Urlaub mit Hund in Deutschland


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In Deutschland lässt sich prima Urlaub mit Hund machen.Warum in die Ferne schweifen…? Wer im Urlaub wirklich Erholung und Entspannung sucht und auf lange Anfahrten, fremdes Essen sowie ungewohntes Klima verzichten mag, der sollte die schönste Zeit im Jahr in Deutschland verbringen. Ja, Sie lesen richtig!
Deutschland hat so viele schöne Ecken, und Sie finden zahlreiche hundefreundliche Unterkünfte sowie jede Menge Natur, wo sich Ihr Vierbeiner gemeinsam mit Ihnen wohlfühlen kann. Also, auf zum Urlaub in Deutschland!

Urlaub mit Hund in Deutschland – Einreisebestimmungen und Rechtliches

Klar ist, dass keinerlei Einreisebestimmungen einzuhalten sind, aber wie steht es sonst mit der allgemeinen Regelung bezüglich der Hunde im Urlaub? Hier einige wichtige Informationen:

  • Mikrochip – Auch bezüglich der Registrierung des Hundes durch einen Chip gibt es (immer noch) keine einheitliche Regelung: Unsere Hundegesetze werden auf Landesebene festgelegt, und so ist auch die Pflicht des Chippens Sache des jeweiligen Bundeslandes. Auch hier gilt: Ein Hund MUSS nicht gechippt werden, solange er nicht die deutsche Grenze überschreitet. Ratsam jedoch ist, den Hund mit einem (ISO)Mikrochip gemäß der ISO-Norm 11784 kennzeichnen zu lassen. Allein schon das Gefühl, der Vierbeiner könnte weglaufen oder mitgenommen werden und man kann ihn auf diesem Wege landesweit ausfindig machen, beruhigt.
  • Impfungen – Wer mit seinem Hund die deutschen Grenzen nicht überschreitet, hat keinerlei Verpflichtung, ihn impfen zu lassen. Wer seinen Vierbeiner jedoch liebt, der lässt ihn impfen. Auch der bestehende Tierschutz in Deutschland, der sich für das Wohl des Hundes ausspricht, beinhaltet meiner Meinung nach zumindest eine Grundimmunisierung. Hinzu kommt, dass beim Anmieten von Unterkünften nicht selten nach dem Impfausweis mit bestimmten Impfungen gefragt wird. Daher schlagen wir vor, das Tier bereits im Welpenalter beim Tierarzt vorzustellen und sich den Impfempfehlungen anzupassen. Wichtig sind Impfungen gegen Tollwut, Staupe, Zwingerhusten, Leptospirose, Borreliose, Babesiose, Parvovirose sowie Hepatitis contagiosa canis. Selbstverständlich sollten zudem regelmäßige Entwurmungen und Flohkuren vorgenommen werden sowie Vorbeugung gegen Zeckenbefall getroffen werden. Der richtige Eintrag in einen gültigen EU-Heimtierausweis garantiert, dass bei der Anmeldung in Hotels, auf Campingplätzen sowie anderen Unterkünften aber auch bei Kontrollen in Bahnen und Bussen keine Probleme auftauchen.
  • Leinenpflicht – Auch die Leinenpflicht ist nicht einheitlich in Deutschland geregelt, nicht einmal innerhalb der jeweiligen Bundesländer ist sie gleichbleibend festgelegt. Das bedeutet, dass jede Gemeinde, jede Stadt ihre eigenen Regeln diesbezüglich aufstellen darf. Das bedeutet natürlich auch, dass sogar ein absolutes Hundeverbot ausgesprochen werden kann.
    Einige Kommunen und Städte haben vor allem auf innerörtlichen Straßen und Plätzen sowie in öffentlichen Parks Leinenzwang eingeführt. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Wäldern ist es nachvollziehbar, dass der Hund an der Leine zu führen ist. Hundefreundliche Regionen weisen spezielle Hundelaufgebiete – etwa Hundestrände oder Hundewiesen – aus.
    Es kommt zudem vor, dass die maximale Länge der Leine vorgeschrieben wird, etwa 1 m bei großen Menschenansammlungen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.
    Also fragen Sie in Ihrem Urlaubsort am besten nach, denn Verstöße gegen die Regelungen können mit nicht unerheblichen Geldbußen bestraft werden.
  • Maulkorbpflicht – Und abermals ist es Sache der Gemeinden, wann und wo ein Hund einen Maulkorb tragen muss. Sinn und Zweck dieses Teils ist es, es dem Vierbeiner unmöglich zu machen, zuzubeißen. Daher besteht neben der allgemein ausgesprochenen Maulkorbpflicht für so genannte Listenhunde – bekannt auch als „Kampfhunde“ – ebenfalls nicht selten Maulkorbzwang bei Veranstaltungen mit Menschenansammlungen oder in engen Räumen wie in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Sonstiges – Wer einen Listenhund mit sich führt, sollte sich rechtzeitig – vor allem auch bei den Vermietern der Unterkünfte – informieren, ob das Tier erlaubt ist, um nicht vor Ort böse Überraschungen zu erleben. Auch wer mit mehr als einem Hund anzureisen gedenkt, der sollte sich zuvor versichern, ob er willkommen und/oder einen – meist hohen – Aufpreis zahlen muss.
    Dass der Besitzer den Hundekot seines Vierbeiners beseitigt und in entsprechende Abfallbehälter wirft, dürfte unter uns Hundebesitzern eine Selbstverständlichkeit sein. Das Netz der hier zur Verfügung stehenden Hundekot-Boxen ist immer engmaschiger, so dass es keine „Ausreden“ mehr gibt. Zudem verhängen einige Gemeinden erhebliche Geldbußen bei Nicht-Beseitigung.

