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Hundeblog

Rhodesian Ridgeback

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Rhodesian Ridgeback – auf der Spur des Löwen

Allgemeines

Ursprünglich für die Löwenjagd gedacht, hält der Rhodesian Ridgeback heute immer häufiger als Familienhund Einzug in die deutschen Haushalte. Allgemein kann man sagen, dass dieses vielfältig einsetzbare Tier ein eleganter, würdevoller, ausdauernder sowie intelligenter Hund ist, der Fremden gegenüber zunächst einmal zurückhaltend reagiert. Trotz seiner imposanten Erscheinung ist er ein freundlicher, ruhiger sowie vollkommen aggressionsfreier Artgenosse, der gerne viel Zeit mit seiner Familie verbringt, ausgiebige Spaziergänge liebt und sehr kinderlieb ist. Hunderasse_Rhodesian_Ridgeback1Allerdings sollte man ihn wegen seiner Größe und der damit verbundenen Kraft nicht unbeaufsichtigt mit kleinen Kindern alleine lassen.Diese – ihrer hohen Intelligenz entsprechend – nicht unbedingt blind gehorsamen Hunde benötigen eine konsequente, starke Hand, was wiederum einen erfahrenen Hundebesitzer voraussetzt.

Geschichte und Herkunft

Bislang ist der Rhodesian Ridgeback die einzige anerkannte Hunderasse, die nachweislich aus dem Süden Afrikas stammt. Ihr Ursprung ist in der Zeit der Kapkolonie – die 1652 begann und 1910 endete – anzusiedeln, wo sich ihre Ahnen mit den Hunden der frühen Pioniere aber auch mit den teildomestizierten „Hottentottenhunden“ mit Rückenkamm mischten. Ihre ursprüngliche Aufgabe bestand darin, in einem Kleinrudel Großwild – vorwiegend Löwen – aufzuspüren und „festzuhalten“. Nach Deutschland wurde die Rasse in den Fünfzigerjahren eingeführt, und 1963 gab es hierzulande den ersten Wurf aus einer planmäßigen Zucht. 1992 stufte man den Rhodesian Ridgeback in Bayern als „vermeintlich gefährlichen“ Hund ein, was sich aber nicht halten konnte, so dass er 10 Jahre später wieder von dieser Liste gestrichen wurde. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit veranlasste der britische Rasseclub, dass alle Welpen ohne „ridge“ getötet wurden. Auch dieses konnte nicht beibehalten werden.

Erscheinungsbild

Der Rhodesian Ridgeback ist eine anerkannte Hunderasse der FCI Gruppe 6, Sektion 3, mit der Standard Nr. 146 und zählt zu den Schweiß- und Laufhunden. Er ist der Kategorie „große Hunde“ zuzuordnen. Das männliche Tier erlangt eine Widerristhöhe von 63 – 69 cm, die Hündin von 61 – 66 cm. Ein ausgewachsener Rhodesian Ridgeback wiegt – je nach Geschlecht – zwischen 32 und 36,5 kg. Er kann bis zu 12 Jahre alt werden. Von der Körperform her ist er ein muskulöser, stark gebauter, elegant wirkender Hund. Typisch ist der Rückenkamm, der „ridge“, der dem Hund seinen Namen gab. Dieser entsteht dadurch, dass die Haare am Rücken in Gegenrichtung zu denen am restlichen Körper wachsen. Der etwa 5 cm breite Kamm beginnt unmittelbar hinter den Schultern, grenzt sich klar ab, ist symmetrisch und wird zu den Hüften hin schmäler. Lediglich zwei Wirbel mit der gleichen Form sowie gegenüberliegend – „crowns“ – darf der Rückenkamm aufweisen. Ferner sollte der Hund bei entspannter Haltung keinerlei Falten am Kopf aufweisen. Bei einer schwarzen Nase hat der Rhodesian Ridgeback dunkle, und bei einer braunen Nase bernsteinfarbene Augen. Er verfügt über einen klaren, funkelnden und intelligenten Blick und hat zudem einen starken Kiefer mit einem perfekt schließenden Scherengebiss. Speziell die Eck- und Fangzähne sind gut entwickelt. Die ziemlich hoch angesetzten Ohren liegen am Kopf an. Die Rute ist am Ansatz kräftig und verjüngt sich allmählich, sie darf niemals gekringelt sein. Die Haare des Rhodesian Ridgeback sind kurz, dicht, glatt und glänzend. Die Farbe variiert von weizenfarben bis hin zu rot-weizenfarben. Ein ganz geringer Anteil an Weiß im Haarkleid ist erlaubt.

