Der Dalmatiner – ein fröhlicher Hund und fotogen ist er auch!

 

Die Hunderasse des Dalmatiner zählt zu den ältesten Hunderassen überhaupt

 


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Die agilen Dalmatiner sind gute Familienhunde und brauchen viel Bewegung.

Der Dalmatiner (kroatisch Dalmatinac) ist ein kräftiger und dennoch schlanker Hund, der sehr lebhaft und lauffreudig ist. Als sein Herkunftsgebiet gilt die östliche Adriaküste, das frühere Jugoslawien. Sein markantestes Charakteristikum ist die eigenwillige Fellfärbung mit den vielen schwarzen oder braunen Punkten.

Weltweit bekannt wurde die Hunderasse der Dalmatiner durch den Walt Disney Film „101 Dalmatiner“. Danach avancierte der Dalmatiner zum beliebten Familienhund. Zwar ist der Dalmatiner sehr kinderfreundlich und kommt auch mit Katzen gut aus, aber er ist mit seiner Bewegungsfreudigkeit auf keinen Fall ein Hund fürs Sofa, auch wenn er rein optisch auf Letzterem eine durchaus hervorragende Figur macht.

Berühmte Persönlichkeiten wie George Washington und Pablo Picasso waren einst stolze Besitzer eines Dalmatiners. Der liebswerte und attraktive Vierbeiner besitzt ein sehr angenehmes Wesen, das weitgehend frei von Nervosität und Aggressivität ist und hängt sehr an seinen Menschen. Ein besonderes Markenzeichen ist das „Lachen“ des Dalmatiners, ein Grinsen, dass durch das Hochziehen der Lefzen entsteht.

 
 

Geschichte und Herkunft des Dalmatiners

 

Steckbrief Dalmatiner

  • Ursprungsland: Kroatien
  • Standardnummer: 153
  • Widerristhöhe: (von FCI festgelegt) Rüden: 56 – 62 cm, Hündinnen: 54 – 60 cm
  • Gewicht: (nicht von FCI festgelegt) Rüden: 27 – 32 kg; Hündinnen: 24 – 29 kg
  • Verwendung: Gesellschaftshund, Begleithund, Familienhund.
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  • Sektion 3: Verwandte Rassen. Ohne Arbeitsprüfung.

Dieser Hund hat eine Jahrtausende Jahre alte Vergangenheit. Alte Chroniken lassen vermuten, dass die Vorfahren des heutigen Dalmatiners von Indien über Ägypten in die östliche Mittelmeerregion importiert wurden.

Auf einem Altarbild in Veli Lošinj im heutigen Kroatien aus der Zeit um 1600 fand man erste Abbildungen des getupften Hundes. Vermutlich gelangte der Dalmatiner später von der Dalmatinischen Küste weiter nach England und Frankreich. Der mittelgroße Hund mit seinem auffallenden Fellmuster inspirierte bereits im Jahr 1792 den englischen Grafiker Thomas Bewick dazu, ihn in seinem Werk zu beschreiben und zu skizzieren.

Seine Lauffreude machte den Dalmatiner einst zu einem geschätzten Kutschenbegleithund. Bereits im Viktorianischen Zeitalter lief der agile Vierbeiner als Begleithund weite Strecken neben den von Pferden bespannten Kutschen her. Nicht zuletzt wegen seiner attraktiven Tupfer wurde er bald zum Statussymbol und man gab ihm im Englischen den Namen „Spotted Coach Dog“.

Im 19.Jhd setzte ihn die New Yorker Feuerwehr als lebendige Sirene vor den Pferdefuhrwerken ein, um Passanten durch sein Gebell zu warnen und für freie Fahrt zu sorgen. Auch als Apportier- und Hütehund, und zur Bewachung der Pferdeställe war der Dalmatiner im Einsatz.

1890 wurde mit der Gründung des „Dalmatian Clubs“ in England der erste offizielle Rassestandard festgestellt. Heutzutage ist der Dalmatiner ein beliebter Familien- und Begleithund. Geblieben ist die Begeisterung des Dalmatiners für eine regelmäßige körperliche und geistige Beschäftigung.

 

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Video zur Rasse des Dalmatiners

 
► Dalmatiner [2020] Rasse, Aussehen & Charakter
 

Aussehen des Dalmatiners

 

1955 veröffentliche die FCI den ersten offiziellen Rassestandard. Der Dalmatiner besitzt die FCI-Standard-Nr. 153 und wird zur Kategorie der Gruppe 6 (Laufhunde, Schweisshunde), sowie zur Sektion 3 (verwandte Hunderassen) gezählt.

