Sind Hunde die besseren Menschen?


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Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen.

Oft hört man Aussagen wie „Der Hund ist der beste Freund des Menschen“ oder „Hunde sind treu“. Im Prinzip trifft dies auch zu, denn Hunde sind Rudeltiere und schließen sich dem Menschen und seiner Familie – oft bedingungslos – an, weil sie naturgemäß im Rudel leben möchten. Und zu jedem Rudel gehört selbstverständlich ein Rudelführer. Dabei sollte es so sein, dass nicht der Vierbeiner sondern der Mensch den Part des Rudelführers übernimmt.

Wer ist denn nun der Rudelführer?

Und genau da hakt es in einigen Hund-Mensch-Beziehungen, denn die „Treue“ des Hundes wird von zahlreichen Hundebesitzern falsch verstanden. Inwiefern? Ganz einfach: Zum einen sind etliche Herrchen oder Frauchen keinesfalls immer das „Alpha-Tier“, vielmehr hat ihr Hund das Sagen in der Beziehung.

Zum anderen erwarten die meisten Menschen, dass ihr Hund sie bedingungslos verteidigt. Das wiederum signalisiert aber auch, dass der Hund Rudelführer ist, denn nur dieser kämpft für sein Rudel, selbst wenn das bedeuten würde, dass er dafür mit dem Leben bezahlen müsste. Klingt alles fürchterlich verrückt, wo „Treue“ doch etwas Sanftes, Friedliches ist!?

Loyalität und Vertrauen


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Hunde sind Partner fürs ganze Leben.

Somit kommen wir wieder auf den Beginn des letzten Absatzes zurück: Treue bedeutet eine Art feste innere Verbundenheit. Treue bedeutet Loyalität und Vertrauen. Und genau diese drei Eigenschaften besitzen Hunde in vollstem Maße. Sie werden sie auch nie aufgeben, selbst wenn sie von ihrem Besitzer nicht so liebevoll und loyal behandelt oder gar von ihm enttäuscht werden.

Anders als in Mensch-zu-Mensch-Beziehungen handelt es sich hierbei um bedingungslose Treue ohne Wenn und Aber. Jedoch sollte es nicht damit verwechselt werden, dass manche Menschen diese Treue mit der – anerzogenen – Kampfbereitschaft einiger Hunde meinen.

Empathie und Liebe

Wer nun den Begriff „Treue“ verinnerlicht hat, für den ist jetzt auch verständlich, dass der Hund häufig als der beste Freund des Menschen bezeichnet wird. Von einem wirklich echten und guten Freund erwartet man Treue. Was der Hund jedoch ebenfalls gibt, ist Empathie und Liebe. Wie? Ganz einfach: Hunde verstehen die Stimmungen ihres Herrchens oder Frauchens, sie sind sehr sensibel.

So kann es vorkommen, dass der Hund, der sonst eher seine „Freiheit“ im Garten oder beim Spaziergang genießt, dicht bei seinem Frauchen bleibt, wenn diese traurig ist. Auch kann man beobachten, dass der Hund dann ganz besonders die Nähe seines Besitzers sucht, wenn dieser krank ist. Und dieses Verhalten wiederum tut dem Menschen gut.

Es muntert ihn auf und mobilisiert bis zu einem gewissen Grad den Heilungsprozess. Nicht umsonst werden Hunde in der Therapie bei behinderten Kindern oder als Heimhund in Senioreneinrichtungen eingesetzt.

Hunde sind Partner fürs Leben

Menschen müssen immer wieder feststellen, dass Partner oder Freunde nicht wirklich treu sind. Der Hund hingegen ist es bis zu seinem Tod. Nicht alle Menschen sind empathisch, viele ziehen sich zurück, wenn der Freund oder der Partner ernsthafte Probleme oder Krankheiten hat.

Ein Hund wird dies nie tun. Ganz im Gegenteil, er sucht die Nähe seines Besitzers noch mehr als sonst.
Summasummarum: Hunde sind eben doch die besseren Menschen! Und weil dem so ist, sollten wir ein wenig von ihnen lernen – zumindest was die gegenseitige Beziehung angeht: Behandeln Sie Ihren Hund so, wie er Sie behandelt. Halten Sie zu ihm. Behandeln Sie ihn mit Liebe und Verständnis. Er hat es verdient!