Der Bobtail – ein Fellknäuel mit starker Persönlichkeit

Der Old English Sheepdog ist ein verspielter und treuer Gefährte


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Der Bobtail ist ein sehr lernfähiger Hund und auch für Hundesportarten wie Agility geeignet.

Der Bobtail – Wenn das zottige Fell des lebhaften Bobtails beim Laufen im Wind fliegt, sind nicht nur die Kinder von dieser schönen Hunderasse angetan. Ursprünglich war der Bobtail mit seiner Abstammung von den kontinental-europäischen Hirtenhunden eher ein Arbeitstier als ein Modehund. Bobtail bedeutet übersetzt soviel wie „Stummelschwanz“.

Die gelegentlich auftauchende sehr kurze, stummelige Rute des Bobtail resultiert allerdings aus einem Gendefekt. In den Genen dieser Rasse ist eine Mutation verankert, die immer wieder einmal einen kurzen Stummelschwanz erzeugt. Diese Mutation kann allerdings auch weitere schwere gesundheitliche Folgen haben. Der stummelige Schwanz des Bobtail, dessen offizieller Name Old English Sheepdog ist, stand fortan jedoch für die „Marke“ des Bobtail.

Erzeugte die Natur keinen Stummelschwanz, bzw. den entsprechenden Gendefekt, kupierte man die Rute kurzerhand. Das ist jetzt verboten. Der robuste und sehr intelligente Hund liebt Kinder und Familienanschluss.

Dabei fungiert gerne als Beschützer seines „Rudels“. Charakteristisch ist die eigenartige, etwas scheppernde Tonlage seines Gebells. Bereits die Welpen sollten an die intensive Fellpflege gewöhnt werden. Menschen, bei denen nicht Bequemlichkeit und Sauberkeit des Haushaltes an erster Stelle stehen, finden im Bobtail einen verspielten und treuen Gefährten.

Eine Werbeaktion des Farbenhersteller Dulux in Australien machte in der 60er Jahren die frisierte Variante des Bobtails weltweit bekannt und beliebt. Diese Werbekampagne war so erfolgreich, dass der Bobtail fortan wurde zum Maskottchen des Farbenherstellers wurde.

Auch die Beatles-Ikone Paul McCartney hielt sich bereits in den 60er Jahren mit „Martha“ eine Bobtailhündin, die er auch in dem Song Song „Martha My Dear“ verewigte. In Hollywood entstanden u.A. Filme und Fernsehserien wie „The Shaggy Dog“ (1959) und „Please Don’t Eat the Daisies“ (1960) mit Doris Day.

Der Bobtail

Preis: EUR 12,95

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Geschichte und Herkunft des Bobtail

Steckbrief Bobtail

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 16
  • Widerristhöhe: Rüden: 61 – 65 cm , Hündinnen: 56 – 61 cm.
  • Gewicht: 30 – 35 Kg
  • Verwendung: ursprünglich Treib-, Hüte- und Herdenschutzhund
  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1: Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Der Bobtail hat eine arbeitsreiche Vergangenheit als Hirtenhund und Viehtreiber. Man vermutet, dass der Bobtail Vorfahren unter den Treibhunden hat und mit den kontinentaleuropäischen Schäferhunden verwandt ist.

Südenglische Farmer in Wales begannen im 18. Jahrhundert diese Hunderasse zu züchten. Als der Bobtail im 19. Jahrhundert seine Arbeit als Hirtenhund verlor, wurde er auch immer öfter als reiner Familienhund gehalten.

Die Rassezucht bewahrte den Bobtail zwar vor dem Aussterben, brachte aber für den ursprünglichen Hund zunächst Nachteile, wie ein zum Teil aggressiveres oder schüchternes Wesen mit sich. Schon seit Längerem wird in der Zucht allerdings wieder auf die Ausprägung eines ausgeglichenen und starken Charakter geachtet.

Von Haus aus ist der Bobtail heute sehr verträglich und ohne Nervosität. Wer sich einen Bobtail zulegen möchte und noch nach einem Namen sucht, könnte dem liebenswerten Fellknäuel ja einen englischen oder sogar keltischen Hundenamen geben, da die Rasse ja ursprünglich aus Wales stammt.

