Der Schapendoes – Ein Einstein unter den Hunden

Schapendoes Hunde sind intelligente Familienhunde mit großem Bewegungsdrang


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Schapendoes Hunde kommen urspünglich aus Holland.

Der Schapendoes wird auch Niederländischer Schafpudel genannt: Ursprünglich fand er in den Niederlanden als Hütehund Verwendung. In Deutschland wird er seit 1986 gezüchtet.

Der aus den Niederlanden stammende Nederlandse Schapendoes wurde einst mit verschiedenen Namen wie Herderdoes, Siep oder Olde Grise belegt. Bei uns ist er heute als Schapendoes oder Niederländischer Schafpudel bekannt. Einst nur in den Niederlanden bekannt, trifft man ihn heute auch als Zuchthund in Österreich, Frankreich, Dänemark, Finnland, Luxemburg, Belgien, Schweden, Deutschland sowie in der Schweiz. Der Schafpudel ist eine dem Schapendoes ähnliche Hunderasse in Deutschland, welche aber nicht von der FCI anerkannt ist.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Schapendoes

  • Ursprungsland: Niederlande
  • Standardnummer: 313
  • Widerristhöhe: 40 bis 51 cm
  • Gewicht: 12 bis 25 kg
  • Verwendung: Hütehund (Schafherden)
  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1.1: Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Der in den Niederlanden als ganz normaler Hund bei der Hütearbeit genutzte Schapendoes wurde – entgegen zahlreicher anderer Rassehunde – niemals in Malerei oder Literatur besonders erwähnt. Stets war er lediglich ein Gebrauchshund, den man weder als eigene Hunderasse anerkannte noch es für nötig erachtete, ihm einen eigenen, allgemein gültigen Namen zu geben. Daher kann auch nicht ganz eindeutig geklärt werden wann es die ersten Hunde dieser Hunderasse und dieses Aussehens wirklich gab. Man vermutet jedoch, dass bereits zwischen 1872 und 1874 erste Hundeausstellungen stattfanden, wo die Schapendoezen – so der Plural – anzutreffen waren. Dort liefen sie unter der Bezeichnung „Inländische Hütehunde“. Erst in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen begannen die Niederländer, sich für eine eigene Hunderasse und somit für die heutigen Schapendoezen zu interessieren. Als Begründer dieser Hunderasse gilt Pieter M. C. Toepoel, seines Zeichens Kynologe. Die wirklich strukturierte Zucht begannen  Schapendoes Hundezüchter zwischen 1940 und 1945, und 1952 fand die vorläufige Anerkennung statt. Erste Standards wurden zwei Jahre später festgelegt, die endgültige Anerkennung erfolgte jedoch erst im Jahre 1971. Auch heute noch befindet sich die Hunderasse der Schapendoezen im Aufbau. Der erste Wurf hierzulande gelang übrigens erst 1986.

Herdenschutzhunde

Preis: EUR 34,00

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Erscheinungsbild

Schapendoezen laufen unter der FCI-Standardnummer 313. Hierbei zählen sie zur Gruppe 1 – Hüte- und Treibhunde – sowie zur Sektion 1 – Schäferhunde. Sie haben eine Widerristhöhe von 40 bis 51 cm und bringen dabei 12 bis teilweise sogar 25 kg auf die Waage. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 13 bis 15 Jahren. Entgegen vieler anderer Hunderassen sind die Schapendoezen sowohl bezüglich Fell als auch Größe und Gewicht je nach Einsatz und Bedürfnis verschieden. Generell jedoch kann man sie als Hütehunde mit dichtem, langem und leicht gewelltem Fell mit vieler Unterwolle beschreiben. Dabei sieht dieser Hund Dank seines Haarkleides voluminöser aus, als er es vom Knochenbau her ist. Farblich betrachtet sind alle Farben erlaubt, jedoch tritt der Schapendoes meistens in schwarz, grau oder weiß sowie in den Zwischennuancen vor. Sehr selten gibt es ihn in braun. Die Körperform des Schapendoes ist eher als länglich zu bezeichnen, seine Ohren sind klein und hängend, die Rute lang und behaart.

