Der Basset Hound – bekannt auch als der „Dog“ aus  „Columbo“

Der Basset ist ein Hund für Individualisten


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Der Basset Hound – auch lediglich als Basset bezeichnet – ist den meisten Menschen wohl als „Hush Puppy“, dem Markenzeichen der gleichnamigen Schuhmarke, bekannt. Auch aus der Fernsehserie „Columbo“ her kennen ihn viele Zuschauer, wo er als Haustier Columbos – namens „Dog“ – auftrat. Literaturliebhaber wissen, dass die berühmteste Beschreibung eines Basset bereits in Shakespears „Sommernachtstraum“ zu finden ist.

Dieser kurzbeinige, aber dafür umso längere Hund ist optisch gesehen sicherlich eine Frage des Geschmacks. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Geschichte und Herkunft des Basset Hounds

    Steckbrief Basset Hound

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 163
  • Widerristhöhe: 33 bis 38 cm
  • Gewicht: 20 bis 29 kg
  • Verwendung: Laufhund
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Sektion 1.3: Kleine Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Unterschiedliche Quellen nennen sowohl Frankreich als auch Großbritannien als Ursprungsland. Man vermutet, dass er von dem französischen „Basset d’Artois“ abstammt. 1866 wurde jedenfalls die erste Jagdmeute in Frankreich zusammengestellt und man begann mit der systematischen Zucht. Ursprünglich wurde der Basset zum Aufstöbern von Hasen und ähnlichen Kleintieren eingesetzt.

1874 exportierte Frankreich die erste Zucht nach England. Ganze 9 Jahre später fand der Basset seinen Weg über den Großen Teich nach Amerika, wo er noch bis 1916 als „fremde Hunderasse“ eingestuft wurde. Seither erfreut er sich weltweit großer Beliebtheit. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts galt er zeitweise als Modehund.

Hierzulande fand die erste – offiziell anerkannte – Basset-Hound-Wurf-Registrierung erst 1957 statt. Seither erfreut er sich bei uns wie auch in den USA und in England großer Beliebtheit. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts galt er zeitweise als Modehund. Aufgrund seiner Herkunft bieten sich als klassische Hundenamen für den Basset also eher französische oder englische Namen an.

Video zur Rasse des Basset Hounds

Basset Hound [2019] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Basset Hounds

Der Basset Hound trägt die FCI-Standard-Nummer 163 und ist der Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Hunderassen – sowie der Sektion 1.3 – kleine Laufhunde – zuzuordnen. Unabhängig vom Geschlecht wünscht die FCI eine Widerristhöhe von rund 33 bis 38 Zentimeter. Mit einem nicht festgelegten Gewicht von 20 – 29 Kilogramm ist der Basset ein recht korpulenter, massiger Hund, der eine Lebenserwartung von 10 – 14 Jahren hat.

Sein kurzes, glattes Fell ist zwei- oder gar dreifarbig. Er ist in der Färbung weiß mit schwarzen und/oder rotbraunen und/oder sandfarbenen Flecken zu finden. Typisch für diesen – dem klassischen Schönheitsideal keineswegs entsprechenden, dafür umso liebenswürdigeren Hund – sind die kurzen Beine sowie die hängenden, langen Ohren ebenso wie die hängenden Lefzen und Augenlider, die dem Hund den Anschein eines traurigen Blickes verleihen.

Wesen und Charakter des Basset Hounds


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Beim Basset Hound handelt es sich um einen gutmütigen, lebhaften, treuen und kinderlieben Hund, der Fremden gegenüber eher abweisend ist. Er kommt auch mit anderen Hunden gut aus. Wurde er früher zur Hasen- und Kaninchenjagd eingesetzt, so dient er heute mehr als Familienhund. Geblieben sind jedoch sein ausgeprägter Geruchssinn sowie sein Jagdtrieb.

Der Basset ist trotz seiner Gutmütigkeit ein sehr eigensinniger, um nicht zu sagen sturer Hund, was seine Hundeerziehung erschwert. Mit Drill kommt man bei ihm nicht sehr weit, eher sollte man seine Verspieltheit und Intelligenz ausnutzen, um ihn zu erziehen. Am besten kann man diesem lernfähigen, aber auch sehr gefräßigen Hund über die Verlockung mit Leckerlis beikommen.

Auslauf und Pflege des Basset Hound

Schnell ist dieser Hund mit Sicherheit nicht, dennoch sollte man beim täglichen Auslauf nicht vergessen, dass er ein Jagdhund ist. Seine Sache sind lange, eher gemütliche Spaziergänge, bei denen er nach Lust und Laune herumschnüffeln kann. Aufgrund seines Körperbaus ist er als Sportbegleithund oder für Hundesport keinesfalls geeignet.

Die Fellpflege beim Basset Hound ist völlig unproblematisch. Allerdings sollten besonders die empfindlichen, herunterhängenden Ohren regelmäßig kontrolliert werden, da er zu chronischen Ohrenentzündungen neigt. Auch Entzündungen der Augen treten häufiger auf. Wegen seines langen Rückens, der kurzen Beine sowie dem häufigen Übergewicht neigt der Basset zu Bandscheibenproblemen. Auch Ellenbogengelenksdysplasie ist keine Seltenheit bei dieser Hunderasse.

So ist es bei ihm besonders wichtig, darauf zu achten, dass er gerade während der Wachstumsphase als Welpe so wenig wie möglich Treppen steigt. Basset Welpen sollten daher unbedingt ebenerdig gehalten werden. Auch ein geeignetes Welpenfutter mit der richtigen Kalziumdosierung hilft, ein unregelmäßiges Knochenwachstum dieses sehr speziellen Hundes zu vermeiden.

Basset in Not

Mancher Hundehalter berücksichtigt nicht, dass ein Basset nicht unbedingt in der Wohnung im dritten Stock gehalten werden sollte, da dem Hund das Treppensteigen ab einem bestimmten Alter besonders schwer fällt. So kommt es leider immer wieder vor, dass ein Basset in Not kommt und in ein Tierheim abgeschoben wird.