Video zur Rasse des Bobtail – Old English Sheepdog

Bobtail – Old English Sheepdog – Rasse – Charakter & Wesen

Erscheinungsbild des Bobtail

Die aus Großbritannien stammende Hunderasse besitzt die FCI-Standard-Nr. 16 und gehört zur Gruppe 1 (Hütehunde und Treibunde – ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 (Schäferhunde). Der kraftvolle, mittelgroße Bobtail mit dem beeindruckenden Haarkleid gehört zu den langhaarigen Hirtenhunden.

Charakteristisch ist sein wiegender Gang, der etwas Bärenartiges hat. Die Fellfarbe besitzt alle Nuancen von Grautönen sowie bläuliche Töne mit zum Teil weißen Abzeichen. Die Schulterhöhe beträgt beim Rüden mindestens 61 Zentimeter und bei der Hündin mindestens 56 Zentimeter.

Das Gewicht liegt zwischen 30 und 35 Kilogramm. Die Haare fallen dem Bobtail über die Augen und auch seine kleinen Pfoten sind mit Fell überzogen. Die Lebenserwartung des Bobtails liegt ca. 12 bis 14 Jahren.

Wesen und Charakter des Bobtail

Der Bobtail ist intelligent, manchmal aber auch durchaus eigensinnig. In der Regel hat der Bobtail ein fröhliches und ausgeglichenes Naturell. Mitunter ist er kühn, jedoch ohne Aggressivität. Von Haus aus ist der Bobtail Menschen und anderen Hunden gegenüber gegenüber sehr verträglich und ohne Nervosität.

Auffallend ist das liebevolle Verhalten Kindern gegenüber. Da er sehr gelehrig ist, wird er auch als Fährten- und Rettungshund eingesetzt. Eine enge Bindung an seinen Besitzer bzw. an die Familie ist dem Bobtail sehr wichtig.

Erhält der Bobtail seine Portion Zeit, Auslauf und Beschäftigung ist er ein sehr sympathischer vierbeiniger Geselle. Mit seinem Erbe als Treib- und Hütehund ist er wachsam. Manchmal kann der Bobtail einen Besucher allerdings erschrecken, indem er ihm gerne in ungestümer Zuneigung die Vorderpfoten auf die Schulter legt.

Zuweilen „schauspielert“ der Bobtail gerne und sein intelligenter Blick verrät, dass er seine eigenen Ideen entwickeln kann. Mit einem Bobtail kommt selten Langeweile auf. Die hohe Intelligenz und Geschicklichkeit prädestinieren den Bobtail auch für Hundesportarten wie Agility.

Auslauf und Pflege des Bobtail


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Bobtail2_Hunde Eine Stadtwohnung ist nicht das Richtige für einen Bobtail, schon gar nicht ein kleines Appartement. Er benötigt viel Auslauf, egal wie das Wetter ist. Ein Haus mit Garten ist ideal.

Ein zweistündiger Spaziergang täglich hält den Bobtail bei Laune. Es kann sein, dass er von seinem Ausflug Stöckchen sowie in seinem wetterfesten Fell Sand und Blätter mit nach Hause bringt.

Das schöne Haarkleid ist nicht ganz ohne Aufwand zu pflegen. Die regelmäßige Fellpflege bedeutet daher auch einen gewissen Zeitaufwand. Das Fell des Bobtails sollte ein bis zweimal pro Woche gebürstet werden. Ein Zurückschneiden der Haare ist zwar praktischer aber nicht mehr so authentisch.

Auch ab und zu ein Bad ist anzuraten. Dabei sollte man aber auf Shampoo verzichten, da dadurch die Haut austrocknen kann. Unter seinem dichten Haarkleid sollte man ihm auch kein Übergewicht anfüttern.

Bobtail in Not

Da der Bobtail gerade auch bei Kindern sehr beliebt ist, erfolgt der Erwerb eines Hundes nicht selten ohne die vorher unbedingt notwendigen Überlegungen hinsichtlich der Folgen einer Hundehaltung ( Stichwort: Welpen unter dem Weihnachtsbaum ).

So kommt es bedauerlicherweise auch vor, dass ein Bobtail in Not gerät und im Tierheim landet, weil die Hundehalter-Familie vielleicht zu spontan dem Wunsch des Kindes gefolgt ist und nun feststellt, dass niemand genügend Zeit für den Hund aufbringen kann. Mitunter finden sich in den Tierheimen auch Bobtail Mischlingswelpen, die auf eine neue liebe Familie warten.