Der Tibet Terrier – der Hütehund aus dem Himalaya

Liebt den Familienanschluß – der Tibet Terrier will immer dabei sein


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Entgegen der Bezeichnung „Terrier“ ist der Tibet Terrier keineswegs ein Terrier sondern ein Hütehund. In seiner Heimat Tibet hatte er in Höhen von um die 4500 m gemeinsam mit dem Tibet Mastiff die Aufgabe, Viehherden im Hochgebirge zu bewachten. Dort trug er die Namen Tibet-Apso oder Doki-Apso. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kam er nach Europa.In Tibet begleitete er in erster Linie geistige Würdenträger und galt zudem als Friedensstifter und Glücksbringer. Tibet Terrier kaufte man nicht, man bekam sie geschenkt. Erhielt eine normale, „weltliche“ Person einen Tibet Terrier Welpen geschenkt, so galt das als ganz besondere Ehre.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Tibet Terrier

  • Ursprungsland: Tibet (China)
  • Standardnummer: 209
  • Widerristhöhe: 35 – 45 cm
  • Gewicht: 8 bis 15 kg
  • Verwendung: Begleithund
  • FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
  • Sektion 5: Tibetanische Hunderassen. Ohne Arbeitsprüfung.

Es wird behauptet, dass alle Tibet Terrier auf einen einzigen Stamm zurückzuführen seien, der vor über 2000 Jahren von tibetischen Mönchen in einem dortigen Kloster gehalten worden sei. Das sei dadurch passiert, dass das Kloster längere Zeit durch ein Erdbeben von der Außenwelt abgeschnitten worden war und die Hunde somit nur untereinander vermischt werden konnten. Man sagte den damaligen Tieren besondere Intelligenz und Tapferkeit nach. Die englische Ärztin Dr. A. Greig bekam von einer tibetischen Händlerfamilie aus Dankbarkeit zwei Tibet Terrier geschenkt, die sie dann mit nach Europa brachte. Somit wurde die europäische Züchtung 1924 begründet.  Hierzulande findet man heute eine größere Anzahl Tibet Terrier Hundezüchter.

Tibet Terrier

Preis: EUR 24,90

4.0 von 5 Sternen (3 Bewertungen)

54 ab EUR 24,90

Erscheinungsbild

Der Tibet Terrier ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit der Standard-Nummer 209, die der Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde – sowie der Sektion 5 – Tibetanische Hunderassen – angehört. Bei einer Widerristhöhe von etwa 35 – 45 cm – wobei die Hündin etwas kleiner ist – wiegt der Tibet Terrier zwischen 8 und 11 kg, manche sogar 15 kg. Er kann 8 – im Extremfall sogar 18 – Jahre alt werden. Dieser Hund mit dem sehr langen und feinen Fell, das allerdings nicht bis auf den Boden reichen sollte, besitzt ein doppeltes Haarkleid mit dichtem, glattem oder gewelltem Deckhaar sowie feiner, wolliger Unterwolle. Lange Augenbrauen verhindern, dass das Fell die Augen bedeckt. Die Farbgebung ist sehr vielfältig, häufig ist der Tibet Terrier uni weiß, creme, grau oder schwarz, nie jedoch Leber- oder Schokoladenbraun. Eine zwei- oder dreifarbige Färbung ist ebenso möglich.Die Rute trägt der Tibet Terrier eingerollt über dem Rücken. Er besitzt sehr breite, flache Füße, wie es bei keiner anderen Hunderasse zu finden ist, die ihm in seinem Ursprung das Laufen im Schnee seiner Heimat erleichterten. Der Tibet Terrier ist recht robust und besitzt einen stämmigen, kraftvollen Körper, der sich unter dem typischen Fellkleid versteckt.

Wesen/Charakter des Tibet Terrier


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Hunderasse _Tibet_terrier2Man sagt dem anpassungsfähigen, treuen Tibet Terrier nach, dass er der ideale Familienhund sei. Er ist sehr kinderlieb und kann nicht gut alleine bleiben. Vielmehr ist er bestens dazu geeignet, seinen Besitzer überallhin zu begleiten. Zudem ist er sehr wachsam. Trotz aller Wachsamkeit ist er aber durchaus kein Kläffer, vielmehr schlägt er bei „Gefahr“ nur kurz an. Dieser Hund mit Charme und Intelligenz besitzt aber auch einen gewissen Grad an Eigensinn. Er ist verspielt und lebensfroh. Fremden gegenüber ist er eher abwartend und zurückhaltend. Man wird einen Tibet Terrier nie aggressiv oder streitsüchtig erleben. Er ist durchaus auch ein Hund für Anfänger.Als sensibler Hund ist er im wahrsten Sinne des Wortes ein „Gewohnheitstier“. Veränderungen mag er gar nicht, er ist fixiert auf feste Fütterungs- und Spaziergehzeiten und mag auch so seine bekannten Rituale nicht aufgeben. Bei harter oder gar gewalttätiger Hundeerziehung boykottiert er die Mitarbeit.

Auslauf/Pflege

Der Tibet Terrier bewegt sich gerne und viel. Er liebt die obligatorischen Spaziergänge mit seinem Besitzer, ist aber auch mit Begeisterung beim Bewegungssport – wie beispielsweise beim Agility – dabei. Wanderungen auch in steilem Gelände – sind für ihn, der gut klettern und springen kann, eine Herausforderung. Auch die Bewegung im Schnee erfreut das Tibet-Terrier-Herz. Wasser hingegen versucht er zu meiden. Das sehr lange Fell des Hundes sollte regelmäßig gebürstet werden. Dies tut man am besten 1x täglich, mindestens aber 1x in der Woche. Ehe es verfilzt, sollte man lieber schneiden. Man muss dabei aber bedenken, dass das Haar recht langsam nachwächst. Übrigens erhält diese Hunderasse erst mit 3 – 4 Jahren ihr volles Haarkleid. Die Fellpflege ist also insgesamt ein wenig aufwändiger: Die Haare sollten vorsichtig von unten nach oben gekämmt werden, wobei man eventuelle Fellknäuelchen mit einer Schere abschneiden muss.

Ein Welpe kommt ins Haus

Preis: EUR 9,95

4.4 von 5 Sternen (59 Bewertungen)

46 ab EUR 9,95

Tibet Terrier in Not

Wie kann es geschehen, dass auch Hunde dieser Rasse in Not kommen? Dafür, dass Tibet Terrier in Not geraten, können natürlich verschiedene Gründe ausschlaggebend sein. Wegen seines langen Haarkleides ist der Tibet Terrier ein recht auffälliger Hund und mancher Mensch wird sich nicht zuletzt aus Imagegründen einen Tibet Terrier kaufen. Gerade bei einem Hundeanfänger kann nach einer anfänglichen Begeisterung für den Hund eine Ernüchterung folgen, verbunden mit der Erkenntnis, dass der Hund ja auch „Arbeit macht und Geld kostet“.  Und so erfolgt manchmal eine Trennung schneller, als man denkt. Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass ein Hund nicht zur Imagepflege oder als Modeaccessoire dienen sollte; wer versucht, sein Selbstwertgefühl auf diese Art und Weise zu verbessern, sollte sich vielleicht besser ein anderes Auto zulegen, oder seinen Therapeuten konsultieren. Hunde sind keine Sachen.  Ein weiterer Grund ist immer wieder, dass bei der Urlaubsplanung der Hund nicht einbezogen wird. Es soll auch Hundebesitzer geben, die ihren Hund in einer Hundepension abgeben und nie wieder abholen, dabei findet man immer mehr ansprechende Reiseangebote für den Urlaub mit Hund.