Laut Rassestandard dürfen Rüden eine Widerristhöhe von 56 bis 62 Zentimeter besitzen, während Hündinnen eine Schulterhöhe zwischen 54 und 60 Zentimetern erreichen sollen. Das Gewicht ist nicht festgelegt und liegt je nach Geschlecht zwischen 24 und 32 Kilogramm. Die Lebenserwartung des Dalmatiners liegt bei 12 bis 14 Jahren.

Der Dalmatiner besitzt einen muskulösen Körperbau, der aber in seiner Schlankheit keinerlei Schwerfälligkeit aufweist.

Der mittelgroße bis große Hund besitzt symmetrische Körperproportionen mit einem relativ langen Kopf. Die runden Augen des Dalmatiners blicken lebhaft und fröhlich in die Welt.

Markenzeichen des Hundes ist sein kurzes, glänzendes Fell mit den klar begrenzten Tupfern, die sich gleichmäßig über den Hundekörper verteilen. Die Grundfarbe ist rein weiß mit schwarzen oder braunen Tupfern, je nach Farbschlag. Seine lebhaften Augen schmückt Pigment, das die gleiche Farbe wie die Tupfer seines Haarkleides aufweisen sollte. Dalmatiner Welpen werden zunächst einfarbig weiß geboren. Die „Tüpfelung“ entsteht erst innerhalb von 10 bis 14 Tagen nach der Geburt.

 

Wesen, Charakter und Erziehung des Dalmatiners

 


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Dalmatiner sind heitere, treue und wachsame, aber auch sensible Hunde. Mit seinem fröhlichen, ausgeglichenen Wesen zählt der Dalmatiner eher zu den leicht erziehbaren Hunden. So anhänglich er gegenüber seinen Menschen ist, so zurückhaltend verhält er sich gegenüber Fremden. Ein gewisser Schutztrieb ist dem Dalmatiner bis heute erhalten geblieben und man kann ihn durchaus auch als Wachhund einsetzen.

Dalmatiner gelten als anpassungsfähig und verspielt und damit als ideale Familienhunde.

Sie sind aber gleichzeitig sehr selbstständig und charakterstark. Besonders Dalmatinerrüden können sich zu dominanten Hunden entwickeln. Gepaart mit einer hohen Sensibilität sind Dalmatiner eher Hunde für erfahrene Besitzer, die ihren Hund mit Liebe und Lob, aber auch mit Konsequenz erziehen und führen können.

In Remineszenz an sein früheres Leben will der Dalmatiner gefordert und beschäftigt werden. Er besitzt eine angeborene Neugier und ist sehr lernfähig. Dalmatiner sind ideale Begleiter für Hundehalter und Familien, die sich gerne ausdauernd im Freien bewegen.

Ein „Stubenhocker“ ist als Halter für einen Dalmatiner eher nicht geeignet. Kinder sollten schon älter als fünf Jahre sein, denn er besitzt auch als Familienhund ein sehr lebhaftes und zuweilen ungestümes Naturell. Dies sollte man in seine Überlegungen miteinbeziehen, wenn man einen Welpen kaufen will.

 

Auslauf, Pflege und Haltung des Dalmatiners

 

Dalmatiner haben einen verspielten und sehr liebenswerten Charakter. Sie lassen sich leicht erziehen.

Als Laufhund ist der Dalmatiner besonders ausdauernd und benötigt unbedingt viel Bewegung. Gerne läuft er neben dem Fahrrad oder Pferd her oder freut sich über Apportierspiele. Der Lebensstil seiner Besitzer sollte daher eher sportlich sein.

Für eine Haltung in der Wohnung ist er wenig geeignet. Auch ein großer Garten allein ist kein Ausgleich für den Bewegungsdrang eines Dalmatiners. Dieser Hund will gefordert und beschäftigt werden. Daher eignet sich auch ein Hundesport wie z.B. Agility besonders gut für ihn.

Da diese Hunderasse zu Blasen- und Nierensteinen neigen kann, sollte auf ein purinarmes Hundefutter geachtet werden. Mit ihrem kurzen Fell sind die Hunde sehr kälteempfindlich und tragen bei niedrigen Temperauren am besten einen Mantel. Sein Fell ist sehr pflegeleicht und erfordert kein zeitaufwändiges Bürsten.

 

Rassetypische Krankheiten beim Dalmatiner

 

Unterschiedliche Studien belegen, dass zwischen 20 und 30 % der Dalmatiner an Taubheit leiden. Die Ursache liegt in einer gestörten Pigmentbildung in den ersten Wochen nach der Geburt. Bei Hunden mit blauen Augen tritt Taubheit verstärkt auf.

Größere dunkle Flecken im Fell des Dalmatiners minimieren das Risiko einer Taubheit, sind laut Rassestandard aber unerwünscht.

