Der Zwergpinscher – Ein quirliger Schoßhund

Ein Vierbeiner mit starkem Bewegungsdrang – der Zwergpinscher liebt Hundesportarten wie Agility oder Dogdancing


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Zwergpinscher mit lebhaftem Wesen

Aufgrund seiner Farbe, die an ein Reh denken lässt, wird der Zwergpinscher auch Rehpinscher genannt. Weitere Bezeichnungen, die man dieser Hunderasse gibt, sind Minidoberman, Minpin oder Miniature Pinscher. Die Österreicher nennen diese Hunderasse auch Rehrattler. Einst war er ein beliebter Schoßhund für Damen der vornehmen Gesellschaftsschichten, heute ist er ein beliebter Hund für die Familie. Wer heute einen Hund kaufen und halten mag, findet etliche Hundezüchter, da sich diese Hunderasse  zunehmender Beliebtheit erfreut.

Der Zwergpinscher stammt aus Deutschland. 1895 wurde durch Josef Berta der erste Pinscher-Klub gegründet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es parallel glatthaarige wie auch rauhaarige Welpen. Erst mit dem Beginn der Reinzucht, welche wiederum von Josef Berta vorgenommen wurde, kam es zur Unterscheidung zwischen Schnauzer und Pinschern.  Da der Zwergpinscher sich auch hierzulande einer zunehmenden Beliebtheit erfreut, gibt es auch immer mehr Zwergpinscher Hundezüchter in Deutschland.

Pinscher: Deutscher Pinscher und Zwergpinscher

Preis: EUR 24,90

3.5 von 5 Sternen (8 Bewertungen)

55 ab EUR 24,90

Video zur Rasse des Zwergpinscher

Erscheinungsbild

Steckbrief Zwergpinscher

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 185
  • Widerristhöhe: 25 bis 30 cm
  • Gewicht: 3 bis 6 kg
  • Verwendung: Haushund, Begleithund
  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 1: Pinscher und Schnauzer. Ohne Arbeitsprüfung.

Der Zwergpinscher hat von der FCI die Standardnummer 185 erhalten; dabei zählt er zur Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde) sowie zur Sektion 1.1 – Pinscher. Bei einer Widerristhöhe von lediglich 25 bis 30 cm und einem Gewicht von 3 bis 6 kg zählt dieser kleine, zierliche Hund zu den kleinen Vertretern der Hunderassen. In der Regel erreicht er ein Alter von 14 bis 15 Jahren. Beim dichten, kurzen, glänzenden und eng anliegenden Haarkleid herrschen die beiden Farben Rot und Schwarz vor: Einfarbig rot – wobei die genauere Bezeichnung Hirschrot bzw. die Nuancen von rotbraun bis dunkel rotbraun sind – und schwarz – dabei ist das Fell glänzend und weist rote oder braune Abzeichen vor. Der rote Zwergpinscher wird auch gerne Rehpinscher genannt. Er besitzt übrigens keine Unterwolle. Der Körper des Zwergpinschers kann als quadratisch bezeichnet werden. Die Hunderasse weist einen eher langgestreckten Kopf vor, wobei er eine flache, faltenlose Stirn und einen leichten, dennoch deutlichen Stop hat. Die V-förmigen Ohren des Zwergpinschers sind hoch angesetzt und entweder mit Klappfalte versehen oder aber als Stehohren vorhanden.

Wesen/Charakter des Zwergpinscher


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Zwergpinscher zeichen sich durch eine treuen Charakter ausBei dieser Hunderasse handelt es sich um einen selbstbewussten sowie lebhaften kleinen Kerl, der seinem Besitzer gegenüber treu ergeben und wachsam ist, dafür aber dessen häufige Nähe einverlangt. Auch mit anderen Hunden sowie mit Kindern verträgt er sich gut.Dabei besitzt er, trotz seiner geringen Größe, einen merklichen Bewegungsdrang. Wird dieser außer Acht gelassen, so neigt der Zwergpinscher zur Nervosität. Auffallend ist auch seine relativ niedrige Reizschwelle. Dennoch kann man behaupten, dass sich ein Zwergpinscher gut erziehen lässt und auch in die Hände von weniger erfahrenen Hundebesitzern gelangen darf, was für einen Kauf dieser Hunderasse spricht.  Selbst für Senioren erscheint diese Hunderasse geeignet – vorausgesetzt, Bewegung und Beschäftigung stimmen.

Auslauf/Pflege

Wie bereits mehrfach erwähnt, benötigt dieser kleine, quirlige Kerl genügend Auslauf und Beschäftigung. Dogdancing, Agility und andere Hundesportarten eignen sich hervorragend für ihn. Erhält er derartige Aufgaben, so kann der Zwergpinscher durchaus auch in einer kleineren, in einer Stadtwohnung, gehalten werden. Auch die Fellpflege ist relativ einfach und wenig zeitintensiv: Gelegentliches Abreiben mit einem speziellen Hundehandschuh, mehr verlangt das Fell dieser Hunderasse nicht.

Zwergpinscher in Not

Weshalb geraten Zwergpinscher in Not? Vielleicht liegt es daran, dass mancher Mensch sich, bevor er einen Hund dieser Rasse erwirbt, einfach zu wenig Gedanken über die Erfordernisse einer Hundehaltung macht. Dies passiert besonders bei kleinen Hunden öfters, da manche Menschen der Meinung sind: „Ach, den kann ich ja überallhin mitnehmen, der stört doch niemanden!“  So ist die Entscheidung, sich einen kleinen Hund zuzulegen, oft noch weniger durchdacht, als bei größeren Hunden.  Aber auch der Zwergpinscher ist ein Hund, der gefordert und gefördert werden möchte und seine tägliche Aufmerksamkeit braucht. Dabei kommt dann mancher Hundehalter an seine Grenzen, sei es nun aus beruflichen oder sonstigen Gründen. Bevor man aber einen Termin mit dem Hundezüchter vereinbart, ist es jedenfalls sehr sinnvoll, mehrere Tierheime bzw. Tiernothilfen zu kontaktieren oder auch mal im Internet zu recherchieren, ob man nicht ein Exemplar dieser Rasse in Not findet. Vielleicht kommt ja auch einer der vielen Mischlingswelpen aus dem Tierheim in Frage; manchmal findet man hier auch Kreuzungen mit Pinschern oder Zwergpinschern. Nicht immer muss es ein Rassehund sein, oder ?