Wesen/Charakter des Schapendoes


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Als Schutz- oder Wachhund ist der Schapendoes weniger geeignet.

Kommt gut mit Kindern zurecht: Der Schapendoes eignet sich sehr gut als Familienhund. Der Schapendoes liebt Beschäftigung und betreibt daher auch sehr gerne verschiedene Hundesportarten.

Trotz recht unterschiedlichen Aussehens, sind alle Schapendoezen vom Wesen her gleich: Sie sind hochintelligente, temperamentvolle, lernwillige, selbstständig arbeitende, wendige Hunde, die einen sehr engen Bezug zum Menschen brauchen sowie einen enormen Bewegungsdrang haben. Leider sagt man ihnen gerne Sturheit und Eigensinn nach, was fälschlicherweise mit ihrer Selbstständigkeit verwechselt wird. Der, eine große Sprungkraft besitzende Schapendoes eignet sich nicht nur besonders gut als Arbeitshund, was in seiner Vergangenheit begründet ist, er ist ebenso auch der ideale Hund für zahlreiche Hundesportarten wie Turnierhundesport, Dogdancing, Flyball oder Agility. Auch als Begleiter beim Radfahren und Joggen eignet er sich. Außerdem kann der Schapendoes als Rettungs- und Fährtenhund eingesetzt werden. Zum Schutzhund eignet er sich jedoch nicht. Außerdem ist er der ideale Familienhund, da er stets freundlich sowie verspielt ist und die menschliche Bindung sucht. Mit Kindern kommt er gut zurecht. Bezüglich seiner Hundeerziehung kann gesagt werden, dass der Schapendoes unbedingt einer großen Konsequenz bedarf. Harte Worte, Gesten oder gar Strafen hingegen verträgt dieser recht sensible Hund weniger. Aufgrund seiner hohen Intelligenz lernt er sehr schnell, hasst hingegen sture, eintönige Übungen, die sich für ihn grundlos zu wiederholen scheinen. Keinesfalls darf der Schapendoes in einem Zwinger gehalten werden. Übrigens erfreut sich diese Hunderasse einer relativ robusten Gesundheit, wodurch ein Kauf dieser Hunderasse hinsichtlich zu erwartender rassetypischer Hundekrankheiten weitestgehend unproblematisch ist.

Auslauf/Pflege

Schapendoezen brauchen viel Bewegung, ideal ist ein Haus mit Garten, in dem sie sich frei bewegen können. Trotz größerer Spaziergänge darf man jedoch nicht vergessen, dass der Schapendoes ein sehr intelligenter Arbeitshund ist und unbedingt eine sinnvolle wie auch abwechslungsreiche Beschäftigung braucht. Übrigens kann man Schapendoezen getrost ohne Leine laufen lassen, was natürlich nur bei adäquater Hundeerziehung gilt. Die Fellpflege sollte in regelmäßigem Bürsten beziehungsweise Kämmen sowie wiederholtem Durchsuchen nach Parasiten bestehen.

Schapendoes in Not

Es kommt zwar eher selten vor, dass ein Schapendoes in Not gerät, doch traurigerweise sind Hunde dieser Rasse ebenso wenig davor gefeit, in ein Tierheim abgeschoben zu werden, wie die Vertreter anderer Rassen. Wie so oft, hat sich ein Mensch meist zuwenig mit den Folgen und Konsequenzen einer Hundehaltung auseinandergesetzt. In jedem Fall aber ist der Hund der Leidtragende. Jeder der sich einen Hund kaufen möchte, tut gut daran, zunächst ein paar Tierheime und auch Pflegestellen zu kontaktieren, um einmal nachzufragen, ob nicht gerade ein Hund dieser Rasse ein Zuhause sucht. Zwar sind die Chancen, auf diese Weise einen reinrassigen Schapendoes zu finden, wegen der geringen Verbreitung der Hunderasse  eher klein. Aber vielleicht kommt ja auch einer der vielen Mischlingswelpen in Frage, die in den Tierheimen abgegeben werden. Mit ein bisschen Glück findet man dann auch einen aparten Schapendoes Mischling.