standardnummer 156 zugeteilt und wurde der Gruppe 1 – Hüte- und Treibhunde – sowie der Sektion 1 – Schäferhunde – zugeteilt. Als Ursprungsland gilt Großbritannien.
Die britischen Langhaar Collie Hündinnen haben eine Widerristhöhe von 51 bis 56 cm, Rüden hingegen werden 56 bis 61 cm hoch. Ihr Idealgewicht pendelt sich bei 20 beziehungsweise 25 kg ein. Die Hunde wirken elegant, ja beinahe aristokratisch, und besitzen ein langes, relativ hartes, glattes und üppiges Haarkleid mit seidig-weicher Unterwolle. Der Amerikanische Langhaar Collie ist geringfügig größer – Mindesthöhe 61cm, maximale Widerristhöhe 66 cm – und kann bis zu 34 kg schwer werden. Sein Kopf sowie der gesamte Körper sind kräftiger. Dadurch, dass die Unterwolle weniger dicht ist, verfilzt das Fell nicht so schnell.
Langhaar Collies gibt es in den Farbschlägen zobel-weiß oder able-white, blue-merle und tricolor.
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Langhaar Collies liegt bei etwa 12 Jahren.

Wesen/Charakter des Langhaar Collie


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Vom Charakter her ist der Langhaar Collie sehr gut als Familienhund geeignet.Diese Rassehunde wirken von ihrem äußeren Erscheinungsbild sowie von ihren Bewegungsabläufen anmutig, ja beinahe adlig. Sie gelten als ausgesprochen schöne Hunde. Wie alle anderen Collies auch, sind sie überdurchschnittlich intelligent und extrem gutmütig. Sie lernen sehr schnell und können beachtlich viele Befehle ausführen. Ihre Gutmütigkeit prädestiniert sie zum Familienhund. In „seiner“ Familie ordnet er sich schnell unter, ist allen Familienmitgliedern gegenüber treu ergeben, anhänglich, kinderlieb und sehr aufmerksam. Jedoch möchte er unbedingt am Familienleben teilhaben. Fremden gegenüber ist diese Rasse eher zurückhaltend. Keinesfalls ist der Langhaar Collie als Wachhund sowie für die Zwingerhaltung geeignet.
Diese Hunde sind sehr sensibel, dürfen laut Standardbestimmung aber keinesfalls nervös oder scheu sein.
Heute werden die einstigen Hütehunde eher als Begleit- und Familienhunde gehalten. Da sie sehr lernwillig und aktiv sind, bieten sich Dog Dance, Obedience oder Nasenarbeit an. Außerdem lässt sich ein Langhaar Collie gut zum Rettungshund ausbilden. Sein guter Schutzinstinkt qualifiziert ihn zudem zum Schutzhund.
Auf jeden Fall sollten Langhaar Collies mit viel Verständnis und Konsequenz, keineswegs jedoch mit Strenge erzogen werden.

Auslauf/Pflege

Diese Rasse benötigt viel Auslauf und Bewegung. Das bedeutet, lange Spaziergänge bei Wind und Wetter. Dabei kann man ihn durchaus auch frei laufen lassen, da er so gut wie keinen Jagdinstinkt besitzt und lieber in der Nähe „seines“ Menschen bleibt.
Der Besitzer eines Langhaar Collies muss sich darüber im Klaren sein, dass sich in dem langen Haarkleid jede Menge Schmutz und Geäst verfängt. Damit dieses nicht im Fell bleibt und die Haare nicht verfilzen, sollte der Hund regelmäßig gebürstet werden.

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Sonstiges

Durch das Merle-Gen können bei merlefarbenen Hunden gesundheitliche Probleme wie Taubheit, Blindheit oder gar frühe Sterblichkeit auftreten. Auf keinen Fall dürfen daher zwei merlefarbene Hunde miteinander verpaart werden.
Bisweilen leiden Langhaar Collies zudem unter Medikamentenunverträglichkeiten, was auf den MDR1-Defekt zurückzuführen ist. Nicht selten kommt es bei Jungtieren gehäuft zu einer Haut-Muskel-Erkrankung – der Dermatomyositis. Auch das ist – ebenso wie die Collie Eye Anomaly – genetisch bedingt. Letztere führt zu einer Behinderung der Sehkraft bis hin zur Erblindung.