Urlaub mit Hund in Deutschland – Öffentliche Verkehrsmittel

Hunde in der Stadt, das ist nicht für jeden Vierbeiner und seinen Besitzer eine entspannte Situation. Wer Stadtbesichtigungen vornehmen möchte, der sollte zuvor mit dem Hund üben. Aber auch dann muss man sich darüber bewusst sein, dass nicht alles möglich ist: Museumsbesuche und Kirchenbesichtigungen sind tabu, Shoppen für Mensch und Tier sind eine Qual. Auch der Besuch zahlreicher Einrichtungen wie Zoos, Freizeitparks etc. ist mit Hund nicht möglich. Informieren Sie sich daher vorher rechtzeitig über die Gegebenheiten sowie über die Möglichkeiten, den Hund eventuell anderweitig unterzubringen.
Die Mitnahme von Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln ist unterschiedlich geregelt. Kleine Hunde können zumeist problemlos auf dem Schoß oder in Hundetransportbehälter mitgeführt werden und werden nicht selten kostenlos mitgenommen. Bei großen Tieren ist der Preis abhängig vom Unternehmen beziehungsweise von der Kommune. Teils zahlt man Kinderpreise, teils gar nichts oder aber auch schon mal den vollen Tarif. Wichtig ist, dass der Hund andere Fahrgäste nicht belästigt. Auch kann das Anlegen eines Maulkorbes verlangt werden.
Blindenhunde bilden hier natürlich – wie auch anderswo – eine Ausnahme.

