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Hundestaupe

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Staupe bei Hunden

Die Hundestaupe – in Fachkreisen auch canine distemper genannt – zählt zu den gefürchtetsten, häufig auch tödlich endenden Viruserkrankungen beim Hund. Sie tritt weltweit und das nicht nur bei Hunden auf. Erkannt wurde sie erstmalig im 18. Jahrhundert. Lange jedoch war sie hierzulande nahezu ausgerottet, bis seit etwa zehn Jahren wieder vermehrt Fälle auftraten. Über die Ursache der Rückkehr der Virusinfektion ist man geteilter Meinung: Die einen behaupten, es käme durch den vermehrten Import der Hunde aus Osteuropa sowie dem Mittelmeerraum, die anderen sagen, es läge an der Impfmüdigkeit, und wieder andere sind der Meinung, dass es an der Veränderung der Virusstämme läge. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch den direkten Kontakt. In der Umwelt können Staupeviren nur sehr kurz selbstständig überleben. Da zahlreiche Waldbewohner Virusträger sind, können Übertragungen auch bei normalen Spaziergängen stattfinden. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage.

Symptome und Krankheitsverlauf

Man unterscheidet zwischen vier Krankheitsverläufen: der gastrointestinalen Form, der respiratorischen Form, der nervösen Form sowie der Hartballenform. Mischformen sind möglich. Bei der gastrointestinalen Form handelt es sich um einen Krankheitsverlauf, der den Magendarmtrakt befällt. Hier beginnt der Infekt mit Erbrechen sowie schleimigem, wässrigem Durchfall. Die Gefahr des Austrocknens durch Wasser- und Nährstoffverlust besteht. Die respiratorische Form befällt die Atemwege. Eitriger Nasenausfluss mit Verkrustungen um Nase und Ohren sind anfängliche Symptome. Es folgt trockener Husten mit späterem eitrigen oder gar blutigem Auswurf. Das Atmen fällt schwer, der Widerstand gegen die Krankheit wird immer schwächer, und es endet meist mit einer Lungenentzündung. Die Empfindlichkeit der Augen nimmt zu, eine Erblindung kann die Folge sein. Letztendlich bricht der Kreislauf zusammen und das Tier stirbt. Bei der nervösen Form – die in den meisten Fällen sogar erst Monate später nach einer der beiden zuvor erwähnten Formen eintritt – versucht sich das Virus im Gehirn zu manifestieren. Es kommt zu einer Entzündung des Gehirns sowie der Nerven. Epilepsie, Lähmungen, Ticks, Verblödung oder gar der Tod sind die Folgen. Da sämtliche Ergebnisse als Tierquälerei zu bezeichnen sind, ist ein Einschläfern ratsam. Im Anschluss an eine überstandene gastrointestinale Form schließt sich manchmal die Hartballenform – auch Hard pad disease genannt – an. Es bildet sich hierbei eine übermäßige Verhornung, eine Hyperkeratose, an Nase und Zehenballen. Hinzu kommen gelegentlich nervöse Symptome, was ein Zeichen dafür ist, dass ein hohes Sterblichkeitsrisiko besteht.

Medikamente und Heilungschancen

Die Behandlung eines an Staupe erkrankten Hundes gehört grundsätzlich in die Hand eines erfahrenen Tierarztes. Er wird nach eingehenden Untersuchungen die Symptome mithilfe von Tropfinfusionen, Antibiotika sowie weiteren notwenigen Medikamenten behandeln. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt, so setzt der Veterinär gezielt Abwehrstoffe und Interferone ein. Ein antivirales Medikament zur Bekämpfung der Hundestaupe existiert nicht. Der Ausgang der Krankheit richtet sich nach Krankheitsverlauf, Früherkennung sowie Gesamtzustand des Tieres.

Vorbeugung (Impfschutz)

Der einzige Schutz vor der gefürchteten Hundestaupe ist die Vorbeugung durch regelmäßiges Impfen mit attenuiertem Lebendimpfstoff. Idealerweise wird der Welpe im Lebensalter von 8 Wochen mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose sowie eventuell Leptospirose und Parainfluenza geimpft. Bei besonderer Gefährdung kann eine Grundimmunisierung bereits in der 4. Woche beginnen. In der 12.-16. Lebenswoche sollte dann eine Wiederholung gepaart mit einer Tollwutimpfung erfolgen. Ein Jahr später müsste die erste Auffrischung erfolgen. Die Dreifachimpfung ist anschließend im Rhythmus von 3 Jahren zu wiederholen, um einen effektiven Rundumschutz gewährleisten zu können.

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