Hund entlaufen oder vermisst – was nun?


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Bitter für jeden Hundebesitzer: Wenn ein Hund entlaufen ist, ist guter Rat teuer.

Ein Schreckensszenario eines jeden Hundehalters: Hund entlaufen!

Der Hund, des Menschen bester Freund… Wohl keiner ist treuer und zuverlässiger als der Hund gegenüber seinem Herrchen oder Frauchen. Man kann mit ihm kuscheln, durch ihn bekommt man bei Wind und Wetter ausreichend Bewegung, und er kann Seelentröster sein, hört er sich doch ganz geduldig jegliches Wehklagen an. Gerade wegen dieser innigen Mensch-Tier-Beziehung ist es besonders schmerzhaft, wenn der Hund fehlt.

Das kann durch Tod aber auch durch Weglaufen der Fall sein. Gegen die erste Gegebenheit ist man machtlos, im zweiten Fall kann man sowohl präventiv als auch später – wenn „Das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“ – etwas tun. Was, das erfahren Sie im Folgenden.

Prävention – Wie verhindere ich, dass mein Hund wegläuft?

Hunde laufen nicht „einfach so“ weg, denn schließlich vergöttern sie ihren Leitwolf beziehungsweise ihre Leitwölfin, also Sie. Hunde entfernen sich jedoch von ihrem Besitzer, wenn sie eine besondere Fährte wittern, wenn sie Katzen, Hasen & Co. hinterherlaufen (in beiden Fällen vorwiegend Jagdhundrassen), wenn sie einer läufigen Hündin nachstellen oder aber aus Angst und Schrecken bei Gewitter, lauten Geräuschen. Unfall etc. Hier einige Tipps, was Sie tun können, um die Möglichkeit des Entlaufens so gering wie möglich zu halten:

  • Welpen sollte man – nach ein paar Tagen oder Wochen, wenn sie sich an ihre Umgebung gewöhnt haben und mutiger werden – an die Leine gewöhnen und erst dann frei laufen lassen, wenn sie auf Zuruf sicher wieder zurückkommen.
  • Wer eine Hundeleine kauft, der sollte darauf achten, dass das Material das Gewicht Ihres Hundes auch bei starkem Zerren aushält.
  • Stets Hof- und Gartentürchen aber auch die Haustüre geschlossen halten. Gemäß dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, sollte man dem Vierbeiner erst gar keine Gelegenheit geben, ausbüxen zu können. Bitte bedenken Sie: Manche Hunde können sogar Türen öffnen, also besser stets den Schlüssel rumdrehen…
  • Ist der Hund gechipt, so besteht eine größere Möglichkeit, das verlorene Tier wiederzufinden.
  • Wer am Halsband oder am Geschirr seines Hundes einen GPS-Sender anbringt, ist zwar vorm Entlaufen nicht gefeit, er kann jedoch sicher sein, dass er seinen treuen Weggefährten schnell wieder findet.

Wenn der Hund plötzlich verschwunden ist – erste Sofortmassnahmen

Viele Hundebesitzer begehen den Fehler, dem Hund nachzulaufen und ihn durch unnötig lautes Rufen zurückhaben zu wollen. Das sieht der Vierbeiner eher als Spiel oder aber als „Herrchen bleibt immer bei mir, da kann mir ja nichts passieren“ an. Richtiger wäre – solange man noch Blickkontakt hat – zu warten oder sich umzudrehen und in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Das signalisiert dem Hund, dass er zu seinem Besitzer kommen muss, denn schließlich mag er ihn ja nicht verlieren.

Ist der Hund dennoch außer Sichtweite geraten, so sollten Sie Ruhe bewahren, so lange wie möglich – etwa 15-20 Minuten lang – am Platz bleiben und höchstens in unmittelbarer Umgebung suchen. Vielleicht treffen sich ja auch Passanten, die Ihren Vierbeiner gesehen haben!? Kehrt der Hund innerhalb dieser Wartezeit beim Spaziergang nicht zurück, besteht die Möglichkeit, dass er am parkenden Auto auf Sie wartet oder aber gar nach Hause gelaufen ist.

Da ist es nützlich, wenn man eine zweite Person aktivieren könnte. Ehe der nächste Schritt unternommen wird, sollte man daheim im Garten oder dort, wo man häufig mit dem Hund ist, suchen, denn vielleicht ist er ja dort hingelaufen und/oder versteckt sich aus irgendeinem Grund!?

Weitere Schritte, wenn der Hund entlaufen bleibt

Wenn das alles nichts hilft, sollten Sie zum Handy oder spätestens daheim zum Telefon greifen und einige Stellen verständigen:

  • TASSO oder eine der anderen Haustierregistrierstellen
  • Die Polizei, denn schließlich könnte das Tier ja einen Verkehrsunfall verursacht haben
  • Das Forstamt oder einen Jäger, falls der Hund am Waldrand oder im Wald entlaufen ist
  • In Tierheimen in der Nähe nachfragen
  • In Tierkliniken, bei ortsnahen Tierärzten nachfragen, ob ein – vielleicht verletztes – Tier gefunden wurde
  • Autobahnmeistereien und/oder regionale Presse informieren
  • Tiersuchhunde ins Spiel bringen

Wichtig ist jeweils, eine Rückrufnummer zu hinterlassen, unter der Sie oder jemand anderes stets erreichbar ist. Weitere Tipps zum Wiederfinden eines entlaufenen Hundes finden Sie auch hier: https://www.frankonia.de/blog/2018/04/hund-weg-was-tun/

Vermisstenanzeige schalten: Hund entlaufen

Ein Aushang mit Telefonnummern zu Abreißen kann helfen, auf den entlaufenen Hund in der näheren Umgebung aufmerksam zu machen.Besitzer von vermissten Haustieren warten nicht gerne untätig ab, lieber werden sie selber aktiv, was durchaus auch seine Berechtigung hat. Selbstverständlich gehört dazu, in der unmittelbaren Nachbarschaft nachzufragen. Am besten mit einem Foto des Hundes. Häufig wird auch eine Vermisstenanzeige geschaltet, die entweder in Form von Flyern, als Anzeige in Zeitungen oder aber online sein kann.