Urlaub mit Hund in Deutschland – Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze


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Wer einen Wanderurlaub mit Hund in Deutschland macht, findet gerade in den Alpen und Mittelgebirgen viele preisgünstige Pensionen.Die Form der Unterkunft, die Sie mit Ihrem Hund wählen, ist stark von Ihren persönlichen Wünschen und sicherlich auch finanziellen Möglichkeiten abhängig. Am billigsten – aber nicht jedermanns Sache – ist Zelten. Ihr Hund liebt es bestimmt. Allerdings ist es auch ein wenig abhängig von den Jahreszeiten. Wer campingähnlichen Urlaub machen möchte, der kann sich ein Mobilhome am Campingplatz mieten oder gar – was nicht nur luxuriös sondern auch total unabhängig ist – mit dem eigenen bzw. dem gemieteten Wohnmobil auf Tour gehen. All diese Möglichkeiten sind fast ohne Probleme mit dem Hund zu bewältigen. Einschränkungen gibt es vielleicht beim Mieten eines Wohnmobils oder eines Mobilhomes, da heißt es, sich zuvor genau zu informieren, ob Hunde erlaubt sind.
Die weiteren Alternativen sind private Pensionen, Bauernhöfe, Ferienwohnungen, Ferienhäuser oder Hotels. Bei all diesen Varianten muss ebenfalls rechtzeitig abgeklärt werden, welche Bedingungen seitens der Vermieter bestehen. Aber keine Angst, es gibt viele hundefreundliche Vermieter und Unterkünfte. Wichtig jedoch ist, dass Ihr Hund sich zu benehmen weiß, nichts kaputt beißt, sozial verträglich ist und nicht permanent bellt. Wer an Hundebesitzer vermietet, der muss mit Hundehaaren und ein wenig Dreck rechnen, doch sollte man als Hundebesitzer darauf achten, dass alles nicht überhand nimmt. Bleibt zum Schluss nur noch zu sagen: Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub mit Ihrem Hund in deutschen Landen.

Urlaub mit Hund in Deutschland – interessante Reiseziele

Urlaub in Deutschland mit dem Hund, aber wo? Deutschland ist groß…
DAS ideale Reiseziel kann man nicht so allgemein benennen, denn es hängt stark von den Erwartungen aber auch von der Jahreszeit sowie vom Geldbeutel ab. Daher hier nur einige Vorschläge und Anregungen:

