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Der Beagle – ein kinderlieber Laufhund mit Jagdtrieb

Klug und bisweilen ungehorsam – auch ein Beagle sollte konsequent erzogen werden


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Beagle Hund

Der Beagle ist ein englischer Jagdhund und besitzt eine lange Tradition der selbstständigen Treibjagd auf Hasen und Füchse. Erst Anfang des 20.Jahrhundert wurde der Beagle nicht mehr nur als Gebrauchshund gezüchtet. Mit seinem fröhlichen Charakter und gefälligem Äußeren zählt er zu den beliebtesten Familienhunden.

Seine Kinderfreundlichkeit ist legendär, ebenso seine Neigung Verbote zu umgehen. Als Meutehund sollte der Beagle zusammen mit anderen Hunden gehalten werden. Der Beagle braucht viel Bewegung und einen konsequent agierenden Besitzer, der seinem treuen Blick auch widerstehen kann.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief English Beagle

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 161
  • Widerristhöhe: 33 bis 40 cm
  • Gewicht: 10 bis 18 kg
  • Verwendung: Laufhund
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Sektion 1.3: Kleine Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Der Ursprung des Beagle könnte teilweise in Frankreich liegen. Von der Normandie aus sind die weißen Hubertushunde (Chien St. Hubert) möglicherweise durch die Reisen der Adelsfamilie Talbot nach England gekommen. Wegen diesem Bezug wurden diese Hunde auch als „Talbots“ bezeichnet. Sie waren die Vorfahren der unterschiedlichen „Hounds“ Rassen, zu denen auch die Foxhounds (auf der Jagd mit Pferd begleitet), die Bassets und Bloodhounds zählen.

Das erste Vorkommen der Bezeichnung Beagle ist dem 16. Jahrhundert zuzuordnen, aber von einer eigenständigen Hunderasse wird erst Anfang des 20.Jahrhunderts gesprochen. Ziel der Züchtung der Beagles war es, einen Funktionshund bzw. einen bewegungsfreudigen Laufhund zu erhalten, der selbstständig in der Hundemeute Hasen und Füchse aufspüren und in die gewünschte Richtung treiben konnte. Erst im 20.Jahrhundert dachte man bei der Züchtung an eine Rolle des Beagles als Familienhund.

Diese erbliche Ausrichtung trägt auch noch heute zum Jagd-Verhalten des Beagle bei. Da der Beagle ursprünglich aus England stammt, sind sicher auch ganz besonders englische Hundenamen für diesen Hund geeignet.

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Video zur Rasse des Beagle





Kurzbeschreibung:
Der Beagle kann auf eine bunte und lange Geschichte zurückblicken: eine ungewisse Herkunft, ein vielfältiges Erscheinungsbild und anspruchsvolle Haltung kennzeichen die Rasse des Beagle.

Erscheinungsbild

Der Beagle besitzt die FCI Standard-Nr. 161 und gehört zur Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Sektion 1.3 (kleine Laufhunde). Er ist ein robuster und kompakter Hund dessen Widerristhöhe bei Rüden zwischen 36 und 41 cm und bei Hündinnen 33 bis 38 cm beträgt. Das Körpergewicht ist mit ca. 14-18 kg festgesetzt.

Die Fellfarben des Beagle weisen alle „Hound“ Farbkombinationen auf, wie braun-weiß, beige-weiß, schwarz-braun-weiß sowie seltenere Mischungen. Der Beagle hat einen kräftigen Knochenbau, ist dabei muskulös ohne zu kompakt zu wirken. Seine Augen sind dunkelbraun und wirken eher sanft. Die Rute ist dicht behaart mit einer weißen Spitze, die freudig nach oben gerichtet sein sollte.

Wesen und Charakter des English Beagle


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Der Beagle hat ein fröhliches und kinderliebes Wesen; auch er ist ein unkomplizierter Spielkamerad für Kinder und andere Hunde. Für einen Jäger ist der Beagle ein geschätzter Jagdgehilfe, der Fährten sucht, aufstöbert und apportiert. Der Beagle ist, richtig sozialisiert, sehr gutmütig und fühlt sich als Rudeltier mit anderen Hunden und Familienmitgliedern wohl.

Der Beagle ist aufgeweckt aber manchmal auch ziemlich dickköpfig. Besonders viel Vitalität und Verspieltheit zeigen junge Beagle-Welpen, daher kann das einnehmende Wesen der jungen Hunde schnell zu einem unbedachten Kauf verleiten. Der Beagle ist jedoch kein Hund für einen Besitzer ohne Hundeerfahrung. Eine konsequente Hundeerziehung vom Welpenalter an hält den Beagle davon ab, sich zu einer „Nervensäge“ zu entwickeln.

Da der selbstbewußte Beagle zu Ungehorsam neigt, was sich schon im listigen Grinsen des berühmtesten Beagle, der Zeichenfigur „Snoopy“ zeigt, müssen Verbote durchgehalten werden. Folgt der Beagle, sollte er gelobt, belohnt und gestreichelt werden. Für die Haltung als Einzelhund ist der Beagle weniger geeignet. Dieser Tatsache sollte man Beachtung schenken, möchte man einen Hund kaufen.

Auch wenn der Beagle wachsam ist, besitzt er keine Eignung als Schutz- oder Wachhund.

Auslauf und Pflege

English Beagle Hunderasse Der Besitzer des Beagle sollte wetterfest sein. Als Laufhund braucht der Beagle viel Auslauf bei jedem Wetter. Das Minimum an Bewegung für einen Beagle sollten 30 Minuten dreimal täglich sein. Er freut sich aber auch über zwei Stunden Auslauf, in denen er mit seiner feinen Nase etliche Spuren verfolgen kann.

Von der ausdauernden Verfolgung dieser Fährte lässt sich auch nicht durch das Rufen seines Besitzers abbringen. Der Beagle sollte daher beim Spaziergang immer angeleint sein. Seinem Bewegungshunger kann man auch entsprechen, indem er neben dem Fahrrad her läuft. Das kurze Fell des Beagle benötigt keinen großen Pflegeaufwand. Idealerweise pflegt man das Fell mit einer Bürste mit Gumminoppen.

Die empfindlichen Ohren sollten wöchentlich mit einem Wattebausch und einem dafür geeigneten Reinigungsmittel gepflegt werden. Da der Beagle eher verfressen ist, ist stets auf sein Körpergewicht zu achten.

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Beagle in Not

Man möchte es kaum glauben, aber auch Hunde dieser Rasse kommen immer wieder in Not, weil ein Kauf oft spontan und ohne eingehende Überlegungen getätigt wird. An und für sich ist der Beagla ja ein einfach zu haltender Hund, der zwar nicht immer ganz einfach zu erziehen ist, aber dennoch seltenst zu einem Problemhund wird.

Gerät ein Beagle in Not, hat das meistens andere Gründe, wie z.B. dass ein Hundebesitzer einfach nicht mehr die Zeit für den Hund aufbringen kann, weil er sich beruflich verändern oder eine kleinere Wohnung beziehen musste. Findet man also einen erwachesnen Beagle im Tierheim, so spricht nichts dagegen, den Liebling mitzunehmen. Falls seine Erziehung nicht ganz einwandfrei ist, können auch ein paar Stunden Hundeschule Einiges bewirken.

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