Welches Reisemittel ist das richtige? Tipps für eine entspannte Urlaubsanreise mit Hund


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Anreise mit Hund und Bahn

Bei richtiger Vorbereitung kann die Anreise zum Urlaubsort mit dem Hund in der Bahn durchaus entspannt sein.

Welches Reisemittel ist das richtige für den Urlaub mit Hund? Für viele Tierhalter gehört der Hund zur Familie und ist daher auch im Urlaub mit dabei. Gerade die An- und Abreise sind sowohl für den Vierbeiner als auch für Herrchen oder Frauchen oft mit Stress verbunden. Damit die Wahl des geeigneten Transportmittels leichter fällt, werden im Folgenden einige Vor- und Nachteile der üblichsten Reisemittel – Flugzeug, Schiff, Auto, Wohnmobil und Zug – vorgestellt.

Ein Flug bedeutet Stress pur

Kleine Hunde mit einem Körpergewicht von unter 5 kg können in einer Box unter dem Sitz im Passagierraum mitfliegen. So ist der Tierhalter in der Nähe und vermindert die Strapazen der Reise. Ein Spaziergang im Flugzeug ist allerdings nicht gestattet. Hunde über 5 kg müssen in den Frachtraum. Dieser ist nicht klimatisiert und die Bezugsperson fehlt. Aufgrund dieser Belastung kommt es häufig zu Kreislaufproblemen. Des Weiteren können die Fellnasen ihr Geschäft nicht verrichten.

Und das nicht nur für die Zeit des Fluges, sondern bereits ab dem Check-in und frühestens wieder nach der Gepäckausgabe. Sinnvoll wären hier saugfähige Welpen-Unterlagen. Längere Flugreisen können für die felligen Familienmitglieder eine echte Tortur werden. Es ist zwingend abzuwägen, ob es für das gewünschte Reiseziel nicht ein alternatives Transportmittel gibt.

Bahnfahren mit dem Hund – was es zu beachten gilt

Die Deutsche Bahn gibt selbst klare Auskünfte zur Mitnahme von Hunden in Zügen. Vierbeiner bis zur Größe einer Hauskatze dürfen in einer Transportbox oder geschlossenen Haustiertasche kostenlos mitgenommen werden. Alle Begleiter auf vier Pfoten, die nicht in eine solche Box passen, müssen angeleint sein, zahlen den halben Fahrpreis und es besteht Maulkorbpflicht.
Tipps, um die Reise im Zug so angenehm wie möglich zu machen:

  • Die Rushhour bedeutet zusätzlichen Stress.
  • Mit ausreichend Umsteigezeit bietet sich auf halber Strecke eine kleine Gassirunde an.
  • Für mehr Ruhe kann auch ein Abteil oder ein Nachtwagon sinnvoll sein.
  • Ein Wassernapf muss stets dabei sein.
  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
  • Kotbeutel und Wischtücher sollten für alle Fälle griffbereit sein.

Eine kleinere Route vor Reiseantritt ist zu empfehlen. So lässt sich schnell herausfinden, ob die Bahn das richtige Verkehrsmittel ist.

Mit dem Hund auf dem Schiff oder der Fähre


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Reisen mit dem Hund

Sind die Strapazen der Urlaubsanreise mit dem Vierbeiner erst einmal überstanden, steht dem entspannten Geniessen des Urlaubs nichts mehr im Wege.

Nicht jede Fellnase verträgt die Reise auf dem Wasser. Eine Hafenrundfahrt bietet sich an, um die Affinität des Vierbeiners zu Schiffen im Vorfeld auszutesten. Auch sollte der treue Begleiter einige Stunden vor einer Schiffsreise nichts fressen – denn der Wellengang kann schon mal auf den Magen schlagen. Von längeren Schiffsfahrten ist eher abzuraten, da der Hund an Bord in der Regel keine Möglichkeit hat, sich zu erleichtern.

Bei Rundreisen oder Kreuzfahrten sind Fellnasen deshalb meist nicht gestattet. Kleinere Überfahrten, zum Beispiel mit einer Fähre, stellen im Normalfall kein Problem dar. Im Auto sitzen zu bleiben bedeutet für alle weniger Stress. Bei Spaziergängen auf dem Deck ist eine Leine dringend zu empfehlen. Gerade Wasserratten könnten sonst in Versuchung geführt werden.

Achtung: Jeder Anbieter entscheidet selbst, welche Haustiere auf dem Schiff erlaubt sind. Eine kurze Kontaktaufnahme ist hier sinnvoll. Ähnliches gilt für die Unterkunft: Auf Anfrage sind Hunde in vielen Hotels erlaubt.

Flexibel und entspannt – die Reise mit dem Auto oder dem Wohnmobil

Im Vergleich zu den oben genannten Transportmitteln bietet das eigene Auto oder ein Wohnmobil so einige Vorteile:

  • Pausen können je nach Bedarf eingelegt werden. Die Reise mit Hund im Wohnmobil ist für alle entspannend.
  • Viele haarige Begleiter kennen in der Regel das eigene Auto schon und müssen sich nicht an eine neue Umgebung gewöhnen.
  • Die Route kann individuell geplant werden. Bei längeren Fahrten kann eine Übernachtung im Hotel die Fahrt für alle Beteiligten entzerren.

Dennoch gibt es einiges zu beachten, wenn man mit dem besten Freund des Menschen im Auto unterwegs ist:

  • Große Rassen reisen am besten in einer Gitterbox im Kofferraum. Ein Trenngitter zum Fahrerraum muss vorhanden sein. Die Box sollte gut belüftet und weder zu klein noch zu groß sein.
  • Kleinere Vierbeiner können mit einem Brustgeschirr auf dem Rücksitz angeschnallt werden.
  • Die kühlen Morgenstunden sind ideal für den Reiseantritt, um unnötigen Hitzestress zu vermeiden.
  • Geöffnete Fenster und aufgedrehte Klimaanlagen erhöhen das Risiko für Augenentzündungen.
  • Sind Autofahrten für den tierischen Beifahrer noch neu, bieten sich kleinere Testrunden an.

Allgemeine Hinweise

EU-weit besteht eine Pflicht zur Tollwutimpfung und das Tier muss gechippt sein. Weitere Infos zum Impfschutz finden Sie hier:Impfschutz für den Hund