  • Urlaub am Meer – Unsere Hunde lieben – wie auch Herrchen und Frauchen – das Meer und die teils endlosen Strände, wo sie nach Herzenslust toben können. Ihnen fallen da volle Sandstrände mit Hundeverbot und Hitze ein? Richtig, auch das ist natürlich möglich, jedoch weder für Hund noch für den Mensch ist das das reine Vergnügen. Aber Seien Sie getrost: Sowohl an Ost- als auch an Nordsee finden sich hundefreundliche Strände rund ums Jahr. Wir persönlich bevorzugen die Winter- oder auch schon mal die Herbst und Frühjahrsmonate, wo man zwar nicht baden – Die Hunde tun’s trotzdem! – aber die gesunde Luft sowie ausgiebige Spaziergänge in vollen Zügen genießen kann.
  • Ostsee – Zu meinen Favoriten zählt die Ostsee, da hier das Meer „immer da ist“ und die Hundepfoten weniger Dreck mit in die Unterkunft bringen. Wunderschöne Orte wie Travemünde, Scharbeutz, Wismar oder Boltenhagen – um nur einige zu nennen – laden ein, sich wohl zu fühlen. Cafés, Restaurants oder auch Fischbuden sorgen fürs leibliche Wohl. Unterkünfte verschiedenster Art und Preisklasse locken mit gemütlichen Zimmern und Wohnungen. Und überall fanden wir hundefreundliche Strände – selbst im Sommer.
    Sehr gut hat es uns Zwei- und Vierbeinern auch auf Rügen sowie auf Usedom und Darß gefallen.
  • Nordsee – Aber auch die deutsche Nordseeküste ist zu empfehlen. Der gigantische Nationalpark Wattenmeer und die ostfriesischen Inseln lockten ebenfalls mit den Möglichkeiten zu ausgedehnten Spaziergängen am Strand. Einzige Nachteile: Bei Ebbe suchten unsere Hunde vergebens nach dem kühlen Nass und wir waren nicht immer begeistert über die schlickverschmierten Pfoten. Viele der dortigen Orte – etwa Emden, Büsum, Bremerhaven, Hamburg oder Fedderwardersiel und Greetsiel sowie die Insel Sylt – empfingen uns mit unseren Hunden stets freundlich.
    Übrigens richtet die beliebte Urlauberinsel Sylt alljährlich im Herbst so genannte „Hundstage“ ein, wo jeweils eine Woche lang der Hund zum König der Insel wird. Es finden unterschiedliche Projekte statt, Vorträge werden gehalten, Wattwanderungen mit Hunden organisiert, und, und, und…
  • Urlaub am Fluss oder am See – Wer auf Wasser keineswegs verzichten möchte aber dennoch nicht nur „plattes Land“ wünscht, der verbringt seine freien Tage zusammen mit seinem Hund an einem der zahlreichen Flüsse oder Seen, die Deutschland zu bieten hat. Besonders den Vierbeinern, die gerne ins Wasser gehen, kommt man damit entgegen. Dabei stehen nicht nur unsere großen Seen wie der Bodensee oder der Chiemsee zur Auswahl, auch die Mecklenburger Seenplatte oder einige Talsperren wie der Edersee sowie natürlich etliche größere und kleinere Baggerseen kommen infrage. Wer Wasser lieber fließen sieht, der ist an Rhein, Mosel, Isar, Donau, Elbe, Weser oder wie sie alle heißen besonders gut aufgehoben, da sich ihnen wunderschöne Landschaften sowie reizende Orte anschließen, die sowohl für Herrchen und Frauchen als auch für Bello geeignet sind, die schönste Zeit im Jahr abwechslungsreich zu verbringen.
  • Urlaub im Mittelgebirge – Besonders wanderfreudige Hundebesitzer und solche, die die Ruhe suchen, dürfen sich in den deutschen Mittelgebirgen gut aufgehoben fühlen. Viele Hundert Kilometer ausgeschilderte Wanderwege durch beeindruckende Landschaft, wo sich der Hund so richtig auspowern kann, stehen auf dem Plan. Gleichgültig, ob im Harz, in der Schwäbischen Alb, in der Rhön, im Vogelsberg, im Westerwald oder im Taunus, Sie werden von der wunderbaren Landschaft beeindruckt sein. Bergauf und bergab führen die Wege durch Wälder, die wie aus dem Märchen erscheinen – was besonders schön im Herbst ist -, und laden ein zu einem erfrischenden Bad in einem glasklaren Bach oder See. Und abends geht’s in eine der urgemütlichen Gaststätten mit leckeren einheimischen Gerichten. Schön ist es übrigens auch, wenn man durch die verschneite Landschaft, etwa durch den Vogelsberg oder den Westerwald, wandert und dem tobenden Hund zuschaut, wie der seine Freude an der weißen Pracht hat. Auch alte Fachwerk-Städtchen wie etwa Eschwege unterhalb des Meißners, warten mit ihrem besonderen Charme auf die Besucher mit Hund.
  • Urlaub in den Bergen – Wem die deutschen Mittelgebirge nicht reichen, der muss in den Süden des Landes, ins Allgäu, nach Bayern, fahren. Hierhin zieht es vor allem diejenigen, die einen lauffreudigen Vierbeiner besitzen und entsprechend selber gerne auf längere Touren gehen.
    Vor der Kulisse der gigantischen Alpenwelt findet man zahlreiche Unterkünfte für sich und den Hund. Wer mag geht dann hoch hinaus oder bleibt im Tal und genießt das Panorama von dort aus. Für die Fahrt auf die Höhen mit Gondeln und Ähnlichem sollten Sie sich zuvor vergewissern, ob Ihr Hund auch nervlich tatsächlich dafür geeignet ist. Auch einige der Wanderwege unterhalb der Gipfel oder in der Nähe der Gletscher bedürfen Training und Gehorsam (beiderseits). Meine Hunde sind dafür nicht – ebenso wenig wie Frauchen – geeignet, daher genießen wir die idyllischen Orte, die rauschenden Gebirgsbäche sowie die weiten Wiesen im Tal.

