Tierhändler
Problem Massenzucht – Tierhändler
Wer sich für den Kauf eines Hundes interessiert, der wird sich eventuell an verschiedenen Stellen nach dem passenden Vierbeiner erkundigen. Aber ACHTUNG, hier lauern mancherorts große Gefahren für Mensch und Tier! Wer einen Hund aus einer der Massenzuchtanlagen, von unseriösen Händlern oder Schwindlern kauft, auf den warten wahrscheinlich nicht nur gestörte Tiere sowie unnötige Tierarztkosten, der unterstützt zudem das weitere Treiben derartiger Leute, die sich zur Tierquälerei entschlossen haben. Denn nichts anderes sind solche Massenzuchten und -verkäufe! Helfen Sie daher, diesen unseriösen, tierquälerischen Machenschaften das Handwerk zu legen!
Lassen Sie sich Zeit beim Hundekauf!
Zunächst einmal gilt: Kaufen Sie nie aus Mitleid einen Hund! Damit ist sowohl das Mitleid mit dem Hund als auch mit dem Verkäufer gemeint. Lassen Sie sich Zeit beim Kauf! Sehen Sie sich den Hund genau an! Kommen Sie notfalls wieder und bringen einen Fachmann mit! Ein seriöser Verkäufer wird dieses zu schätzen wissen.
Unseriöse Züchter und Tierhändler
Woran aber erkennt man einen seriösen oder unseriösen Hundezüchter bzw. –verkäufer? Zunächst einmal sollte man keinesfalls einen Hund aus Sonderangeboten erwerben. Auch Märkte sowie Züchter, die mehr als einen Wurf oder mehrere Rassen vertreiben, sollten gemieden werden. Parkplatzverkäufe, bei denen Hunde im Kofferraum transportiert werden, sind unseriöse Geschäfte. Zoohandlungen sowie Zeitungsanzeigen sollten eingehend überprüft werden.
Gleichgültig, ob man seinen Hund beim Züchter oder einem Hundeliebhaber kauft, folgende Kriterien sprechen für ein seriöses Geschäft sowie artgerechte Haltung:
So erkennen Sie einen seriösen Züchter
• Es steht jeweils nur ein Wurf – beim Züchter nur eine Rasse – zum Verkauf.
• Die angebotenen Hunde sind nicht alleine gelassen sondern haben Familienanschluss. Ein unterschiedlicher Wohnort zu dem Ort, wo die Hunde sind, ist verdächtig!
• Die Hunde haben ausreichend Auslauf und sollten nicht in kleine Zwinger sowie Boxen gepfercht sein.
• Die Welpen wie auch die Hündin reagieren freudig, wenn sich der Verkäufer ihnen nähert.
• Mindestens die Mutter der Hunde ist anwesend.
• Die Welpen sind lebhaft, zutraulich und neugierig; die Hundemutter reagiert nicht aggressiv oder apathisch.
• Die Welpen reagieren weder auf laute Geräusche noch auf schnelle Bewegungen schreckhaft. Sie spielen.
• Sie haben sauberes, glänzendes Fell, klare Augen, saubere Ohren, nicht verklebte After und kratzen sich nicht.
• Wurfkiste sowie Umgebung sind hygienisch sauber und riechen nicht.
• Der Verkäufer hält Nachweise bereit, dass die Tiere gesund, geimpft, gechipt sowie HD-frei sind. Ein EU-Tierpass ist vorzuweisen, der sorgfältig geführt ist.
• Die Hunde müssen mindestens 8 Wochen alt sein, wenn sie von der Mutter weggegeben werden.
• Der Verkäufer nimmt sich Zeit, lässt Ihnen notfalls Bedenkzeit und kann Fragen fachmännisch sowie ehrlich beantworten.
• Den Tieren stehen sichtlich hochwertige Futtermittel sowie sauberes Wasser zur Verfügung.
• Der Verkäufer erkundigt sich danach, wie und wo der Welpe/Hund im neuen Heim gehalten wird. Er notiert sich die Anschrift.
• Sollte der Verkäufer spontan andere Hunde anbieten können als den oder die infrage kommenden, so ist Vorsicht geboten.
Generell kann man davon ausgehen, dass seriöse Verkäufer sowie Züchter nichts dagegen einzuwenden haben, wenn man sich bei einem Rassehundeverein oder dem ortsnahen Tierarzt nach ihm erkundigt.
Wer per Annonce weit mehr Welpen anbietet als eine Hündin werfen kann, der sollte gemieden werden, denn wer ist schon in der Lage, eine derartig große Anzahl an Hunden artgerecht zu halten sowie zu versorgen?


