Der Shar Pei – der chinesische Faltenhund

ein intelligenter und selbstsicherer Molosser – Shar Peis wollen konsequent erzogen werden


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Shar_Pei_Hunderasse 1

Der Shar-Pei – auch als Chinesischer Faltenhund bekannt – hat seinen Ursprung ist Tibet sowie in der nördlichen Provinzen Chinas. Er ist rund 2000 Jahre alt und gehörte vor ein paar Jahren noch der seltensten Hunderasse der Welt an. Die Chinesen, die eine sehr „blumige“ Sprache haben, beschreiben den Shar Pei – dessen Namen sich dort so liest ??? – wie folgt: Er hat ein Großmuttergesicht, einen großen Kopf wie eine Melone mit Ohren wie Muscheln und einer Nase wie bei einem Schmetterling, einen Hals wie ein Nilpferd, ein Hinterteil wie bei einem Pferd und Beine wie ein Drachen.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Shar Pei

  • Ursprungsland: China
  • Standardnummer: 309
  • Widerristhöhe: 44 – 51 cm
  • Gewicht: Rüden ca. 23 – 29 kg, Hündinnen ca. 20 – 25 kg
  • Verwendung: Jagd- und Wachhund
  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 2.1: Molosser, doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Aufgrund einiger Abbildungen und Funde kann man die Existenz des Shar-Pei bis in die Zeit von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. zurückverfolgen. Er wurde ausschließlich von Leuten der ärmeren Bevölkerung – wie Bauern und Fischer – gehalten, die ihn als Wachhund einsetzten. Hin und wieder wurde er auch zur Jagd auf Ratten und Kleinwild eingesetzt.Diesen seit Jahrhunderten in den Provinzen entlang des Südchinesischen Meeres lebenden Hunden sagt man die Stadt Dialak in der Provinz Kwun Tung als Ursprungsort nach. Neben des Wach- und Schutzdienstes standen ihm die Aufgaben eines Hüte- und Jagdhundes an. Er soll sogar für die Bärenjagd eingesetzt worden sein. Auch Hundekämpfe wurden mit ihm bestritten.Als die Engländer Ende des 18. Jahrhunderts China besetzten, brachten sie ihre Hunde mit, um Macht und Stärke zu demonstrieren. Mit ihrer Vorliebe zum Hundekampf stachelten sie die Chinesen an, die lediglich den Shar- Pei dafür zu bieten hatten. Daher rührt auch der Beiname „Chinesischer Kampfhund“.Mit dem Aufkommen des Kommunismus begann der Untergang der Hunde. Sie wurden als nutzulose Fresser propagiert, und die Steuern schnellten derartig in die Höhe, dass die Hundehaltung nicht mehr tragbar war. Auf diese Weise kam es dazu, dass beinahe alle Shar-Peis in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschwunden waren. Zu Beginn der 70er Jahre wandte sich ein Mann namens Matgo Law an eine amerikanische Fachzeitschrift mit der Bitte um Unterstützung beim Kampf um den Erhalt dieser Hunderasse . Das hatte einen derartig einschlagenden Erfolg, dass die ersten – und evtl. auch letzten – Exemplare aus China in die USA exportiert wurden. 1976 galt der Shar-Pei als zur seltensten Hunderasse weltweit zählend. Es gab ganze 145 Hunde, wovon allein 96 in den USA lebten. Zu Beginn der 80er Jahre dann waren bereits wieder einige Hundert Shar-Peis gezüchtet, und der Wiederbeginn des Shar-Pei begann. Allerdings unterschieden sich die ersten Exemplare dieser Hunderasse deutlich von den heutigen Shar-Peis. Seit etwas mehr als 30 Jahren – genauer genommen seit 1979 – gibt es den Shar-Pei auch hierzulande. Inzwischen gibt es etliche Shar Pei Hundezüchter in Deutschland; wer einen  Hund kaufen mag, wird also auf ein immer größer werdendes Angebot stoßen.

