Der Lhasa Apso – Der „Kleine Löwe“ als „Botschafter des Friedens und Glücks“

Heiliger Hund: Der Lhasa Apso galt in Tibet einst als Reinkarnation des Lamas


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Die Hunderasse Lhasa Apso ist bereits über 2000 Jahre alt.

Verwandt mit dem Shih-Tzu: Der Lhasa Apso begleitete die Mönche in Tibet.

Das Zuchtbuch der rund 2000 Jahre alten Lhasa Apsos wird zwar in Großbritannien geführt, dennoch liegt deren Ursprung in Tibet, wo sie einst Begleithunde der dortigen Mönche waren. Diese Hunderasse ist eng verwandt mit dem Shih-Tzu und wird ebenso häufig als „Luxushund“ bezeichnet.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Lhasa Apso

  • Ursprungsland: Tibet (China)
  • Standardnummer: 227
  • Widerristhöhe: 24 bis 28 cm
  • Gewicht: 5 bis 7 kg
  • Verwendung: Begleithund
  • FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
  • Sektion 5: Tibetanische Hunderassen. Ohne Arbeitsprüfung.

Vor über 2000 Jahren lebten die kleinen Lhasa Apsos bei den Mönchen in den Klostern Tibets. Sie wurden dort gezüchtet und galten sowohl als Reinkarnationen der Lamas als somit auch als „Botschafter des Friedens und Glücks“. Als Bewacher der Schätze Buddhas waren sie „heilige Hunde“. Der Name „Lhasa Apso“ leitet sich zum einen von der tibetischen Hauptstadt Lhasa und zum anderen von der Bezeichnung „Rapso“, was eine zottige, langhaarige Bergziege benennt, ab. Wegen seines löwenähnlichen Fells wurde dieser Hund auch „Löwenhund“ genannt. Die ersten Lhasa Apsos auf europäischem Boden tauchten 1901 in England auf. 33 Jahre später bekamen sie einen Zuchtstandard zuerkannt. In Deutschland begannen erst in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die ersten Lhasa Apso Hundezüchter mit der Zucht.

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Erscheinungsbild

Der Lhasa Apso wird mit der FCI-Standardnummer 227 in der Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde – sowie der Sektion 5 – Tibetanische Hunderassen – geführt. Mit einer Schulterhöhe von 24 bis höchstens 28 cm und lediglich 5 bis 7 kg Gewicht, zählt er zu den kleinen Hunden. Dabei erreichen sie ein Alter von 13 bis 14 Jahren. Der Lhasa Apso ist in verschiedenen Farben zu finden. Dazu gehören sowohl weiß als auch grau, braun, schwarz oder golden bzw. löwenfarbig; selbst zwei- oder dreifarbig ist erlaubt. Dabei ist das gerade sowie recht harte Deckhaar lang und keineswegs seidig oder gar wollig. Unterwolle ist vorhanden. Typisch für den Lhasa Apso ist sein Kopf mit den kess und lustig dreinblickenden Augen. Er hat stark behaarte, hängende Ohren sowie eine hoch angesetzte Rute, die am Ende mit einem Knick versehen ist und über dem Rücken gebogen getragen wird.

Wesen/Charakter des Lhasa Apso


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Der Lhasa Apso ist eigenwillig und selbstbewusst.

Der Lhasa Apso ist sehr anhänglich und bestens als Familienhund geeignet.Trotz seines „luxuriös“ anmutenden Aussehens ist er sehr robust.

Man sagt dem kleinen Lhasa Apso sowohl Selbstbewusstsein als auch Eigenwillen nach. Zudem ist er sehr lebhaft, temperamentvoll, liebevoll, sehr aufmerksam und wachsam, treu und lustig. Ferner lernt dieser intelligente Hund sehr schnell, handelt jedoch zumeist relativ selbstständig. Trotz seines eher „edlen“ Aussehens ist er ein recht robuster Hund. Der Lhasa Apso ist gesellig und als Familienhund sehr anhänglich. Dabei sucht er stets den Kontakt zu „seinen“ Menschen. Fremden gegenüber ist er zunächst eher zurückhaltend. Neben der Verwendung als Familienhund, findet diese Hunderasse auch ihren Einsatz als Begleit- sowie Wachhund. Immer häufiger kommt ihm die Aufgabe eines Luxushundes zu. Ferner ist er für den Hundesport geeignet. Für seine Hundeerziehung wäre eine gewisse Hundekenntnis von großem Vorteil, denn er schafft es sehr schnell, seinen Rudelführer mit seinem Charme „um den Finger zu wickeln“. Daher sind eine gewisse Konsequenz sowie Strenge angesagt. Wer einen Hund kaufen will, sollte auch dies in seine Überlegungen miteinbeziehen.

Auslauf/Pflege

Der Lhasa Apso ist zwar ein kleiner Hund, dennoch benötigt auch er ausgiebige Spaziergänge, wobei ihm selbst extreme Witterungsverhältnisse nichts ausmachen. Er kann bei genügend Bewegung auch problemlos in einer Stadtwohnung gehalten werden. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass häufiges Treppensteigen für jeden Hund schädlich ist. Sein eher üppiges Haarkleid benötigt tägliche sowie intensive Pflege. Dazu gehört in erster Linie das Bürsten des bodenlangen Felles. Zudem sollte man nach jedem Spaziergang Verfransungen und Verfilzungen entwirren.

Lhasa Apso in Not

Dass ein Lhasa Apso in Not gerät, kommt zwar relativ selten vor, doch auch Hunde dieser Rasse sind vor einem Tierheimaufenthalt nicht gefeit, wenn sich einschneidende Veränderungen im Leben eines Hundebesitzers ereignen. Manchmal besteht bei dieser Rasse allerdings auch die Gefahr, dass sich ein Mensch einen solchen Hund ausschließlich und unüberlegt wegen seines vermeintlichen „Luxusimage“ zulegt. Dazu kann man grundsätzlich nur sagen, dass sich Menschen, die sich einen Hund aus Gründen der Imagepflege zulegen, doch lieber den nächsten Gucci Laden aufsuchen, oder einen Termin beim Porschehändler vereinbaren sollten. Ein Hund ist ein beseeltes Lebewesen und will daher auch mit dem entsprechenden Respekt behandelt werden. Liegen die Gründe eher anders gelagert, z.B. dass ein Hundehalter aus beruflichen Gründen zuwenig Zeit für den Hund aufbringen kann, kann vielleicht ein Hundesitter helfen, der sich untertags ein paar Stunden mit dem Hund beschäftigt und ihn gemeinsam mit anderen Hunden Gassi führt. Hierfür sollte der Lhasa Apso aber ausreichend gut sozialisiert sein, daher ist auch bei diesem Hund eine frühzeitige Welpenerziehung geboten.