Die Tiroler Bracke – ein Jagdhund mit sehr guter Nase und hervorragendem Orientierungssinn

Auch die Tiroler Bracke stammt wie alle Bracken von der Keltenbracke ab


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Tiroler Bracke Rasse

„Tiroler Bracke detail“ von Fotting. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 de über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tiroler_Bracke_detail.jpg#/media/File:Tiroler_Bracke_detail.jpg

Tiroler Bracken sind Jagdhunde, die als Gebrauchshunde für die Jagd im Wald und in den Bergen eingesetzt werden. Sie werden sowohl zur lauten Jagd auf Füchse und Hasen als auch als Schweißhunde für die Nachsuche auf verschiedene Wildtiere gebraucht.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Tiroler Bracke

  • Ursprungsland: Österreich
  • Standardnummer: 68
  • Widerristhöhe: 44 – 48 cm
  • Gewicht: 15 bis 22 kg
  • Verwendung: Gebrauchshund für Wald- und Bergjagd
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Sektion 1.2: Mittelgrosse Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung (Brackier- und Schweissprüfung).

Es wird angenommen, dass die Tiroler Bracke – wie auch alle anderen Bracken – von der Keltenbracke abstammt. Bereits Maximilian I. nahm in Tirol solche Tiere um das Jahr 1500 mit zur Jagd, wobei in seinen Jagdbüchern zu lesen ist, dass er aus diesen Typen seine Leithunde auswählte. Etwa um 1860 herum fing man mit der Reinzucht in Tirol an. Erst 36 Jahre später wurde ein Standard erstellt, und wiederum 12 Jahre später kam es zur offiziellen Anerkennung dieser Rasse. Waren einst mehrere Brackenschläge in Tirol beheimatet, so sind heute lediglich die roten und die schwarzroten Farbschläge geblieben. 1994 nahm man die Tiroler Niederbracke aus dem Standard heraus.

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Erscheinungsbild

Die FCI hat die Rasse „Tiroler Bracke“ anerkannt und ihr die Standard-Nummer 68 zugewiesen. Sie zählt zur Gruppe 6 – Lauf- und Schweißhunde – sowie zur Sektion 1 – Laufhunde – und zur Untergruppe 1.2 – Mittelgroße Laufhunde. Als Heimatland gilt Österreich. Sie haben eine mittlere Lebenserwartung von 9 bis 15 Jahren, je nach Gebrauch.
Während die Rüden eine Schulterhöhe von 44 bis 50 cm erreichen, werden die Hündinnen 42 bis 48 cm hoch. Ihr Gewicht liegt bei 15 bis 22 kg. Das Fell der Tiroler Bracke ist grob, stockhaarig und dicht mit mäßiger Unterwolle. Dabei existieren zwei Farbschläge: der rote sowie der schwarzrote Schlag. Erlaubt ist ebenso Dreifarbigkeit. Die roten Tiroler Bracken sind rot, hirschrot oder rotgelb. Hunde des schwarzroten Schlags haben einen schwarzen Mantel oder Sattel mit einem roten, in der Regel nicht scharf abgegrenzten Brand an Brust, Bauch, Kopf und Läufen. Beide Farbschläge können weiße Abzeichen auf Pfoten und Brust tragen.
Vom Körperbau her sind die Tiroler Bracken sehnige, gut bemuskelte Hunde mit einer mäßig abfallenden Kruppe und geringfügig länger als hoch. Ihr breiter Schädel weist einen deutlichen Stop auf. Die breiten, hoch angesetzten Ohren sind zur Spitze hin abgerundet und hängen herunter. Die gut behaarte Rute mit der dichten Bürste wird gerade bis säbelförmig getragen.

Wesen/Charakter der Tiroler Bracke


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Als echter Jagdhund ist die Tiroler Bracke ein selbstständig und leidenschaftlich arbeitender Hund mit viel Ausdauer, einer guten Spürnase sowie einem hervorragenden Orientierungssinn und enormer Konzentrationsfähigkeit, der sich weder von anderen Hunden noch von Schüssen ablenken lässt. Aufgenommene Fährten sowie aufgespürtes Wild zeigt er durch Spurlaut an.
Tiroler Bracken sind menschenbezogen, jedoch als Familienhund nur dann geeignet, wenn sie zudem jagdlich geführt werden oder aber zumindest Aufgaben bekommen, bei denen sie eigenständig Aufgaben lösen können und ihre Spürnase gefordert ist.

Auslauf/Pflege

Was die Fellpflege der Tiroler Bracke angeht, so ist diese recht einfach: Das kurze Stockhaar benötigt lediglich gelegentliches Bürsten.
Bei der Bewegung hingegen sieht es schon anders aus: Diese temperamentvollen Hunde benötigen unbedingt viel Auslauf sowie Beschäftigung; am besten Arbeiten, bei denen sie ihren jagdlichen Fähigkeiten nachgehen können. Ideal ist ein Haus mit Garten, in dem sich die Tiroler Bracke frei bewegen kann. Keineswegs ist diese Rasse für eine Stadtwohnung geeignet. Idealerweise gehört die Tiroler Bracke in die Hände eines Jägers.

Sonstiges

Tiroler Bracken sind gesunde und robuste Jagdhunde, die nicht von Erbkrankheiten betroffen sind, jedoch können sie bei falscher oder fehlender Sozialisierung im Welpenalter extrem nervös sein.