Yorkshire Terrier
Der Yorkshire Terrier – ein intelligenter, mutiger Kleinhund
Allgemeines
Noch vor mehreren Jahrzehnten war der Yorkshire Terrier als Hunderasse nur in Fachkreisen bekannt. Aber schon bald eroberte der kleine mutige und anhängliche Hund die westliche Welt und wurde zur beliebtesten Kleinhunderasse. Die Yorkshire Terrier, auch „Yorkies“ genannt, sind aufgrund ihrer Vergangenheit als Gebrauchshunde keine Schoßhunde. Sie gehören zu den intelligentesten Hunderassen und benötigen einen Besitzer, der genügend Zeit für sie hat. Da sie sehr viel Aufmerksamkeit, Auslauf und eine entsprechende Pflege des glänzenden Fells benötigen, sollten sie eher als Einzelhund gehalten werden. Die lebhaften, wachsamen Yorkshire Terrier fühlen sich auch in einer Stadtwohnung wohl und sind ein zauberhafter, lebhafter Gefährte.
Geschichte und Herkunft
Seit Mitte des 18. Jahrhunderts begann die Züchtung des Yorkshire Terrier in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire, die ihm auch seinen Namen gab. Seine Aufgabe war es, die Industriestädte von der Ratten- und Mäuseplage zu befreien. Da dort meist die ärmsten Gesellschaftsschichten wohnten, ist der Yorkshire Terrier ursprünglich ein „Underdog“. Obwohl von kleiner Größe trägt der Yorkshire Terrier ein Erbe als Jagd- und Kampfhund in sich, was sein manchmal aggressives Verhalten erklärt. Man vermutet, dass mehrere Rassen an seiner Entstehung beteiligt waren, vor allem der Skype Terrier und möglicherweise der Malteser. Die ersten Züchtungen waren weitgehend artgerecht, bis unseriöse Züchter versuchten, Tiere mit großen Augen und puppenhaftem Aussehen zu kreieren, die meist gesundheitliche Probleme aufwiesen. Wichtig ist, dass ein Züchter auf den Charakter und die Gesundheit dieser interessanten Hunderasse achtet.
Erscheinungsbild
Ein ganz normaler Hund – Der Körperbau des Yorkshire Terriers ist dem der großen Rassen ähnlich, er besitzt nur ein kleineres Format Die Widerristhöhe von Rüden und Hündinnen beträgt 22 bis 24 cm. Das Körpergewicht sollte 2,4 bis 3,1 kg nicht übersteigen. Der Yorkshire Terrier gehört zur Gruppe 3 (Terrier), Sektion 4 (Zwergterrier) und besitzt die Standard-Nr. 86. Seine Lebenserwartung liegt bei ungefähr 12 Jahren.
Der oder die kleine langhaarige Schöne – Besonders schön ist das seidig glänzendes Fell des Yorkshire Terriers. Er besitzt ein Körperfell in dunklem Stahlblau, die Kopf- und Brusthaare sind in einer intensiv goldenen Farbe. Auch an der mittellange Rute wachsen reichlich Haare. Mit einer dunklen Wurzel werden die Haare zur Spitze hin immer heller. Das Haar ist am ganzen Körper lang und glatt. Von der Tatsache, dass es beim Yorkshire Terrier, im Vergleich zu anderen Rassen, keinen Fellwechsel gibt, profitieren auch Menschen mit einer Allergie auf Hundehaare. Mit seiner aufrechten Körperhaltung und seinem adretten Aussehen, vermittelt der Yorkshire Terrier seiner Umgebung eine gewisse Wichtigkeit. Die dunkel glänzenden Augen haben einen intelligenten und aufmerksamen Ausdruck.
Wesen und Charakter des Yorkshire Terrier
Ein kleiner Hund mit Charakterstärke – Der Zwergterrier besitzt ein lustiges, lebhaftes und anhängliches Wesen. Im Verhältnis zu seiner Größe ist der Yorkshire Terrier ein sehr mutiger und wachsamer Hund mit Beschützerinstinkt. Da er nicht leicht zu erziehen ist, benötigt er bereits als Welpe eine starke Hand und liebevolle Zuwendung. Ein enger Kontakt zum Menschen ist dem Yorkshire Terrier wichtig, aber auch dass er sein ursprüngliches Wesen ausleben kann. Er ist es aufgrund seines Zuchthintergrundes nicht gewohnt, „verhätschelt“ zu werden. Da der Yorkshire Terrier seinem Besitzer viel Zeit und Aufmerksamkeit abfordert und er sich mit den meisten Hunderassen nicht so gut verträgt, sollte er eher als Einzelhund gehalten werden.
Offenes Wesen, aber nicht immer niedlich – Manchmal zeigt der Yorkshire Terrier geballte Angriffslust im Kleinformat. Der Besitzer dieser Hunderasse muss Sicherheit vermitteln und von Anfang an klarstellen, wer das Sagen hat. Der Yorkshire Terrier ist nicht immer kinderlieb und sollte nur mit Kindern zusammen sein, die er bereits als Welpe kennengelernt hat. Da er sehr mutig ist, hat der Yorkshire Terrier keine Angst vor größeren Hunderassen und Fremden. Mitunter kann er sehr stur sein. Die Hunde sind Individuen und variieren in ihrem Wesen.
Ein idealer Begleit- und Gesellschaftshund – Der Yorkshire Terrier ist ein sehr reger Hund. Wenn er auch das Spielen und Herumtollen liebt, kann er sich in der Wohnung auch ruhig und anschmiegsam verhalten. Diese Hunderasse kann auch problemlos in einer Etagenwohnung verschiedener Größe gehalten werden. Seine flexible Intelligenz erlaubt es ihm, sich den unterschiedlichen Gegebenheiten anzupassen.
Auslauf/Pflege
Starker Bewegungsdrang und Spieltrieb – Der Yorkshire Terrier ist bei artgerechter und gesunder Haltung ein robuster Hund, der auch vor Regen und Schnee nicht zurückschreckt. Allerdings sollte er nicht nass bei kalten Temperaturen unterwegs sein. Er benötigt oft und viel Auslauf, junge Hunde etwas kürzere Ausflüge als ausgewachsene Yorkshire Terrier.
Der Besitzer muss sich auf ungefähr dreimal täglich eine Stunde Auslauf im Freien einstellen. Manche Hunde freuen sich auch auf längere Ausflüge. Da sie einen ausgeprägten Spieltrieb besitzen, ist es wichtig, dass ihnen auf diesen Spaziergängen viel Abwechslung geboten wird.
Haarpflege – für eine optimales Aussehen des Yorkshire Terrier – Um einen gepflegten Yorkshire Terrier an seiner Seite zu haben, sollten Zeitaufwendungen für die Haarpflege und das Baden nicht gescheut werden. Täglicher Einsatz von Kamm und Bürste müssen sein. Das bodenlange zarte Haar wird auch beim Yorkshire Terrier leicht brüchig und muss entsprechend gepflegt werden, damit es nicht seinen wunderschönen Glanz verliert. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass die langen Kopfhaare nicht die Augen verdecken. Da der Yorkshire Terrier kein Fell sondern Haare besitzt, sollten geeignete Pflegemittel verwendet werden.


