Fährtenarbeit
Fährtenarbeit mit dem Hund
Bei der Fährtenarbeit sucht der Hund mit seiner gut ausgebildeten Nase eine Fährte ab. Dieses natürliche Vorgehen beruht auf einer langen Tradition, bei der die Hunde in früheren Zeiten in bestimmten Situationen solche Fährten verfolgen mussten um zu überleben. Fährtenarbeit heute wird teilweise als Hundesportart betrieben, wobei man zwischen Eigenfährten und Fremdfährten unterscheidet. Bei Fremdfährten legt ein Fährtenleger eine bestimmte Fährte im Freien aus. In Feld, Wald und Wiese werden hierbei Gegenstände ausgelegt, welche der Hund beim Absuchen – auch Ausarbeitung genannt – entweder passiv anzeigt – verweist – oder aber aufnimmt. Bei der Eigenfährte legt der Hundeführer selbst die Fährte aus. Bei der Suche folgt der Hundeführer seinem Tier in etwa 10 Meter Abstand.
Fährtenarbeit Ausbildung
Bei der Ausbildung unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Spuraufnahmearten: Beim Mantrailing nimmt der Hund den wirklichen Geruch des zu suchenden Menschens auf und verfolgt die Spur, bei der Fährtenarbeit orientiert sich das Tier an den eher mechanischen Verletzungen des Bodens sowie zertretenen Kleinstlebewesen und Pflanzen beziehungsweise den dort platzierten Gegenständen. Regen aber auch kreuzende andere Spuren können dabei zu Irritationen führen, und der Hund wird zur Hochleistung aufgefordert.
Prüfungen in Fährtenarbeit
Fährtenarbeit wird im Hundesport je nach Leistungsstufe unterschiedlich geprüft. In der Ausbildung variiert die Zeit zwischen Auslegen der Fährte und der Aufnahme der Spur. Für die Fährtenhundeprüfung 1 und 2 muss die Fährte 3 Stunden alt sein und es können verschiedene Richtungswechsel eingebaut werden. Bei der nächst höheren Prüfung legt ein zweiter Fährtenleger eine die ursprüngliche Fährte kreuzende Spur. Ziel ist es, dass der Hund die Ursprungsfährte beibehält.
Anforderungen bei der Fährtenarbeit an den Hund
Bei der Fährtenarbeit wird dem Hund offiziell Folgendes abverlangt:
• Intensives sowie ruhiges Aufnehmen der Witterung mit der Nase
• Verfolgung der Fährte mit tiefer Nase in gleichmäßigem Tempo
• Gutes Suchverhalten bei sicherem Ausarbeiten der Winkel
• Selbstständigkeit ohne dass der Hundeführer den Hund aufmuntern oder an der Leine korrigieren muss
• Sofortiges Verweisen oder Aufnehmen des Gegenstandes
In verschiedenen Prüfungen wird die Leistung des Fährtenhundes in drei Kategorien eingeteilt: Ein fährtenfester Hund nimmt die Fährte auf, verfolgt sie, weicht aber ab, wenn er abgelenkt wird. Der fährtensichere Hund ignoriert bei der Fährtenverfolgung ältere wie auch jüngere Verleitungen. Der fährtenreine Hund letztendlich ignoriert jegliche Verleitungen.