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Erscheinungsbild

Der mit der Standard-Nummer 309 versehene heutige Shar-Pei hat einen größeren Kopf und ist insgesamt massiger und kleiner als der Urtyp. Er zählt zur FCI-Gruppe 2 – Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde und verwandte Hunderassen – sowie zur Sektion 1 – Molosser, doggenartige Hunde. Rüden wie Hündinnen haben eine Widerristhöhe von 44 – 51 cm. Dabei wiegt die Hündin etwa 20 – 25 kg, während der Rüde 23 – 29 kg auf die Waage bringt. Der Shar-Pei kann 11 – 12 Jahre alt werden. Das Fell dieser Hunderasse ist kurz und hart und besitzt keine Unterwolle. Der Shar-Pei ist einfarbig braun, grau, schwarz, rot, rehbraun oder sand, wobei eine dunklere Schattierung entlang des Rückens sowie an den Ohren und an der Rute zulässig sind.Typisch für ihn sind die auffälligen, vielen Hautlappen – die Falten – an Kopf, Schwanzansatz und Widerrist. Ebenso bemerkenswert sind die sehr kleinen, dreieckigen, anliegenden Ohren, die blaue bis blauschwarze Zunge sowie das Zahnfleisch und der Gaumen gleicher Farbe. Die gerollte Rute wird über dem Rücken oder aber an der Seite getragen. Im Gegensatz zu anderen Welpen besitzen die Jungen dieser Hunderasse viel überflüssiges Fell. Die Faltenbildung findet zwischen der 2. und der 16. Woche statt, und der Hund wächst sozusagen in sein Fell hinein.

Wesen/Charakter des Shar Pei


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Als typischer Molosser strahlt der Shar-Pei Gelassenheit und Ruhe aus. Er ist intelligent und sehr selbstsicher, was seine Hundeerziehung nicht immer einfach macht. Dieser Individualist unter den Hunden ist ein freundlicher, friedlicher und sehr anhänglicher Typ, der die unbedingte Nähe seines Menschen braucht. Shar_Pei_Hunderasse 2Eigentlich ist er ein Hund, der sich auf EINEN Menschen konzentriert, dennoch ist er der ideale Familienhund, zumal er sehr kinderlieb ist. Eine Zwingerhaltung kommt für ihn überhaupt nicht infrage. Fremden gegenüber ist er eher abwartend und zurückhaltend. Anderen Hunden gegenüber neigt der Shar-Pei zur Dominanz.

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Auslauf/Pflege

Aufgrund seiner Körperform hat der Shar-Pei einen mäßig ausgeprägten Bewegungsdrang, was dem Besitzer weniger ausgedehnte und „schnellfüßige“ Spaziergänge denn eher abwechslungsreiche abverlangt. Rumschnüffeln und die Gegend erkunden, das kommt seinem Naturell sehr entgegen. Für den Hundesport ist er überhaupt nicht geeignet. Auch bezüglich der Pflege ist diese Hunderasse sehr anspruchslos, denn sein sehr kurzes Haar ist pflegeleicht. Entgegen vieler Behauptungen sammeln sich in den Falten auch weder Schmutz noch Ungeziefer.

Shar Pei in Not

Immer wieder kommen Shar-Pei in Not, weil ein Kauf nicht mit allen dazu gehörenden Überlegungen geplant wurde. Es soll sogar Hundebesitzer geben, die sich einen Shar-Pei aus Imagegründen zulegen, einfach weil sie den Hunde „irgendwie cool“ finden. Wer so geartet ist, sollte generell die Finger von einer Hundehaltung lassen, denn die traurige Konsequenz ist, dass dann der Hund nach einer kurzen Begeisterungsphase für das Tier im Tierheim abgegeben wird. Manchmal gerät ein Shar-Pei aber auch in Not, weil die Urlaubsplanung und der Umstand, dass da auch ein Hund ist, der versorgt oder mit in den Urlaub genommen werden will, miteinander kollidieren. Dabei gibt es heute sehr viele Reiseangebote für den Urlaub mit Hund. Ansonsten ist es eine gute Alternative, den Hund vorübergehend in einer guten und seriösen Hundepension unterzubringen.