Vorsicht vor Plakaten an öffentlichen oder privaten Gebäuden, an Bäumen etc.! Dazu braucht es im Prinzip eine Genehmigung. Zu einer Suchanzeige gehören – idealerweise – ein aktuelles Foto, in jedem Fall jedoch die Ortsangabe, wo das Tier entlaufen ist, Rasse, Besonderheiten des Hundes und eine Telefonnummer, unter der Sie oder jemand Autorisiertes zu erreichen ist.

Die Erwähnung eines Finderlohnes hat sich bewährt. Beim Erstellen von Plakaten sowie beim Wiederauffinden des Hundes hilft zum einen die Homepage zum anderen die Registrierung bei TASSO. Mehr dazu finden Sie unter www.tasso.net. Weitere Möglichkeiten bestehen bei www.findefix.com oder in Sozialen Netzwerken wie facebook.

Der Einsatz eines Tiersuchhundes kann helfen

Nicht so bekannt ist die Existenz von Tiersuchhunden. Diese Form der Suche nach einem Hund durch einen Hund ist nicht ganz kostengünstig, aber das sollte einem sein treuer Begleiter wert sein.
Die speziell ausgebildeten Hunde verfolgen die Spur Ihres Hundes mittels einer zuvor beschnupperten „Geruchsquelle“. Das können ein Halsband, ein Hundemäntelchen, Kot, Haare, Körbchen, Decke, Spielzeug, Bürste etc. sein.

Dabei wird das entlaufene Tier idealerweise entweder direkt gefunden, das Gebiet, in dem es sich befindet – beispielsweise, wenn es vor Angst oder Schrecken weggelaufen ist – eingekreist oder aber der Tiersuchhund meldet, wo die Spur endet – etwa, wenn Ihr Hund in ein Auto gestiegen ist.

Suchen & Finden per GPS Tracker


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Hundehalsbänder mit GPS-Tracker Funktion und Smartphone APP helfen, entlaufene Hunde wiederzufinden.

Ein GPS Tracker kann helfen, den entlaufenen Hund wiederzufinden.

Die meisten kennen GPS vom Handy oder vom Navi, wo uns der Weg zu einem vorprogrammierten Ziel gewiesen wird. Das GPS-System wird jedoch auch immer häufiger eingesetzt, Hunde aufzuspüren. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Ein GPS Tracker kann als Implantat oder aber als GPS-Halsband in Aktion treten. Das Implantat ist ein winziger Microchip, der direkt unter die Haut des Hundes eingesetzt wird. Parallel dazu muss der Hund registriert werden.

Sollte er nun weggelaufen sein, so kann man anhand der Daten, die beispielsweise jeder Tierarzt auslesen kann, seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Nachteil: Der Hund kann nicht geortet, lediglich nach Auffinden identifiziert werden. Zur Ortung wird ein Hunde GPS-Tracker benötigt. Das verursacht teils laufende Kosten, nicht nur bei der Anschaffung sondern auch bei der Nutzung. Oft fallen monatliche Gebühren, ähnlich wie beim Handy, an.

Das Ganze funktioniert so, dass die Daten zwischen dem Sender – also dem Hund – und dem Empfänger – also Ihnen – über GPRS oder SMS übertragen werden. Das wiederum bedeutet, dass man einen Handyvertrag oder zumindest eine Prepaid SIM benötigt. GPS-Tracker, die keine monatlichen Kosten verursachen sind in der Anschaffung wesentlich teurer. Angeboten werden sie in der Regel als professionelle Geräte für Jagdhunde.

In der Praxis bedeutet das, dass in den gängigen Geräten ein GPS-Sender im Halsband – oder in einer Art Geschirr – eingepasst ist und der Hundebesitzer ein Handgerät mit GPS-Empfänger besitzt. Mittels einer einfachen Handhabung kann die Position des Tieres geortet werden, die der Hundehalter dann über eine Karte angezeigt bekommt. Auch über eine App ist diese Ortung mittlerweile möglich.
Inzwischen gibt es verschiedene Programme im Handel. Die bekanntesten und laut Studien besten GPS-Tracker sind:

Vorteil dieses Systems ist, dass die GPS-Daten zuverlässig angezeigt werden und man im Prinzip keinerlei Angst mehr zu haben braucht, dass der Hund spurlos verschwindet. Ferner kann man sichergehen, dass – bei richtiger Anbringung – der Sender nicht verlorengehen kann.

Die heutigen Geräte arbeiten energiesparend, sodass die benötigten Batterien sehr lange halten. Beim Kauf sollte man jedoch auf Qualität achten. Zu bedenken ist, wo man sich mit dem Hund aufhalten möchte: Die meisten dieser Geräte haben nur eine bestimmte Reichweite. Teurere GPS-Systeme können jedoch häufig auch weltweit betrieben werden.

Video – GPS Tracker im Praxiseinsatz

Hundeortung ►► Steffi zeigt einen Hundeortung Tracker im Praxiseinsatz