Der Shih Tzu – klein aber oho!

Shih Tzus waren einst Lieblinge des Kaisers von China


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Shih Tzu bedeutet – aus dem Chinesischen übersetzt -- so viel wie „Löwe“, demnach ist der Shih Tzu ein „Löwenhund“. Wer aber den kleinen, knuddeligen Kerl vor sich sieht, der weiß, dass er alles andere als ein Löwe ist. Dieser freundliche Mini-Hund, dessen Mähne sowie sein Selbstbewusstsein als Einziges „löwenhaftes“ genannt werden können, ist ein sehr beliebter und verschmuster Schoßhund, dessen Pflege weitaus weniger aufwändig ist als gemeinhin behauptet und angenommen. Lediglich seine Überzüchtung kann manchmal zu Problemen führen.

Geschichte und Herkunft des Shih Tzu

Steckbrief Shih Tzu

  • Ursprungsland: China
  • Standardnummer: 208
  • Widerristhöhe (von FCI festgelegt): max. 27 cm
  • Gewicht (von FCI festgelegt): 4,5 bis 8 kg
  • Verwendung: Gesellschaftshund
  • FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
  • Sektion 5: Tibetanische Hunderassen. Ohne Arbeitsprüfung.

Ursprungsland des Shih Tzu ist Tibet. Schon im 7. Jahrhundert soll es dort in den Klöstern derartige Hunde gegeben haben. Man sagt, Buddha habe einen Hund besessen, der die Fähigkeit hatte, sich in einen Löwen zu verwandeln. Die damaligen Mönche legten daher großen Wert auf die Züchtung von Shih Tzus und dessen „Löwenaussehen“.

Shih Tzus wurden damals aufgrund ihres besonders guten Gehörs zur Bewachung der Tempel eingesetzt. Als Tribut kam der Shih Tzu im 17. Jahrhundert in das Kaiserreich China, wo er dem Kaiser zur Freude gereichen sollte. Schnell eroberte er dessen Herz, und so erreichte die Zucht des kleinen Löwenhundes ihren Höhepunkt.

Mit der Machtübernahme der Kommunisten schwand das Interesse in China an der Rasse und deren Zucht. In Europa und den USA jedoch fanden sich Liebhaber, die die Zucht weiterführten. Heute ist der in den USA „Chinese Lion Dog“ ein beliebter Modehund.

Shih Tzu

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Video zur Rasse des Shih Tzu

Shih Tzu [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Shih Tzu

Der Shih Tzu ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus der Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithund – sowie der Sektion 5 – Tibetische Hunderassen -- mit der Standardnummer 208. Laut Rassestandard dürfen die Hunde eine Schulterhöhe von maximal 27 cm erreichen. Das Gewicht ist mit 4,5 bis 8  kg festgelegt. Die kleinen, robusten Vierbeiner können 10 -- 16 Jahre alt werden. Als ältester Shi Tzu gilt derzeit der Hund Smokey aus Florida, der ein Alter von 23 Jahren erreichte.

Der Shih Tzu besitzt einen langen, eher kräftigen Körper mit kurzen Beinchen. Kess blickt er mit großen, ausdrucksstarken Augen in die Welt. Hoch angesetzte Ohren, der runde Kopf und die platte, kurze Nase runden einen dem „Kindchenschema“ entsprechenden Ausdruck ab.

In der Zucht sind alle Farben erlaubt. Bei mehrfarbigen Tieren werden eine weiße Rutenspitze und ebenfalls weiße Stirnblesse gern gesehen. Das Fell ist lang sowie dicht und besitzt viel Unterwolle. Der Shih Tzu wechselt sein Haar nicht. Die nach oben gebogene Rute ist hoch angesetzt.

Wesen und Charakter des Shih Tzu


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Aufgrund seiner ruhigen, freundlichen, verschmusten und sehr sensiblen Art – vor allem seiner Familie gegenüber – ist der Shih Tzu ein beliebter Gesellschafts- und Begleithund. Er ist sehr aufmerksam und enorm selbstbewusst, dabei demonstriert er gerne seine Unabhängigkeit, indem er selber bestimmt, mit wem er engen Kontakt wünscht und mit wem nicht.

Zuwendung fordert er manchmal ziemlich penetrant ein, was sich meist im Hochspringen, Winseln oder Bellen äußert. Gegenüber anderen Hunden ist er in der Regel freundlich, als Rüde lässt er aber – selbst größeren Hunden gegenüber – gerne seine Dominanz spielen. Wird er alleine gehalten, so bellt er kaum, im Rudel sieht das meist schon anders aus.

