Der Scottish Terrier – Kleine Persönlichkeit von der großen Insel

Scottish Terrier sind selbstbewusste Kleintierjäger


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Der Scottish Terrier braucht viel Bewegung und ist als Stadthund weniger geeignet.

Der manchmal auch Aberdeen Terrier genannte Scottish Terrier wurde früher zur Jagd auf Füchse, Hasen, Dachse und Otter eingesetzt.

Der Scottish Terrier ist einer der 4 schottischen Terrierrassen, zu denen neben ihm der Skye Terrier, der West Highland White Terrier sowie der Cairn Terrier zählen. Der kleine, quirlige Kerl – auch liebevoll „Scotie“ oder „Scotch“ genannt – ist ein sehr selbstbewusster Hund aus Großbritannien, der im Prinzip für das Leben in freier Natur und weniger für das einengende Leben in einer Wohnung gedacht ist. Mit seiner Zuwendung geizt er gerne ein wenig, ist aber sehr anhänglich, wenn man erst einmal seine Zuneigung gewinnen konnte.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Scottish Terrier

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 73
  • Widerristhöhe: 25 bis 28 cm
  • Gewicht: 8,5 bis 10,5 kg
  • Verwendung: Terrier
  • FCI-Gruppe 3: Terrier
  • Sektion 2: Niederläufige Terrier. Ohne Arbeitsprüfung.

Die genaue Herkunft des manchmal auch Aberdeen-Terrier oder fälschlicherweise Scotch Terrier genannten Scottish Terriers kann nicht ganz eindeutig bestimmt werden. Sicher jedoch ist, dass sich bereits vor Eintreffen der Römer in das schottische Hochland dem Scottish Terrier ähnliche Hunde in dieser Gegend aufhielten. Sie waren jedoch hochbeiniger und damit ein wenig größer als ihre heutigen Nachfahren. Auch hat sich im Laufe der Jahre der konkreten Zucht die Fellfarbe geändert. Mit dieser Erkenntnis gehören die Scottish Terrier übrigens zu den ältesten schottischen Terriern. Bereits von Anbeginn an wurde der Scottish Terrier zur Jagd auf Hasen, Otter, Füchse oder Dachse eingesetzt und war aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten ein beliebter Jagdgefährte. Später wurde er eher als Schauhund gezüchtet. Der heutige Scottish Terrier hat erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts sein Geburtsdatum.1868 kam er erstmals auf eine Ausstellung, und 1885 wurde er als Hunderasse verfestigt. 12 Jahre später erfolgte die Eintragung ins Buch des Kennel Clubs. Bis dahin hieß der eng mit dem Skye Terrier verwandte Hund „Aberdeen Terrier“. Erst Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich seine Bezeichnung in „Scottish Terrier“. Heute ist er einer der beliebtesten Terrier nicht nur auf der britischen Insel sondern auch hier auf dem Kontinent.

Der Scottish Terrier

Preis:

5.0 von 5 Sternen (3 Bewertungen)

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Erscheinungsbild

Der Scottish Terrier ist unter der FCI-Standardnummer 73 registriert und in die Gruppe 3 – Terrier – sowie die Sektion 2 -Niederläufige Terrier – eingeteilt. Bei einer Widerristhöhe von 25 bis 28 cm sowie einem Gewicht von 8,5 bis 10,5 kg wird dieser kleine Hund durchschnittlich 13 bis 14 Jahre alt. Das Fell des Scottish Terriers ist wetterfest. Es liegt eng an, hat ein dichtes, raues und drahtiges Deckhaar mit kurzer, dichter und weicher Unterwolle. Die meisten Scottish Terrier sind einfarbig schwarz aber auch weizenblond sowie in jeder Schattierung gestromt sind zulässig. Vom Körperbau her ist diese Hunderasse kurzläufig und untersetzt. Der Kopf ist länglich, weist typische Terriermerkmale auf und hat dünne, spitze, aufrecht getragene Ohren.

Wesen/Charakter des Scottish Terrier


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Der Scottish Terrier hat ein selbsbewusstes Wesen.

Der Scottish Terrier eigent sich auch sehr gut für Hundesportarten wie Agility und Obedience. Vosricht bei neuem Familienzuwachs: Scottish Terrier reagieren zuweilen recht eifersüchtig.

