Hundeblog

Rüde oder Hündin?


Die Entscheidung: Rüde oder Hündin?

Die Anschaffung eines Hundes kann und darf keineswegs eine Spontanaktion sein. Ein Hund ist kein Wegwerfspielzeug, vielmehr muss klar sein, dass er mindestens 9-15 Jahre ein treuer Begleiter seines Besitzers sein wird, der Zeit, Geduld und Geld kostet. Überlegungen bezüglich der Kosten, der Unterbringung – auch während des Urlaubes oder bei Krankheit -, des Auslaufes sowie der damit verbundenen eigenen Einschränkungen sind nur einige der weiteren wichtigen Grundgedanken. Sind diese Dinge geklärt, so wird man sich der Frage nach Rasse sowie dem Geschlecht des Hundes widmen. Bezüglich Letzterem können keine pauschalen geschlechtsspezifischen Vor- oder Nachteile genannt werden, denn das Verhalten eines Hundes ist – wie beim Menschen auch – Charakter- sowie Erziehungsfrage. Dennoch sollen hier ein paar grundlegende Tatsachen zur Sprache kommen:

Die Hündin ist leichter zu erziehen

Generell steht fest, dass im Allgemeinen eine Hündin leichter zu erziehen ist, da sie prinzipiell eher lenkbar sowie weniger selbstbewusst und bestimmender ist. Rüden versuchen eher im Rudel der Familie ihren Rang zu bestimmen. Diese Tatsachen sollten sich vor allem diejenigen zu Eigen machen, die zum ersten Mal Hundebesitzer werden wollen.

Schutzinstinkt der Hündin

Hündinnen haben nicht selten einen starken Schutzinstinkt, was sich – ist dieser nicht extrem – besonders positiv in Familien mit Kindern auswirken kann.

Hündinnen werden zweimal pro Jahr läufig

Etwa zweimal pro Jahr werden Hündinnen läufig, was nicht immer einfach ist, da sie nicht nur Blut verlieren – je nach Rasse mehr oder weniger -, sondern auch einen unwiderstehlichen Reiz auf unkastrierte Rüden ausüben. Während dieser – etwa vierzehn Tage dauernden – Läufigkeit ist die Hündin zunehmend unruhig und „zickig“. Dann kann es besonders schwierig sein, sie irgendwohin mitzunehmen. Ferner sind Hündinnen – besonders jene, die noch nie geworfen haben oder nicht kastriert wurden – im Alter anfällig für Gebärmutterkrebs sowie Gesäuge-Tumore, was wiederum Tierarztkosten verursacht.

Der Spaziergang mit einem Rüden kann zur Qual werden, wenn dieser einen ausgeprägten Geschlechtstrieb hat und an jeder Ecke markiert – also das Bein hebt. Auch werden Rüden unruhig, winseln, verweigern manchmal sogar die Nahrung und machen sich gerne selbstständig, wenn eine läufige Hündin im größeren Umkreis wohnt.

Rüden regeln die Rangordnung untereinander souveräner

Treffen Hunde beim Spaziergang auf Artgenossen und kommt es zu Unstimmigkeiten, so steht fest, dass eine Rauferei unter Rüden in der Regel glimpflich ausgeht. Sie regeln auf ganz natürliche Weise untereinander, wer der „Chef“ ist. Geraten hingegen zwei Hündinnen in Streit, so kann dieses böse mit Verletzungen enden.

Ein “Hundepaar” ist leichter zu halten, als zwei gleichgeschlechtliche Hunde

Wer nach einem „Zweithund“ Ausschau hält, der tut im Prinzip das, was ganz natürlich ist: Er verschafft seinem vierbeinigen Freund – der ein Rudeltier ist – einen Artgenossen. Hierbei sollte man bedenken, dass es einfacher ist, zwei Hunde unterschiedlichen Geschlechts zu halten. Voraussetzung ist allerdings die Kastration. Zwei Hündinnen können – müssen aber nicht – Probleme bereiten, da sie häufig in Konkurrenz zueinander treten, vor allem dann, wenn sie läufig oder beide dominant sind. Auch bei zwei dominanten Rüden kann es zunächst problematisch werden, allerdings regeln sie das sehr schnell untereinander. Auf jeden Fall gehört die Haltung zweier gleichgeschlechtlicher Hunde in die Hand eines erfahrenen Hundebesitzers.

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