Hunde vom Züchter
Seriöse Hundezüchter bieten Garantie auf Gesundheit und Wesensstärke
Die Hundezucht, die Aufzucht der Welpen und deren Vermittlung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel genetisches Fachwissen und Erfahrung erfordert. Für die zukünftigen Hundebesitzer gibt die Angehörigkeit eines Züchters zum FCI (Féderation Cynologique Internationale), der Weltorganisation und Dachverband der Kynologie, zusätzliche Sicherheit beim Erwerb eines Hundewelpen. Vorteilhaft ist auch, wenn der Züchter Mitglied bei einem Rassehund-Verein ist, der dem VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) angegliedert ist. Mit dem äußerlich erkennbaren VDH-Logo ist verbunden, dass der Züchter den offiziellen Kontrollen des Verbandes unterliegt. Ein guter Züchter sorgt für die Gesundheit seiner Hunde, hält sie artgerecht und kümmert sich um eine gute Sozialisation in der Prägephase der Welpen. Er ist auf die Zucht von ein oder zwei Hunderassen spezialisiert und kennt sich mit den Besonderheiten und Bedürfnissen der Hunderasse aus. Er beobachtet die Entwicklung der Welpen und gibt sie erst ab der achten Woche an Besitzer ab, deren Lebenstil und Rahmenbedingungen zu den Bedürfnissen der Hunderasse passen könnten. Auch über die individuellen Eigenschaften des vom Käufer favorisierten Vierbeiners kann der Züchter Auskunft geben und steht auch später für Rückfragen bereitwillig zur Verfügung.
Zuchtverbände wachen über eine artgerechte, kontrollierte Hundezucht
Bei der Cynologie oder Kynologie (griech. Cynos, der Hund) handelt es sich um die Wissenschaft von der systematischen Aufzucht, den Krankheitsanfälligkeiten und der artgerechten Ausbildung der Hunde. Ziel der entsprechenden Verbände, z.B. des FCI und des VDH, ist die weltweite Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde sowie ihre Sozialverträglichkeit. Ausgereifte Zuchtprogramme für Rassehunde sollen helfen, genetische Defekte zu minimieren. Auskunft über die Gesundheit verschiedener Hunderassen geben die Datenbanken der Rasseverbände. Die Ahnentafeln der Zuchtverbände bieten die Gewährleistung, dass die Zucht der Hunde und die Würfe kontrolliert werden. Leider gibt es auch unter den Züchtern schwarze Schafe, die mit nicht gesunden Hunden züchten und die Welpen (junge Hunde, die noch gesäugt werden) zu früh von der Hundemutter entfernen. Wenn zu Rassehunden keine Zuchtpapiere vorliegen, kann das darauf hindeuten, dass vor der Paarung die notwendigen, aber kostspieligen Voruntersuchungen nicht stattgefunden haben. Bei einem verantwortungsvollen Züchter sind eine Abstammungsurkunde (Fotos von den Hundeeltern), ein Auszug aus dem Zuchtbuch sowie ein Impfpass vorhanden. Mit dem Mikrochip lässt sich der Hund nach Eintrag in das Haustierregister jederzeit problemlos identifizieren, was zur Sicherheit von Hund und Besitzer beiträgt.
Die Zuchtumgebung – ein wertvoller Hinweis auf die Seriosität des Züchters
Die Zucht sollte in einem gepflegten Umfeld erfolgen. Die Hundewelpen haben freien Auslauf und werden nicht dauernd im Zwinger gehalten. Manche Hunderassen leben auch mit im Haus und sind mit Alltagsgeräuschen vertraut, was sich für eine spätere Verwendung als Familienhund als vorteilhaft erweist. Der Züchter sollte einen liebevollen Umgang mit seinen Hunden pflegen. Bei Vorliegen von VDH-Papieren kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Welpe das Ergebnis einer nach den Richtlinien der Rassemerkmalen erfolgten Züchtung ist und eine sogenannte Ahnentafel vorliegt. Daher ist davon auszugehen, dass er ein festes, sozialverträgliches Wesen zeigen wird und auch äußerlich dem Erscheinungsbild seiner Rasse gerecht wird. Wichtig ist aber, dass sich der zukünftige Welpenbesitzer (und seine Familie) klar darüber geworden sind, welche Hunderasse gewollt ist. Dies kann z.B. ein Familienhund sein, aber auch ein Hund der Haus und Eigentum bewachen soll oder ein Jagdgefährte. Der Züchter kann im Hinblick auf die spätere Haltung, Hundeernährung, Pflege und die jeweiligen Bewegungsbedürfnisse unterstützend beraten. Bei einem Bernhardinerwelpen z.B. ist ein großer Platzbedarf und Zeit für liebevolle Zuneigung einzuplanen.
Hundezucht und Welpenwahl – eine verantwortungsvolle Aufgabe
Eine Zucht ist offiziell nur mit voruntersuchten, gesunden Hunden erlaubt. Der Züchter ist darüber informiert, welche Anfälligkeiten für bestimmte Krankheiten bei der ausgesuchten Hunderasse vorkommen können. Welpen sollten nicht über den Handel (Import), aufgrund von Zeitungsinseraten oder von sonstigen dubiosen Anbietern erworben werden. Zur Auswahl eines geeigneten Züchters kann man die Züchterliste der Rasseverbände, z. B. www.vdh.de, heranziehen. Aber auch hier ist sorgfältig zu prüfen, ob es sich nicht um einen „Hundevermehrer“ handelt. Nicht nur die Rassemerkmale und Ausstellungserfolge sind für ein geglücktes Zusammenspiel von Mensch und Hund von Bedeutung, sondern auch die individuellen Eigenschaften des Welpen. Ein liebevoller Familienhund sollte auch bereits als Welpe beim Züchter in einer ähnlichen Situation gelebt haben. Bei manchen Welpen, besonders von großen Hunderassen, ist eine Welpenschule eine gute Unterstützung der Welpenerziehung. Da die seriöse Hundezucht – mit dem Wohl der Welpen im Blick – mit viel Aufwand und Kosten verbunden ist, sollte auch eine entsprechende Preisfindung akzeptiert werden.