Der Scottish Terrier ist ein lebhafter, flinker, kleiner Kerl, der am liebsten ständig in Bewegung ist. Ferner wird ihm Intelligenz sowie Arbeitsfreudigkeit nachgesagt. Er ist wachsam und entsprechend seiner Vorgeschichte mit einem gewissen Jagdinstinkt ausgestattet. Als weitere Eigenschaften lassen sich ihm Zuverlässigkeit, Sanftmut, flinkes Gebaren sowie Freundlichkeit – besonders auch gegenüber Kindern – zuordnen. Seinem Besitzer gegenüber ist er treu ergeben, Fremde hält er sich hingegen zunächst eher auf Distanz. Weiterhin kann man den Scottish Terrier als kühn und sehr selbstbewusst bezeichnen, was auch dazu führt, dass er häufig als stur und eigensinnig bezeichnet wird. Und tatsächlich neigt diese Hunderasse auch von Grund auf zu einer gewissen Sturheit, was man jedoch mit entsprechender Hundeerziehung gut in den Griff bekommen kann. Überhaupt ist die richtige und konsequente Hundeerziehung bei diesem Hund – wie bei den Terriern generell – das A und O, um einen gut sozialisierten und verträglichen Hund zu haben. Dabei bedarf es keinesfalls der harten Worte, des Drucks oder gar der Gewalt, vielmehr sind freundliche Motivation und Konsequenz angesagt. Dennoch wird sich der Scottish Terrier stets seine terriertypische Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Persönlichkeit bewahren. Hin und wieder kann es vorkommen, dass er einen anderen Hund nicht leiden kann, dann geht er direkt auf ihn los, gleichgültig, welche Größe sein Gegenüber besitzt. Diese Hunde dienen heute hauptsächlich als Gebrauchshunde. Sie eignen sich besonders gut für Obedience oder Agility. Auch ist er der ideale Begleiter auf längeren Wanderungen. Ferner kann der Scottish Terrier gut in der Familie gehalten werden, vorausgesetzt, er erhält genügend Gelegenheit für Beschäftigung. Dabei sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Scottish Terrier sehr eifersüchtig sind, so dass sie eventuell neuen Familienzuwachs gerne übel nehmen. Trotz seiner Affinität zu Kindern muss man einplanen, dass er nicht unbedingt gerne grob angepackt oder aber in seiner Ruhe gestört werden möchte. In derartigen Fällen könnte er selbst den eigenen Kindern in der Familie gegenüber unwirsch reagieren. Obwohl es sich um eine relativ robuste Hunderasse handelt, neigen in seltenen Fällen Junghunde zu cranio-mandibuläre Osteopathie, einer sehr schmerzhaften Knochenkrankheit des Schädels. Zudem können sich häufig ab dem 7. Lebensjahr die Leberwerte erhöhen, was aber in der Regel keinen Einfluss auf das Lebensalter hat. Häufigstes Hundekrankheitsbild jedoch – und zwar leider 10 mal so oft wie bei anderen Hunden – ist Blasenkrebs, wobei wahrscheinlich genetische Veranlagungen die Hauptursachen sind. Befragen Sie am besten einen auf diese Hunderasse spezialisierten Hundezüchter dazu, wenn Sie einen dieser Scottish Terrier kaufen möchten.

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Auslauf/Pflege

Wie alle Terrier benötigt auch der Scottish Terrier viele Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei kann man ihn sowohl auf dem Land in einem Haus mit Garten als auch in einer Stadtwohnung halten. Wichtig ist ihm nur, dass er springen, rennen und graben darf. Es ist bei Spaziergängen übrigens unbedingt darauf zu achten, dass dieser Hund ursprünglich zur Jagd ging und auch heute noch einen gewissen Jagdinstinkt besitzt, was letztendlich bedeutet, dass er nicht an allen Orten von der Leine gelassen werden sollte. Auf längeren Wanderungen ist er ein motivierter und lustiger Begleiter. Der Scottish Terrier haart wenig, aber sein dichtes, raues Fell sollte täglich gebürstet werden. Ferner muss er regelmäßig professionell getrimmt werden, und die Haare um Augen sowie Ohren herum sollten ebenfalls in regelmäßigen Abständen gerade geschnitten werden. Fachleute raten dazu, zwei- bis dreimal pro Jahr „Stripping“ vorzunehmen, das ist eine Haarentfernung, sowie alle sechs bis acht Wochen mit einer Maschine zu scheren.

Scottish Terrier in Not

Da der Scottish Terrier in Deutschland nicht allzu verbreitet ist, kommen eher selten Scottish Terrier in Not. Dennoch werden auch Hunde dieser Rasse in Tierheimen abgegeben, weil Lebensplanung des Hundehalters und Ansprüche des Hundes miteinander kollidieren. Der Leidtragende ist jedoch immer der Hund. Mancher Hundebesitzer bringt es sogar glatt fertig, seinen Vierbeiner in ein Tierheim abzuschieben, weil er bei der Gestaltung des Urlaubs stört. Das ist sehr traurig und muss nicht sein, denn für den Urlaub mit Hund gibt es heute etliche interessante Angebote. Wer dennoch eine Reise plant, bei der der Liebling nicht dabei sein kann, kann den Hund auch in einer der inzwischen zahlreichen Hundepensionen in Deutschland abgeben.