Welpe oder erwachsener Hund?
Lieber einen Welpen oder einen erwachsenen Hund anschaffen?
Bei der Anschaffung eines Hundes steht häufig die Überlegung, ob man sich einen Welpen, einen erwachsenen Hund oder gar einen alten Hund zulegen soll. Sicherlich hat jede diese drei Möglichkeiten seinen Reiz sowie seine Berechtigung, daher kann nicht pauschalisiert werden. Daher sollen die nachfolgenden Feststellungen auch lediglich Denkanstöße sein, die die Entscheidung erleichtern können.
Ein älterer Hund ist oft ruhiger
Wer einen alten Hund ins Auge gefasst hat, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieser eventuell nicht mehr lange lebt und dass vielleicht Ausgaben für den Tierarzt wegen anstehender Krankheiten auf ihn zukommen, was allerdings bei jüngeren Hunden ebenfalls der Fall sein kann. Ein älterer Hund hat den möglichen Nachteil, dass er bereits „Macken“ entwickelt hat, die dem Besitzer nicht gefallen, die er aber auch nicht aus dem Tier herausbekommt. Ideal ist ein älterer Hund besonders für ältere Menschen, da er nicht mehr so viel Auslauf benötigt, ruhiger und manchmal sogar dankbarer ist.
Erwachsene Hunde sind zumeist stubenrein
Für die Anschaffung eines erwachsenen Hundes sprechen generell erst einmal die Tatsachen, dass er bereits stubenrein sowie sozialisiert ist. Allerdings kann ein erwachsener Hund durchaus auch schlecht sozialisiert sein, was wiederum für den neuen Hundebesitzer Probleme sowie evtl. massive Umerziehungsmaßnahmen bedeutet, die nicht immer von Erfolg gekrönt sein müssen. Ebenso nachteilig kann – muss aber nicht – eine weniger gute Vergangenheit eines adulten Hundes für seinen Besitzer sein. Bereits bestehende Ängste oder schlechte Angewohnheiten beispielsweise, die aus vergangenen Erlebnissen herrühren, bescheren Ihnen eventuell einen neurotischen, gestörten, ja manchmal sogar bissigen Hund. Es ist daher ratsam, sich zuvor genauestens mit dem Tier sowie seiner Herkunft auseinanderzusetzen. Allerdings kann man immer wieder beobachten, dass gerade Hunde aus schlechter Haltung sehr dankbar und besonders treu sind. Kommt ein derartiger Hund in eine Familie mit Kindern, so sollte man vorsichtig sein, denn sie sehen die Kleinen gerne als Konkurrenten oder sich unterzuordnende Rudeltiere an, was zu gefährlichen Situationen führen kann.
Die Erziehung eines Welpen ist arbeitsintensiv
Die meisten Menschen, die sich zur Anschaffung eines Hundes entschließen, entscheiden sich für einen Welpen. Weil der ja ach so süß ist! Stimmt! Aber spätestens nach dem ersten Tag oder der ersten Nacht merkt man schnell, dass er auch sehr, sehr arbeitsintensiv ist. Nicht nur, dass man permanent putzen muss, da er noch nicht stubenrein ist, vielmehr muss man in sehr kurzen Abständen mit ihm vor die Tür gehen – und das bei Wind und Wetter -, DAMIT er stubenrein wird. Er heult, wenn er alleine gelassen wird, beißt Möbel oder herumliegende Kleidungsstücke sowie Kinderspielzeuge kaputt und „verführt“ einem mit seinem treuen Blick zu Dingen, die man später bereut – wie beispielsweise im Bett schlafen.
Gute Erziehung des Welpen formt einen gut zu haltenden Hund fürs Leben
Die Erziehung eines Welpen erfordert große Konsequenz gepaart mit Strenge. Und hat man ihn erst einmal da, wo man ihn hinhaben will, so kommt er mit etwa 9 Monaten in die „Flegeljahre“, und sämtliche Erziehung scheint hinfällig zu sein! Auch muss man bei der Anschaffung eines Welpen davon ausgehen, dass er über einen längeren Zeitraum – mindestens 9-15 Jahre – bei einem bleibt. Das ist ein Zeitraum, der viele ältere Menschen abschreckt. Der Vorteil eines Welpen ist der, dass man ihn – so es gelingt – nach seinen Vorstellungen formen kann und dass es Freude macht, seinem Spielen zuzusehen.


