Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever – Der Hund mit dem Zungenbrechernamen

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever wird seit 1996 in Deutschland gezüchtet


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Seit 1981 ist der Nova Scotia Duck Tolling Retriever von der FCI anerkannt.

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever wurde einst von den Indianern Kanadas als „Lockvogel“ für Enten benutzt

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever -- Der Hund mit dem beinahe unaussprechlichen und langen Namen, wird auch „Little River Duck Dog“, „Nova Scotia Retriever“ oder einfach „Toller“ genannt. Er ist der kleinste der sechs Retrieverrassen und stammt von der Halbinsel Nova Scotia, die im südöstlichen Kanada liegt. Dort gilt er als Nationalhund.

Einst wurde er von den Indianern zum Anlocken von Enten benutzt: Sie ließen den quirligen Hund hin- und herhüpfen, so dass das Federvieh neugierig wurde und an Land kam. Heute wird er hauptsächlich als Familien- und Sporthund gehalten.

Geschichte und Herkunft des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Steckbrief Nova Scotia Duck Tolling Retriever

  • Ursprungsland: Kanada
  • Standardnummer: 312
  • Widerristhöhe (von FCI festgelegt): 45,5 bis 53,5 cm
  • Gewicht (von FCI festgelegt): Rüden 20 -- 23 kg, Hündinnen 17 bis 20 kg
  • Verwendung: Apportierhund (Entenjagd)
  • FCI-Gruppe 8: Apportierhunde -- Stöberhunde -- Wasserhunde
  • Sektion 1: Apportierhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Man ist sich nicht ganz einig über den Ursprung und die Vorfahren des Tollers. Eine der Annahmen besagt, dass er wahrscheinlich vom holländischen Kooikerhondje abstammt und mit Auswanderern über Holland nach England und weiter nach Nova Scotia in Kanada gelangte.

Eine andere Theorie behauptet, dass die dortigen Indianer Füchse beim Anlocken der Enten beobachteten. Man begann daraufhin, Hunde zu züchten, die Füchsen im Aussehen ähneln und auch das sogenannte „Tolling“, das spielerische Anlocken der Enten, erlernten.

Dabei unterstützt der Jäger das Tolling seines Hundes, indem er aus versteckter Position heraus mehrmals einen Stock wirft und apportieren lässt. Durch das spielerische Hin- und Herspringen des Hundes am Ufer werden die Enten neugierig, schwimmen ans Ufer und werden geschossen. Die weitere Aufgabe des Tollers ist es nun, das getötete Federvieh aus dem Wasser zu apportieren.

Ob Indianer oder Einwanderer den Little Red Duck Dog zuerst züchteten, lässt sich nicht abschließend klären. Als gesichert gilt nur, dass auch Einwanderer schon im 17. Jahrhundert Füchse beim „Tolling“ beobachteten und mit der Zucht des Hundes begannen.

Sicher ist auch, dass man um 1860 eine Wavy-coated Retrieverhündin mit einem Vorläufer des Labrador Retrievers verpaarte und damit den Grundstein für die Rasse des heutigen Nova Scotia Retrievers legte. Später wurden noch Cockerspaniel und vermutlich Irish Setter eingekreuzt. Zunächst erhielten dann diese Hunde den Namen „Yarmouth Toller“ oder „Little River Duck Dog“. In den Jahren zwischen 1908 und 1912 starben viele dieser Hunde wegen einer Staupe-Epidemie. Dadurch drohte der Hunderasse das Aussterben.

Colonel Coldwell begann, sich für diese Hunde zu interessieren und kaufte seinen ersten Nova Scotia Duck Tolling Retriever 1924. Innerhalb von 30 Jahren konnte er ganze 82 Hunde dieser Hunderasse sein Eigen nennen und formte sie gemäß den heute bestehenden Rassestandards. 1945 registrierte der Canadian Kennel Club 15 Nova Scotia Duck Tolling Retriever, fünf Jahre später wurden sie von diesem anerkannt.

1980 betrat der erste Hund dieser Rasse in Dänemark europäischen Boden. Alsbald verbreitete sich der Toller auch in Schweden und Finnland. Die Anerkennung durch die FCI erfolgte 1981.

