Der Welsh Terrier – Ein kleiner Airdale Terrier?

Wachsam, fröhlich und anhänglich: Der Welsh Terrier zeichnet sich bei richtiger Hundeerziehung durch guten Gehorsam aus


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Welsh Terrier waren urprünglich dazu bestimmt, Füchse aus ihrem Bau zu treiben.

Ursprünglich ein versierter Fuchsjäger: Rein optisch ähnelt der Welsh Terrier stark dem Airedale Terrier. Beide Hunderassen sind jedoch keineswegs eng miteinander verwandt.

Der Welsh Terrier – auch als Waliser Terrier bekannt – stammt, wie der Name bereits verrät, aus Wales. Er ähnelt sehr stark dem wesentlich größeren Airdale Terrier, mit dem er jedoch keineswegs eng verwandt ist. Seine ursprüngliche Aufgabe bestand darin, Füchse unverletzt aus ihrem Bau zu treiben. Heute ist er mehr und mehr ein Familienhund geworden.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Welsh Terrier

  • Ursprungsland: Grossbritannien (UK)
  • Standardnummer: 78
  • Widerristhöhe: 36 bis 39 cm
  • Gewicht: 8 bis 10 kg
  • Verwendung: Terrier
  • FCI-Gruppe 3: Terrier
  • Sektion 1: Hochläufige Terrier. Arbeitsprüfung fakultativ.

Den Welsh Terrier gab es nachweislich bereits im 10. Jahrhundert, was ihn zum ältesten Terrier werden lässt. Seine Vorfahren waren die Black and Tan Terrier. Die erstmalige Erwähnung der Bezeichnung „Welsh Terrier“ fand sich 1737 in dem Namen Carnarvonshire Welsh Terrier wieder. Diese Hunde wurden in der damaligen Zeit zur Dachs-, Otter- sowie Fuchsjagd eingesetzt, weil sie sowohl die Größe als auch die Wendigkeit hierfür besaßen. Welsh Terrier Hundezüchter begannen jedoch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England mit der gezielten Zucht der Rasse. 1886 wurde der erste Welsh Terrier Club gegründet. Bezüglich des Hunderasse standards hat sich diese Hunderasse kaum verändert. In Amerika wurde der Welsh Terrier übrigens bis 1901 unter dem Namen Old English Terrier geführt. Bei uns fand man die ersten Hunde dieser Hunderasse Anfang des 20. Jahrhunderts, wobei die ersten 1931 im eingetragenen Klub für Terrier aufgenommen wurden.

Welsh Terrier

Preis: EUR 14,95

3.9 von 5 Sternen (7 Bewertungen)

5 ab EUR 14,95

Erscheinungsbild

Mit einer Widerristhöhe von 36 bis 39 cm Höhe sowie einem Gewicht von 8 bis 10 kg ist der mit der FCI-Standardnummer 78 geführte Welsh Terrier ein eher mittelgroßer Hund. Dabei zählt er zur Gruppe 3 – Terrier – sowie zur Sektion 1 – Hochläufige Terrier. Seine Lebenserwartung ist mit 14 bis 15 Jahren recht hoch. Das Fell des Welsh Terriers ist vorzugsweise schwarz und lohfarben oder schwarz-grau und lohfarben. Dabei ist sein Haar hart, drahtig und sehr dicht mit Unterwolle. Das Fell sollte keinesfalls geschoren sondern getrimmt werden. Typisch für diese Hunderasse ist der längliche, flache Schädel. Der Hund besitzt kleine, dunkle Augen sowie ebenfalls kleine, nach vorne gekippte V-förmige Ohren und eine hoch angesetzte Rute, die nach oben weist. Bis zum bestehenden Verbot wurde der Schwanz kupiert.

Wesen/Charakter des Welsh Terrier


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Auch der Welsh Terrier zeichnet sich wie andere Terrier auch, durch einen mutigen Charakter aus.

Der Welsh Terrier ist ein sehr agiler Hund, der gerne mit einer Hundesportart wie z.B. Agility beschäftigt werden möchte.