Urlaub mit Hund in Deutschland – Mitnahme des Hundes in Cafes oder Restaurants

Dürfen Hunde in Deutschland mit in Cafés und Restaurants? Die Frage kann mit einem eindeutigen „Im-Prinzip-Ja“ beantwortet werden. Kein Gesetzt verbietet die Mitnahme von Hunden in Speiselokale oder Cafés, die jeweiligen Besitzer jedoch können das Mitnehmen verbieten.
Anders sieht es aus, wenn die Lebensmittel offen liegen, also auch hinter Theken, dann ist die Anwesenheit von Hunden aus hygienischen Gründen verboten.
Trotz der Erlaubnis, den vierbeinigen Freund mitzunehmen, geziemt es sich nicht, den uneingeschränkten Besuch für sich zu beanspruchen, ohne gewisse Dinge zu beachten: Der Hund sollte „gut erzogen“ sein, also sich ruhig verhalten und nicht andere Menschen oder Hunde anbellen oder anknurren. Ferner ist er so zu platzieren, dass sowohl die Bedienung als auch andere Gäste gut ihrer Wege gehen können. Wer rücksichtsvoll ist, wird sicherlich auch auf freundliches Personal stoßen, das dem Hund sein Wasserschälchen oder gar ein Leckerli gibt.

Winterurlaub mit Hund an der Ostsee – Ein Erfahrungsbericht

Urlaub an der See? Ein Traum! Urlaub mit dem Hund? Wunderschön, da man endlich einmal ausreichend Zeit füreinander hat! Urlaub mit dem Hund an der See? Kann – je nach Jahreszeit – ein Albtraum sein! Volle Strände, Hundeverbot, so sieht es im Sommer aus. Ganz anders hingegen ist es im Winter: Leere – jedenfalls fast leere – Strände. Wer sich hier tummelt, wer hier entspannt kilometerweit spazieren geht, das sind mehrheitlich Hundebesitzer.

Mit Wohnmobil und Hund an der Ostsee

Urlaub mit Hund im Winter an der Ostsee kann sehr erholsam sein.Als passionierte Wohnmobilfahrerin, die mit Vorliebe in den Süden mit ihrem Mann und den beiden Hunden fährt, habe ich vor 4 Jahren nachgegeben und bin erstmalig in den Weihnachtsferien an die See gereist. Natürlich mit Wohnmobil! Zugegebenermaßen sehr skeptisch. War es zunächst ein Urlaub an der Nordsee (Auch nicht schlecht!), ging es im nächsten Jahr an die Ostsee. Hier gefiel es mir besser, denn hier war das Meer nicht immer weg, wenn ich kam, was ich ja beinahe persönlich nahm. Außerdem hielt sich der „Dreck“, den die Hunde nach dem Spaziergang mit ins Wohnmobil brachten, eher in Grenzen, da sie an der Ostsee nicht im Schlick herumtollten. Ebbe und Flut ist eben nicht jedermanns Ding!
Wer nun meint, diese Art von Urlaub sei nichts für ihn, der soll seine Meinung ruhig behalten. Um so leerer sind die Plätze und die Strände. Aber so ganz stimmt das nicht, denn von „leer“ kann keine Rede sein! Wie überrascht bin ich doch immer wieder, dass Stell- und Campingplätze teils ausgebucht beziehungsweise voll besetzt sind; von den Ferienwohnungen ganz zu schweigen. Aber das ist ein anderes Thema…
Bleiben wir beim Hund! Wir, das sind mein Mann, unser Bearded Collie Bijou und unser kleiner, blinder Shih tzu Miró, nebst Freunden mit ihrem Aussi (Australian Shepherd) Tommy. Bis auf den Silvesterabend, an dem die drei großen Hunde zitternd in den Wohnmobilen wegen der Knallerei liegen und der kleine schnarchend das Jahreshighlight verschläft, genießen es unsere Vierbeiner, am Strand zu tollen. Jetzt, in dieser Jahreszeit gehört der komplette Strand ihnen und ihren Artgenossen beinahe ganz alleine. Und nicht nur der Hundestrand!