Erst 1988 kam es in England zum ersten Wurf eines Nova Scotia Duck Tolling Retrievers. In Deutschland ist der erste Wurf auf das Jahr 1996 datiert. Heute gibt es die meisten Hunde dieser Rasse nicht mehr in ihrem Ursprungsland Kanada, sondern in Schweden.

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Video zur Rasse des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Nova Scotia Duck Tolling Retriever [2019] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever trägt die FCI-Standardnummer 312 und wird der Gruppe 8 -- Apportier-, Stöber- und Wasserhunde – sowie der Sektion 1 -- Apportierhunde -- zugeordnet.

Rüden dürfen laut Rassestandard eine Widerristhöhe von 45,5 bis 53,5 Zentimeter erreichen und die Größe der Hündinnen ist mit 42,5 – 50,5 Zentimeter festgelegt. Das Gewicht kann dabei je nach Geschlecht zwischen 17 und 23 Kilogramm liegen. Der Toller wird zwischen 10 und 14 Jahre alt.

Sein langes, wasserabweisendes Haarkleid besitzt eine dichte und weiche  Unterwolle, was ihn für das Apportieren aus eisigem Wasser besonders geeignet macht. Manchmal ist das Fell auf dem Rücken gewellt.

Dabei sind verschiedene Fellfarben in den Nuancen von rotbraun bis orange möglich. An Brust, Pfoten, Rutenspitze oder Nase trägt der Nova Scotia Retriever weiße Abzeichen.

Nase, Augenlider und Lefzen sind schwarzbraun oder fleischfarben. Die mittelgroßen Ohren des Hundes sind dreieckig und weit hinten am Schädel angesetzt.

Wesen und Charakter des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers


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Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever braucht viel Bewegung.

Auch als Anfängerhund gut geeignet: Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever kann auch gut in einer Familie mit Kindern gehalten werden.

Von seinem Wesen her ist der Nova Scotia Duck Tolling Retriever ein hoch intelligenter, ausdauernder und sensibler Hund. Er verfügt über einen ausgeprägten Spieltrieb, schwimmt und apportiert für sein Leben gern. Typisch für ihn ist auch seine Schnelligkeit. Er kann auch von Anfängern gut gehalten werden. Durch seinen ausgeglichenen Charakter eignet er sich sehr für die Haltung in einer Familie mit Kindern.

Wichtig ist jedoch, dass diese aktiven Hunde auch in die Hände von aktiven Menschen geraten, denn der Nova Scotia Duck Tolling Retriever benötigt dringend Bewegung sowie Aufgaben. Ideal sind für ihn Agility oder Dummyarbeit. Selbstverständlich kann man ihn auch heute noch zuweilen beim Tolling beobachten.

Auslauf und Pflege des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Die quirligen Hunde sollten nur in die Hände von aktiven Menschen geraten, denn sie benötigen viel Bewegung und interessante Aufgaben. Ideal sind neben regelmäßigen Spaziergängen auch Apportiertraining und Hundesport. Er ist also keineswegs ein Stubenhocker für eine Stadtwohnung.

Berücksichtigen muss man, dass der Duck Toller jede Chance nutzen wird, um seiner Schwimmleidenschaft nachzugehen. Dabei ist ihm kein Gewässer zu kalt oder dreckig.

Generell ist der Toller eine gesunde Rasse. Da der Genpool relativ klein ist, können verschiedene Autoimmunerkrankungen auftreten. Auch von Augenproblemen und Hüftdysplasie wird berichtet.

Die Pflege des Fellkleides ist sehr einfach. Hin und wieder sollte das etwas längere Haar gebürstet werden.

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Nova Scotia Duck Tolling Retriever in Not

Da es gerade im Vergleich zum Golden Retriever und zum Labrador Retriever in Deutschland nur wenige Exemplare des Nova Scotia Duck Tolling Retriever gibt, kommen auch relative wenige Toller in Not. Da auch dieser Hund viel beschäftigt werden will, ist es wichtig, sich vor dem Hundekauf darüber klar zu sein, welche Anforderungen der Hund an seine Haltung stellt.

Traurigerweise passiert es jedoch häufiger, das sich Menschen nicht genügend Gedanken gemacht haben, wenn sie einen Welpen kaufen. Übrigens: Es muss ja nicht immer ein Rassehund sein. Um Welpen in Not zu helfen, die in Tierheimen oder Pflegestellen abgegeben werden, sollte man auch in Erwägung ziehen, einen Mischlingswelpen zu „adoptieren“.