Wesen/Charakter des Rhodesian Ridgeback

Auch heute noch wird der Rhodesian Ridgeback zur Jagd von Großwild in manchen Teilen der Erde verwandt, was ihm ein festes, gehorsames sowie ausdauerndes Wesen attestiert. Bei uns wird er häufig als Familienhund gehalten. Das wiederum spricht dafür, dass er zudem ruhig und anpassungsfähig ist. Er weist keinerlei Anzeichen von Aggressivität oder Scheu auf. Ganz im Gegenteil, er ist ausgeglichen, nervenstark und ehrlich. Niemals würde ein Rhodesian Ridgeback blindwütig oder heimtückisch reagieren. Seiner Familie – seinem Rudel – gegenüber ist er sehr anhänglich und wachsam, wobei er ohne besondere Ausbildung sein Territorium akribisch bewacht. Die besondere Charaktereigenschaft ist die, dass der Rhodesian Ridgeback – aus seiner Geschichte als Löwenjäger heraus – eine hohe Reizschwelle, eine blitzschnelle Entscheidungsfähigkeit, eine hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit sowie eine ausgeprägte Klugheit bezüglich des Überlebens besitzt. All diese Wesenszüge sprechen nicht nur für einen guten Jagdhund sondern ebenso für einen liebevollen, zuverlässigen und treuen Familien- und Rettungshund. Gerne begleitet der Rhodesian Ridgeback seinen menschlichen Rudelführer auch zur Arbeit, wo er geduldig und ruhig im Büro abliegt. Selbst der Besuch eines Restaurants kann trainiert und ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden. Diese Rasse benötigt neben dem engen Kontakt zum Besitzer auch Aufgaben. Und selbst ältere Hunde sind noch lernfähig und lernbereit. Dabei ist es wichtig, dass der menschliche Leitwolf diesem recht „ursprünglichen“ Hund gerecht wird. Entsprechend seiner Größe und Stärke bedarf der Rhodesian Ridgeback einer liebevollen aber straffen Führung sowie einer kompetenten Aufsicht. Wer sich für einen Hund dieser Rasse entscheidet, der sollte bereits einige Erfahrungen in der Hundehaltung haben.Hunderasse_Rhodesian_Ridgeback2 Da das Tier hochsensibel ist, verträgt es keine harte, ungerechte sowie mit Schreien verbundene Behandlung. Dem Rhodesian Ridgeback liegt zwar die Jagd im Blut, aber er muss nicht unabdingbar zum Jagdhund ausgebildet werden. Vielmehr kann man seine Fähigkeiten durch Hundesport fördern und ausbauen. Eine Ausbildung zum beißenden Schutzhund wird man aber kaum erfolgreich mit ihm abschließen können. Neben der Fährten- und Schweißarbeit eignet sich die Arbeit als Rettungshund. Hundesport wie Agility oder Lure-Coursing sind die ideale Ergänzung zu langen Spaziergängen.

Auslauf/Pflege

Die Zwingerhaltung kommt für den Rhodesian Ridgeback keineswegs infrage. Auch die Haltung in einer typischen Stadtwohnung ist nur bedingt zu befürworten. Da es sich um einen Laufhund handelt, dürfte es klar sein, dass er mehrmals am Tag für eine längere Zeit Auslauf benötigt. Ideal ist, mit ihm zu joggen oder ihn neben dem Fahrrad herlaufen zu lassen. Eine spezielle Fellpflege ist für diese Rassehunde nicht vorgesehen. Ein wöchentliches Striegeln mit regelmäßiger Ohr-, Pfoten- und Zahnpflege reicht völlig aus. Entsprechend seiner Größe und seiner Agilität benötigt der Rhodesian Ridgeback eine ausgewogene Ernährung mit möglichst frischer Kost, bestehend aus Fleisch und Gemüse. Allerdings sollte man darauf achten, dass der sehr gefräßige Hund nicht übergewichtig wird.

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