Der Shih Tzu gilt als kinderlieb und verhält sich Fremden gegenüber zunächst eher zurückhaltend. Selbst bis ins hohe Alter ist er meist sehr verspielt. Der Shih Tzu „schreitet“ in der Regel erhobenen Hauptes durch die Lande und beobachtet sehr eingehend seine Umgebung – am liebsten von einem erhöhten Punkt aus. Der „kleine Dickschädel“ ist seinem Besitzer gegnüber treu ergeben und reagiert sehr selten aggressiv.

Seine Erziehung ist nicht immer ganz einfach und sollte bereits im Welpenalter beginnen:  Ansonsten kommt es vor, dass der Shih Tzu seinen Menschen erzieht statt umgekehrt. Auf Schimpfen oder laute Worte reagiert er gerne mit Ignoranz oder Arroganz. Daher ist eine „liebevolle Konsequenz“ das Zauberwort bei der Erziehung des Shih Tzus. Shih Tzus sind ausgezeichnete Wachhunde.

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Auslauf und Pflege des Shih Tzu

Der Bewegungsdrang des kleinen Löwen ist eher mäßig. Er kann sowohl auf dem Land als auch in der Stadt gut gehalten werden. Zwar liebt er ausgiebige Spaziergänge, begnügt sich aber auch schon mal mit weniger, wenn er dafür nur bei seiner Familie, bei seinem Herrchen oder Frauchen sein kann. Leider sind Shi Tzus oft überzüchtet und so muss man mit ein paar Überempfindlichkeiten und Problemen rechnen:

Die großen Augen sind sehr empfindlich und können, bedingt durch Allergien, zu übermässiger Tränenproduktion neigen. Das Fell auf den Augenlidern führt oft zu Entzündungen und Verletzungen der Hornhaut. Daher sollten die Augen des kleinen Vierbeiners stets von Dreck und Haaren freigehalten werden. So kann man einer häufig auftretenden Bindehautentzündung entgegenwirken.

Oft quellen die Augen hervor, liegen also nicht besonders tief in den Augenhöhlen. Sie können gar, so lustig das klingen mag beim wilden Spiel mit anderen Hunden, rausfallen. In diesem Fall wird das Augenlid vom Veterinär zugenäht, und der Hund ist auf dieser Seite blind. Auch die verstärkte Neigung zu Grauem Star ist bekannt.

Der Shi Tzu zählt zu den brachycephalen Rassen. Hunde mit besonders platter Nase und verkürztem Gaumensegel neigen zu Atemproblemen und Schnarchen. Hier kann ein operativer Eingriff helfen. Die Kniescheiben können durch Patellaluxation ausrenken und auch Erkrankungen der Bandscheibe treten häufiger auf.

Da der kleine Hund sein Haar nicht wechselt, verliert er auch wenig Haar. Die Fellpflege ist – wie bei allen langhaarigen Hunderassen – sicherlich ein bisschen aufwändiger, aber gut zu bewältigen. Er will regelmäßig gebürstet und gekämmt werden, da sein bis auf den Boden reichendes Deckhaar leicht verfilzt und verschmutzt.

Shih Tzu in Not

Gerade die Tatsache, dass sich der Shih Tzu zu einem „Modehund“ entwickelt hat, kann dazu führen, dass die Anschaffung eines Shih Tzu ohne die vorher notwendigen Überlegungen geschieht. Jeder der meint, sein Image durch die Haltung eines Shih Tzu aufpolieren zu können, sollte sich doch lieber einen Stoffhund mit Schleifchen zulegen.

Ein unreflektierter Kauf eines Shih Tzu läßt den Hund sonst nach einer anfänglichen Begeisterung für das Tier schnell in einem Tierheim landen. Wer dennoch mit dieser Rasse liebäugelt, sollte im Interesse der Shih Tzu in Not erst einmal bei einigen Pflegestellen und Tierheimen anfragen, ob dort nicht ein Shih Tzu auf ein neues Zuhause wartet. Manchmal werden in Tierheimen auch Mischlingswelpen abgegeben und es ist durchaus möglich, dass da ein Shih Tzu mit eingekreuzt ist; es muss ja nicht immer ein Rassehund sein.