 

Dalmatiner

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Dalmatiner in Not

 

Obwohl der Dalmatiner insgesamt ein einfach zu erziehender Hund ist, der wenig Probleme bereitet, kommen auch Dalmatiner in Not. So kommt es natürlich immer wieder vor, dass ein Hundehalter aus beruflichen oder sonstigen Gründen seinen Wohnort wechseln muss.

Wenn nun ein Dalmatiner statt auf dem Land mit großem Garten oder Grundstück in einer kleinen Stadtwohnung gehalten wird und zudem auch noch der Auslauf fehlt, kann dies schnell Probleme verursachen, da der Hund unausgelastet ist.

Bevor man zum Züchter geht, sollte man zunächst einmal in ein paar Tierheimen vorbeischauen, ob man nicht einen Dalmatiner findet, der sich sehnlichst ein neues Zuhause wünscht. Manchmal findet man dort sogar Dalmatiner Welpen in Not, meistens sind dies aber eher Mischlingswelpen.

 
 

Was macht die SOS-Dalmatinerrettung?

 

Die SOS-Dalmatinerrettung ist eine kleine Gruppe von Tierschützern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Dalmatinern und deren Mischlingen, die ihr Zuhause verlieren, zu helfen. Sie übernehmen die Hunde und suchen ihnen ein neues Zuhause. Das neue Zuhause wird nach erfolgter telefonischer Beratung und eines vorherigen Besuches ausgesucht. Des weiteren versuchen sie Interessenten, die sich für einen Dalmatiner interessieren, zu beraten und auch bei Problemen die Hundehalter zu unterstützen.

 

Wie kann ich helfen?

 

Sie können auch helfen! Für die Notfälle aus Deutschland, Polen und Spanien werden dringend neue Pflegestellen gesucht. Die Hunde, die dort mangels Platz nicht gerettet werden können, werden eingeschläfert. Sollten Sie in der Lage sein, einem Dalmatiner der sein Zuhause verliert, kurzfristig oder auch auf Dauer zu helfen, dann wenden Sie sich bitte an Frau Breitholz.

Womöglich können Sie als Pflegestelle einspringen, oder bei der Vermittlung behilflich sein. Da die Schutzgebühr die Tierarztkosten für die Hunde oftmals nicht deckt, tragen die Ehrenamtlichen von SOS-Dalmatinerrettung alle weiteren Kosten privat. Man braucht Decken, Hundemäntel, Halsbänder, Leinen, Geschirre, Maulkörbe, Hundefutter und alles weitere rund um den Hund. Sach- wie auch Geldspenden können bei SOS-Dalmatinerrettung, Fr. Nicole Breitholz, Wied 9, 53577 Neustadt abgegeben oder geschickt werden.

www.sos-dalmatinerrettung.de
Nicole Breitholz, Tel: 02683 947676
Mail: info@sos-dalmatinerrettung.de

 

Häufig gestellte Fragen zum Dalmatiner

 
Ist ein Dalmatiner ein Familienhund?

Dalmatiner eignen sich gut als Familienhunde und sind kinderlieb. Wichtig ist, dass man dem lauffreudigen und verspielten Hund viel Beschäftigung und Auslauf bietet. Der Hund ist relativ leicht zu erziehen, allerdings können Rüden durchaus dominant sein. Der Dalmatiner ist wegen seiner Freude an Bewegung besonders für sportlich ambitionierte Menschen geeignet. So begleitet er seinen Besitzer gerne beim Reiten oder beim Fahrradfahren. 

Ist ein Dalmatiner ein Jagdhund?

Dalmatiner sind keine Jagdhunde und haben einen nur schwach ausgeprägten Jagdtrieb. Sie wurden früher als Kutschbegleithunde eingesetzt. Die Hunde sind sehr lauffreudig und können auch längere Strecken neben dem Fahrrad herlaufen. Manche Hunde erkranken an Blasen- und Nierensteinen. Auch Taubheit, die durch eine gestörte Pigmentbildung nach der Geburt bedingt ist, betreffen etwa 20 bis 30 % der Hunde. Dalmatiner mit größeren dunklen Flecken sind weniger anfällig für einen Verlust des Gehörs. Bei manchen Hunden kann das Dalmatiner Bronze Syndrom auftreten. Betroffene Hunde haben bronzefarbene Verfärbungen auf dem Rücken und der Oberseite des Kopfes. Dabei kann es an den betroffenen Stellen zu Haarausfall und Juckreiz kommen. 

Wie viel kostet ein Dalmatiner?

Für einen Dalmatiner Welpen aus einer gesunden Zucht sollte man mit etwa 1.100 € bis 1.700 € rechnen.

 

Bildnachweise Pixelio.de (von oben nach unten )
Foto1: © dalmatiner/pixelio.de
Foto2: © M.Großmann/Pixelio.de