Beim Welsh Terrier handelt es sich um einen stets fröhlich wirkenden, anhänglichen Hund, der bei richtiger Hundeerziehung sehr gehorsam sein kann und leicht zu führen ist. Fremden gegenüber ist er kaum scheu und zurückhaltend. Anderen Hunden gegenüber – selbst größeren – kann er sich sehr gut behaupten ohne in der Regel aggressiv zu sein. Das rührt von seinem Mut, seiner Furchtlosigkeit sowie seinem Durchsetzungsvermögen her. Ferner ist der Welsh Terrier wachsam ohne ein extremer Kläffer zu sein. Als Negativum wären ihm seine bisweilige Launenhaftigkeit und sein Eigensinn anzukreiden. Dieser sportliche, lebhafte und ausdauernde Hund bedarf dringend geistiger wie auch körperlicher Betätigung. Wie alle Terrier eignet sich auch der Welsh Terrier für den Hundesport wie Agility oder Turnierhundesport, aber auch Wandern, Radfahren, Joggen oder das Begleiten beim Ausritt zu Pferde ist das ideale Betätigungsfeld für ihn. Ansonsten ist er – neben seiner Aktivität als Jagdhund – der ideale Begleit- und Familienhund, der selbst in einer kleinen Wohnung gut zu halten ist. Was seine Hundeerziehung anbelangt, so sollte sie – wie eigentlich bei jedem Hund – geprägt sein von großer Konsequenz. Da er jedoch gerne dominant ist, ist dies bei ihm ganz besonders wichtig, damit er rechtzeitig lernt, wer Rudelführer ist. Zudem ist eine frühzeitige Sozialisation anzuraten. Wenn Sie einen Welsh Terrier Hund kaufen wollen, sollten Sie auch an den zeitigen Besuch einer Welpenschule denken.  Prinzipiell ist diese Hunderasse recht unempfindlich gegenüber Hundekrankheiten, leider jedoch tritt das Glaucoma als rassetypische Hundekrankheit gehäuft auf. Dabei handelt es sich um eine Erhöhung des Augeninnendrucks, was zumeist bei beiden Augen auftritt und zur vollkommenen Erblindung führt.

Auslauf/Pflege

Der sehr agile Welsh Terrier benötigt regelmäßige Spaziergänge, die sich ruhig auch über Stunden erstrecken können. Dann ist er selbst in einer kleinen Stadtwohnung friedlich. Bei den Spaziergängen sollte man allerdings unbedingt seinen vorhandenen Jagdtrieb beachten und ihn nur dort loslassen, wo er dieser Leidenschaft nicht nachgehen kann. Als nicht haarender Hund ist der Welsh Terrier der ideale Hund für Allergiker. Keinesfalls sollte er geschoren werden, dafür muss er aber drei bis vier Mal im Jahr fachmännisch getrimmt werden. Er sollte nicht geduscht oder shampooniert werden, das Abreiben mit einem Hundehandschuh genügt und gibt dem Hund zugleich Streicheleinheiten.

Welsh Terrier in Not

Wie immer ist es so, dass Hunde in ihrer Existenz gefährdet sind, wenn Menschen ihrer Aufgabe, einen Hund zu lieben, ihm ein Zuhause zu geben und sich mit ihm zu beschäftigen, nicht gerecht werden oder gerecht werden können. So geraten auch Welsh Terrier in Not. Gerade in den Sommermonaten kommt es auch häufiger vor, dass Hunde einfach auf einem Autobahnparkplatz ausgesetzt oder vor dem Supermarkt angebunden werden und Herrchen oder Frauchen kommt nicht zurück. Mancher Hundehalter hat unbedacht einen Urlaub gebucht und stellt jetzt fest, dass es Schwierigkeiten gibt, den Vierbeiner mitreisen zu lassen. Dabei gibt es genügend Hundepensionen in Deutschland, die den Hund auch für mehrere Wochen aufnehmen können. Zudem spezialisieren sich auch immer mehr Reiseanbieter auf den Urlaub mit Hund.