Grömitz und der Lensterstrand

Die Ostsee eignet sich sehr gut als Reiseziel für den Urlaub mit Hund.Und so zog es uns auch diesmal zum Jahreswechsel wieder an die Ostsee, nach Grömitz an den Lensterstrand. Bereits nach dem Aufstehen genießen wir stets einen ausgiebigen Spaziergang über den Deich mit anschließendem Spiel unter Artgenossen am Strand. Ein Plausch zwischen Hundebesitzern aus allen Regionen Deutschlands ist selbstverständlich auch drin. Mittags geht es noch einmal los. Natürlich jetzt viel länger. Dabei besteht die Qual der Wahl: nach rechts raus und nach Grömitz an der Strandpromenade entlang in den Ort rein oder nach links Richtung Kellenhusen, vorbei am 1872 in der Sturmflut versunkenen Fischerdorf Schlüse? Beides wunderschön für Mensch und Tier.

Nach fremden, interessanten Eindrücken schnüffeln, im Meer baden bei niedrigen Temperaturen, sich anschließend im Sand wälzen und immer wieder Streicheleinheiten von wildfremden Menschen bekommen, das scheint unseren Hunden zu gefallen. All das bekommen sie auch tagtäglich in ausreichendem Maße, egal, für welche Richtung wir uns entscheiden. Und selbst in Grömitz genießen wir es alle zusammen, denn die vielen Lokale und Cafés haben auch bei Minustemperaturen ihre Tische und Stühle – teils unter Heizstrahlern und mit Decken – draußen, so dass einer Einkehr auf einen Grog, einen Eierpunsch oder ein anderes warmes Getränk selbst mit drei Hunden nichts im Wege steht. Selbstverständlich steht ebenfalls ein Wassernapf für unsere Vierbeiner bereit. Freundliche Besitzer signalisierten uns sogar immer wieder, dass wir auch mit unserer „Meute“ durchaus drinnen Platz nehmen könnten. Last but not least ist zum Tagesabschluss nochmals ein Abendspaziergang angesagt, bei dem wir meist wunderschönen roten Himmel mit untergehender Sonne hatten. Ich muss zugeben: Den Hunden war dieser Anblick egal. Kunstbanausen!
Klingt gut? Stimmt, ist gut! Skeptiker – wie ich einst war – nehmen jetzt Bezug aufs „Schietwetter“. Da kann ich nur antworten: Das Wetter kann sich niemand aussuchen; auch daheim gibt es schlechtes Wetter. Und überall muss man als Hundebesitzer raus. Warum dann nicht an der Ostsee, wo das Ambiente stimmt? Außerdem hatten wir hier bislang zu 98 Prozent „Sonne satt“! Wer es nicht wenigstens einmal selbst erlebt hat, der kann es nicht nachvollziehen: Spaziergang bei „Sonne pur“, selbst bei Minusgraden und zugefrorener Ostsee – wie es uns im letzten Urlaub passiert war -, das ist ein wunderbares Erlebnis. Anschließend ins kuschelig warme Wohnmobil, die restlichen Weihnachtsplätzchen essen und eine heiße Schokolade mit Sahne und Rum trinken – so sieht der ideale Winterurlaub für uns seit ein paar Jahren aus! Fazit: Zufriedene Hunde – zufriedene Menschen.


Autor von Urlaub mit Hund in Deutschland: Esther Vergenz