Der Riesenschnauzer – Sanfter Riese oder riesiger Sanfter

Große Treue und Anhänglichkeit zeichnen den Riesenschnauzer aus


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Riesenschnauzer mit sanftem Wesen

Der Riesenschnauzer – Schnauzer werden in drei Kategorien eingeteilt: Zwergschnauzer, Mittelschnauzer und Riesenschnauzer. Letzterer ist – wie der Name bereits verrät – der größte dieser Familie.

Im Prinzip zählen Schnauzer und Pinscher zum gleichen Rassetypus. Sie unterscheiden sich lediglich in der Struktur des Fells. Früher herrschte der rauhhaarige Typus vor, den man einst „rauhhaarigen Pinscher“ nannte. Der Riesenschnauzer zählt zu den anerkannten Gebrauchshunderassen und zeichnet sich neben seiner Größe durch Belastbarkeit und Sensibilität sowie Selbstsicherheit aus.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Riesenschnauzer

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 181
  • Widerristhöhe: 60 – 70 cm
  • Gewicht: 35 – 47 kg
  • Verwendung: Gebrauchshund, Begleithund
  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 1: Pinscher und Schnauzer. Mit Arbeitsprüfung.

Der Riesenschnauzer stammt ursprünglich aus Baden Württemberg und ist eine sehr alte Hunderasse. Seine Herkunft geht auf die Biberhunde des Mittelalters und heimische Schäferhunde zurück.

Anfänglich wurden Riesenschnauzer als Wach- und Hirtenhunde auf den Almen in Süddeutschland gehalten. Der „rußige Bärenschnauzer“ ( so nannte man ihn damals ) wurde auch zur Verteidigung der Pferdefuhrwerke eingesetzt.

In einem Zuchtbuch wird diese große Hunderasse seit 1913 geführt, 12 Jahre später fand der Riesenschnauzer seine Anerkennung als Dienst- und Polizeihund.

Video zur Rasse des Riesenschnauzers

Meister PETz TV – Riesenschnauzer

Erscheinungsbild

Der Riesenschnauzer wird unter der FCI-Standardnummer 181 geführt, wobei er der Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde) und der Sektion 1.2. – Schnauzer – angehört.

Mit einer Widerristhöhe von 60 bis 70 cm sowie einem Gewicht von 35 bis 50 kg gehört er zu den großen Vertretern unter den Hunden. Dabei erreicht der Riesenschnauzer ein Alter von 10 bis 12 Jahren.

Das Fell des muskulösen Hundes ist drahtig und hart sowie mit einer dichten Decke versehen, wobei die vorherrschenden Farben Schwarz oder Pfeffer-Salz sind. Charakteristisch für den Riesenschnauzer sind der Bart sowie die buschigen, leicht über die Augen hängenden „Brauen“.

Wesen und Charakter des Riesenschnauzers


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Riesenschnauzer mit ausgeglichenem Charakter

Der Riesenschnauzer zeichnet sich durch seine große Treue und Anhänglichkeit seinem Besitzer gegenüber aus. Dieser Rassehund ist zudem sehr klug und besonders widerstandsfähig gegenüber unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen.

Auch kann man ihm große Wachsamkeit attestieren. Seine Sinnesorgane sind sehr gut entwickelt, und er ist äußerst gelehrig. Das, sowie die Tatsache, dass er über viel Kraft, hohe Ausdauer und enorme Schnelligkeit verfügt, lässt ihn einen gut auszubildenden Hund sein.

Dabei muss allerdings auf viel liebevolle Konsequenz geachtet werden. Gerne wird der Riesenschnauzer beim Zoll, beim Militär oder bei der Polizei als Diensthund eingesetzt.

Ferner eignet er sich auch sehr gut als Rettungshund. Aber auch als Familienhund wird diese gutmütige Hunderasse gerne gehalten. Ist der Riesenschnauzer ein eher verschmuster und anhänglicher Hund in seiner Familie, so ist er Fremden gegenüber zunächst erst einmal eher zurückhaltend.

Bei seiner Haltung ist unbedingt darauf zu achten, dass der Hund stets seine Aufgaben bekommt. Ideal sind Obedience und Agility sowie verschiedene andere Hundesportarten. Übrigens ist der Riesenschnauzer eine Art „Spätentwickler“, der erst im Alter von 2 bis 2 ½ Jahren als erwachsen gilt und dafür bis ins hohe Alter einen großen Spieltrieb behält.

Auslauf und Pflege

Der Riesenschnauzer benötigt viel Bewegung in Form von ausgiebigen Spaziergängen oder Wanderungen aber auch unbedingt geistige Beschäftigung. Zur Fellpflege dieser Hunderasse benötigt man ein wenig Zeit:

So sollte der Hund regelmäßig – mindestens dreimal im Jahr – geschoren oder getrimmt werden. Aber auch der Bart und die Augenbrauen sind regelmäßig zu kämmen. Wer dies beachtet, der kann mit weniger Haarverlust bei seinem Hund rechnen. Manche Hunde können an der Erbkrankheit Hüftdysplasie erkranken.

Riesenschnauzer in Not

Warum gerät ein Riesenschnauzer in Not? Nun, die Gründe hierfür können vielfältig sein: Da kann es der Beruf erfordern, dass man umziehen muss und am neuen Wohnort sind die Mieten so hoch, dass eine große Gartenwohnung oder ein Haus mit Garten nicht finanzierbar sind.

Soll der Hund dann trotzdem in einer Wohnung gehalten werden, was nicht zu empfehlen ist, muss zumindest für ausreichend Auslauf, evtl. auch durch einen Hundesitter garantiert werden. In der Regel sollte sich eine Lösung finden lassen, die es ermöglicht, weiter mit seinem Liebling ein gemeinsames Leben zu führen.

Traurigerweise ist bei manchem Hundebesitzer die Schwelle, sich von seinem Hund zu trennen,  doch sehr gering. Da wird ein Urlaub geplant und festgestellt, dass der Hund da nicht ohne Weiteres mitgenommen werden kann.

Dabei gibt es inzwischen auch ausreichend Angebote für einen Urlaub mit Hund. Zur Not kann man den Hund auch in einer Hundepension abgeben. Das alles ist besser und dem wehrlosen Tier gegenüber fairer, als den Hund im Tierheim abzugeben.