Windhundrennen
Windhundrennen und Coursing
Wie der Name bereits verrät, ist das Windhundrennen ein Hundesport für Windhunde. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten: Zum einen findet das Rennen auf einer festen Rennbahn statt, zum anderen handelt es sich ums Coursing. Im ersten Fall geht es ausschließlich um Geschwindigkeit; beim Coursing wird das Jagdverhalten der Windhunde bewertet. Auf der Rennbahn starten die Hunde aus Boxen heraus und rennen einem Dummy hinterher, der meistens aus einem einfachen Stoffbündel mit Flatterband besteht. Die Rennstrecke beträgt hierzulande 480 Meter; bei kleineren Windhundrassen wird sie verkürzt. Schauplatz des Coursings ist das freie Feld. Hier wird ebenfalls mit einer Hasenattrappe gearbeitet, die allerdings so gelenkt wird, dass sie – dem natürlichen Hasenverhalten entsprechend – Haken schlägt. Somit muss der Hund nicht nur rennen, sondern auch mitdenken. Beim Coursing starten jeweils zwei Hunde zusammen von denen jeder zwei Durchgänge läuft. Bewertungskriterien sind Gewandtheit, Eifer, Schnelligkeit, Kondition und Intelligenz.
Windhundrassen der FCI Gruppe 10 dürfen teilnehmen
Sowohl beim Coursing als auch beim Bahnrennen können alle Windhundrassen der FCI-Gruppe 10 teilnehmen. Die bekanntesten sind der Afghane, der Barsoi, der Galgo Español, der Greyhound und der Irish Wolfhound. Ferner sind in Deutschland wie auch in einigen anderen Ländern Jagdhunde aus der FCI-Gruppe 5 zugelassen. Dazu gehören unter anderem der Podenco Ibicenco und der Pharaoh Hound. Teilweise sind auch der Rhodesian Ridgebacks, der Basenjis sowie der Thai Ridgebacks startberechtigt. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 18 – bei den kleinen Rassen 15 – Monate, das Höchstalter 8 Jahre. Um die Hunde voneinander zu unterscheiden, tragen sie während des Rennens farbige Decken beziehungsweise eine Halskrause. Zudem ist ein spezieller Maulkorb vorgesehen, um Verletzungen zu vermeiden, falls sich die Hunde am Ziel auf den Dummy stürzen sollten. Windhunderennen werden von Vereinen organisiert. Hierzulande sind offizielle Windhundrennen sowie Wetten verboten.


